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    Ich erwachte.

    Das erste was ich fühlte war die Kälte. Diese lähmende Kälte, die durch Mark und Bein geht und dich regungslos lässt. Dann war da die Stille – die absolute Abwesenheit von Geräuschen. Zeit war bedeutungslos und es brauchte all meine Willenskraft nur um die Augen zu öffnen. Zuerst sah ich nur Schemen: die Form eines niedrigen Bettes, die Silhouetten eines Kaffeesets umringt von Sitzkissen. Dann Texturen: die grobe Mauerung der Wand und einfache Webung des Teppichs auf dem ich ruhte. Wo war ich?

    Ich fühlte mich schwer, so schwer als laste das Gewicht der ganzen Welt auf meinen Knochen. Mühevoll bewegte ich mich. Ein Finger zuerst, dann die Hand, Gelenk für Gelenk, Glied für Glied bis ich aufrecht saß. Was war passiert?

    Dann sah ich das Blut. Blut auf dem Boden, Blut auf meiner Kleidung - Blut an meinen Händen. Hatte ich Jemanden getötet? Die Realisierung traf mich wie ein Schlag: Ich konnte mich nicht erinnern! Panisch wich ich zurück, den Teppich mit mir ziehend bis… [Weiterlesen]
  • Kaum hatte sie die Haustür der Melandruhochstraße 7 geöffnet schlug ihr der beißende, wütend wehende Wind entgegen, und fast augenblicklich begann sie auch schon zu frösteln. Den Kopf eingezogen griff die große Liese eine der stabilen, hölzernen Fensterläden und stemmte sich gegen den brausenden Herbstboten, um die Fenster mit dem nötig gewordenen Schutz zu verkleiden. Wie froh sie in diesem Moment war, die Fensterläden gekauft zu haben; letztes Jahr schon, nachdem sie zunächst bei dem schlimmen Unwetter Holzplanken hatte vor die Fenster nageln müssen um das Zerbrechen eben jener verhindern zu können.
    Während sie die Eisenschließen an der Wand unter vielem Friemeln öffnete und den Fensterladen einhängte dachte sie kurz an die schönen Fenster aus gefärbtem Glas, die ihr eigenes Haus schmückten - Ein Blick in den dunklen Himmel bestätigte, was bereits als Ahnung in ihr schlummerte: Es blieb ihr nichts anderes übrig, als gleich noch einmal quer durch die Stadt zu laufen und das[Weiterlesen]
  • „Ignoranz steht einem Adler nicht.“

    Seine Worte hängen mir noch immer im Kopf. Auch wenn unsere Wege sich schon vor einigen Tagen getrennt haben. Er lag richtig mit seiner Aussage. Und ich weiß es. Er provoziert. Reizt aus. Stößt gegen Grenzen. Und doch habe ich es genossen.
    Die Wut die in mir aufkeimt, die Verzweiflung … die habe ich nicht genossen.

    Je weiter wir nach Norden gewandert sind, desto größer ist sie geworden. Ich weiß nicht, woher es kommt. All der Zorn. Die Zweifel. Die Angst und dieses schwere Drücken tief in meinem Inneren. Es fühlt sich an, als würde ein Teil von mir einen langen Kampf kämpfen. Einen Kampf, der schon lange verloren ist. Einen Kampf, der nicht aufgegeben werden will. Aussichtslos. Kraftraubend. Unbekannt.

    Ist es Adler?

    Ich schaue aus meinem notdürftigen Lager heraus gen Süden. Ob er noch immer seinen Weg nach Norden geht? Der Wind wird kälter. Das Wetter unnachgiebig. Ich weiß, dass unsere Chancen gemeinsam größer gewesen wären. Doch ich
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  • Der Tag der alles veränderte…


    Wieder einmal sitze ich hier, vor diesem kleinen, vergitterten Fenster und sehe hinaus auf das emsige Treiben auf der Straße, die Straße die ich als Kind früher mein Territorium nannte, die Straße durch welche ich gemeinsam mit meiner Schwester immer gestreift bin, bereit neues zu entdecken, mitten in der Hauptstadt.



    Eine Welt erstreckt sich nun vor mir, von welcher mir abgeraten wurde, diese allein und für alle erkennbar zu betreten. Denn immer noch sind sie hinter mir her, wer eigentlich genau? Sind es Schergen meines Vaters, dem ich das Geschäft seines Lebens vermasselt habe, weil ich diesen arroganten A… nicht heiraten wollte. Niemals hätte ich es von meinem Vater gedacht, dass das wunderbare und harmonische Verhältnis zwischen uns beiden einmal derart zerbrechen könnte. Oder sind es die Leute des von mir in drastischer Art und Weise zurückgewiesenen angedachten Ehemanns die hinter mir her sind. Ich könnte ihm das nicht einmal verdenken,… [Weiterlesen]
  • „Harr!“ Was kann es den Schöneres für einen Seebären geben, als auf dem Meer, auf seinem Schiff zu sitzen, zusammen mit seiner Crew zu feiern, die schöne Barbara auf meinem Schoß, meine Hand an ihrem Hintern.
    Ich beobachte sie dabei, wie sie aus der Weinflasche trinkt. Ein Tropfen rinnt ihr das Kinn hinab und tropft auf ihren prallen Busen und verschwindet dann im üppig gefüllten Dekolleté.
    [i]
    Nur ungern löse ich mich von diesem Anblick aber es ist mein erster Maat Brat der mich anstößt.

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    Brat war damals der Erste, der meiner Crew beigetreten ist und hat mich seit dem stets mit tat und Rat unterstützt. Es gibt wohl keine Person auf allen Weltmeeren der ich mehr vertraue.

    Er hält mir einen Kelch Wein hin. Lachend nehme ich den Kelch und lasse den Blick über den Rest des großen Tisches wandern an dem meine Mannschaft sitzt.


    Ich habe heute wieder ordentlich auftischen lassen auch wenn unsere Speisekammern fast leer sind.
    Das mag vermutlich mit den letzten fehlgeschlagenen
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