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    Es ist schon wieder passiert. Jemand hat etwas gestohlen! Das ist ja schon letzte Woche passiert. So kommt es mir in den Kopf, wie ich auf meiner Bank vor dem Haus sitze. Als Oberhaupt der Gemeinde muss ich den Dieb ausmachen und bestrafen, das ist meine Aufgabe. Der Täter und seine Familie sollen verbannt werden, zum Wohle unserer Gesellschaft, denn Diebe können wir hier nicht brauchen. Eine Gruppe Büttel kommt auf mich zu, einer von ihnen spricht zu mir: „Oberhaupt, wir haben den Dieb gefasst. Die gesamte Beute war bei ihm…bei eurem Bruder.“ fügt er mit einem Anflug von Bedauern hinzu. Ich erhebe mich schnell. „Was?“, frage ich, „Wo ist er?“ Da wird er schon vor mich gebracht. Er ist gefesselt und sein reuevoller Blick trifft mich mitten ins Herz. „Kleiner Bruder, was hast du gedacht?“ Mein Gesicht drückt Enttäuschung und Furcht über ihn aus. Ich lasse mir einen Moment Zeit. Irgendwie warte ich darauf, dass jemand es sagt, dass es nicht so war. Jemand
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    Der Raum ist fast dunkel, nur die abendliche Sonne scheint in den Raum hinein, es ist angenehm warm. Die weißen langen Vorhänge wehen sanft im sommerlichen Wind während die blonde Schneiderin an ihrer alten, versilberten Harfe sitzt. Sie trägt ein weißes Sommerkleid, eine Kette um den Hals und die Haare fallen ihr in leichten Wellen über den schmalen Rücken. Die Harfe ist schon lange im Familienbesitz und hat bei weiten schon bessere Tage hinter sich. Die Augen sind neugierig und voller Spannung auf die Frau gerichtet die sehnsüchtig auf das erklingen des Instruments warten. Der Raum, in dem sich das Publikum und die Harfenistin befinden, ist liebevoll eingerichtet. Ein pinker, großer Quaggan sitzt wachend auf einem Stuhl, von der Decke hängt ein Kronleuchter der allerdings aussieht wie ein Piratenschiff aus einem bekannten Märchen. Ebenso steht die Harfe im Raum, in diesen Zeiten ein wichtiger Bestandsteil des Zimmers. Die Finger der
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    Teil I - Im Angesicht des Todes | Teil II - Hof der Gnade | Teil III - Aufgebahrt | Teil IV - Du bist das Rätsel


    Nach einem wichtigen Geschäftstermin in Tonteich breche ich zum Heimweg nach Götterfels auf. Der Weg ist weit, darum bin ich mit dem Pferd gekommen, obwohl ich sonst viel lieber laufe.

    Das gemütliche Schaukeln des Pferderückens lockt mich, die Gedanken schweifen zu lassen. Ich muss an meine Nachtwanderung von letzter Woche denken. Und an die seltsame Begegnung dort mit dir. Ich denke daran, wie ich dich, einen verschrobenen Jäger, an seinem tödlichen Abschuss gehindert habe. Und daran, wie ich versucht habe das verwundete Wild mit den kümmerlichen Überresten meiner Sanitäterausbildung bei den Seraphen zu retten. Wie abstrus, und du hast mir sogar geholfen. Dass wir es nicht geschafft haben, kümmert mich wenig, denn zumindest ich habe mein bestes gegeben. Aber was immer wieder in meine Gedanken zurückkehrt, das bist du. Im Grunde bist du nur irgendeiner der… [Weiterlesen]
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    RIotea: “Es tut mir leid, aber ich brauche einen Moment für mich.”
    Sie hatte nicht auf eine Antwort gewartet oder sich noch einmal umgedreht, sondern ging einfach. Erst im Hafen realisierte sie wohin sie ihr Instinkt geführt hatte. Ans Wasser, wie immer, wenn sie traurig war, führte sie ihr inneres Navi ans Wasser. Den Blick auf den Horizont gerichtet, folgte sie dem Ufer vom Hafen weg.
    Die Sonne war schon längst untergegangen und die vielen Sterne leuchtet am dunklen Nachthimmel. Der Sichelmond versteckte sich hinter Wolken, die wie Schleier aus Seide am Himmel hingen.
    Als sie glaube die Stadt nicht mehr hören zu können, ließ sie ihren Rucksack in den Sand fallen, zog den Mantel und die Handschuhe aus und stellte ihre Stiefel daneben. Das Halstuch knotete sie an die Rucksackriemen und sah auf das Meer hinaus.
    Ihre Brille auf, rannte sie ins Meer hinein und schwamm, einfach nur dem Mond entgegen. Das Land war schon entfernt als sie zurückblickte und die Lichter der Stadt sah. Riotea… [Weiterlesen]

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