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    Verhandlung



    Cornwall trat auf den Innenhof des Anwesens, nachdem er noch einmal seinen Mantel glattgestrichen hatte und die Handschuh übergezogen hatte. Heute ließ er sowohl seine Robe wie auch seine Uniform im Hinterzimmer. Er trat den Besuchern in einem einfachen Ledermantel, der mit Metallplättchen verstärkt war, gegenüber. Dazu lag ein Wolfspelz über seinen Schultern, der Degen und der Revolver im Waffengurt verstaut. Dieser Besuch war keiner dem man nicht als Krieger gegenübertrat. Die Lederstiefel mit den Metallsohlen trafen hörbar auf das Kopfsteinpflaster des Hofes.

    Und dort standen die fünf Gestalten, größer als jeden Mann den der Inquisitor kannte, ja sogar größer als Riethveld. Ein jeder einen muskulösen Oberkörper, trainierte Arme, die vom Krieg und dessen Teilnahme mit Narben zeugten. Die Gesichter grimmig verzogen und massive beindruckende Hörner, einige wie bei Widdern gewunden, andere gerade mit einem leichten Bogen am Ende und wieder andere kurz. Doch
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  • Neu

    Kritzel mich in
    krakeligen Lettern
    mache mich klein

    Und dich
    Dich schreibe ich in
    schönster Kalligraphie

    achte sogar beim setzen
    des i-Punktes auf Perfektion



    Und ich höre
    Nicht in mich herein
    aber dafür dir stundenlang zu

    Ich höre wie du lachst
    Das schmunzeln in deiner Stimme
    Den Erzähler-Unterton in Geschichten

    Dein Atmen
    Und selbst dabei höre ich dir gerne zu



    Wie Du überzeugt bist
    Von dem was Du tust
    Von Dir und Deiner Tugend

    Mich selbst erkenne ich nicht
    aber dich
    Dich kann ich lesen wie ein offenes Buch

    Vor lauter schön geschrieben dichs, du und dir
    Habe ich das krakelige mich links liegen lassen



    Was sind meine Träume
    Überzeugungen
    Und wofür will ich mich einsetzen

    Was ist mein Ding
    Für was will ich mich durchsetzen
    Meinen Lebenssinn




    Zwischen den Zeilen da finde ich ja vielleicht
    mich?
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  • Thimorn war bereits nach Löwenstein aufgebrochen und würde erst am späten Nachmittag zurückkehren. Riotea war gerade aus dem Stall wieder zurück ins Haus gekommen und hatte ihre Hände am noch glimmenden Ofen gewärmt. Sie hatte ihm nichts gesagt, aber die letzten Tage immer wieder darüber nachgedacht, wie sie zurück zum Plateau gelangen könnte. Es war nur eine Vermutung wie, einen Beweis hatte sie nicht.
    Wieder aufgewärmt ging sie in ihr Zimmer hoch und öffnete ihre kleine Silberschatulle. Seit Wochen hatte sie die Karten weder mitgenommen noch angerührt. Wollte nicht als Vanvalla auf die Straße gehen. Nach allem was durch Gladus passiert war und sie über Nahira und Falk gehört hatte, wollte sie doch lieber eine Pause machen.
    Jetzt aber legte sie die Karten auf ihren Schreibtisch und ihre Mütze direkt daneben. Die weiße Kleidung zu tragen fühlte sich auf einmal so seltsam an, fast fremd. Dabei war es kaum lange genug her, dass sie Staub hätte ansetzen können. Wie in einem Ritual
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  • Als ich in mein Zimmer komme, stehst du vor meinem Schreibtisch und betrachtest ausgiebig den großen Plan, der darüber hängt.
    “Das sieht gar nicht aus, wie deine anderen technischen Zeichnungen. Was ist das?” fragst du.
    Ich lächle und setze mich halb auf die Kante meines Schreibtisches. “Als Kind.” fange ich an zu erzählen, “Wollte ich kein Schmied werden. Viel lieber wollte ich nach der Dorfschule in die Stadt ziehen und später Physik studieren. Es war mein Traum Ingenieur zu werden. Und Tyria mit bahnbrechenden Erfindungen zu erobern.” Ich schmunzle über meinen Kindheitstraum und du setzt dich hin, um mir aufmerksam zu zu hören. “Aber meine Familie wollte das nicht. Ich wäre der Erste in meiner Familie gewesen, der studieren geht. Sie sagten ich würde das nicht schaffen, und für solch Spielereien wäre keine Zeit. Ich sollte die Lehre bei meinem Vater beenden und möglichst bald meinen Meisterbrief machen.”
    “Deine Eltern haben dir ganz schön viel verboten.” stellst du… [Weiterlesen]

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