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  • Dieses Mal hört es nicht auf. In meinem Kopf dreht sich alles. Obwohl ich wieder etwas sehen kann, erkenne ich nichts. Doch es riecht nach Zuhause.
    Ich sitze weich, stütze mich mit den Händen ab. Meine Hände erfühlen die Bettdecke unter mir. Aus irgendeinem Grund bin ich nackt. Mein Versuch aufzustehen wird mit plötzlicher Übelkeit beantwortet. Es geht so schnell, schnell ins Bad! Grade noch rechtzeitig beuge ich mich über einen Eimer. Meine Haare halte ich an der Schulter zusammen. Wuaah, garstiges Gefühl sich übergeben zu müssen.
    Einen Moment später spüle ich meinen Mund aus, ziehe meinen Morgenmantel an. Es geht mir einigermaßen gut, doch ich zittere am ganzen Leib. Da lege ich mich lieber wieder ins Bett.

    Mit der Ruhe kommen auch die Grübeleien. „Diese morgendliche Übelkeit...das ist, weil ich schwanger bin.“ fällt mir ein. „Dafür bin ich nicht bereit! Ich muss doch für die Menschen da sein! Meine Berufung als Priesterin, der Dienst für Kormir...das kann nicht
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  • Eigentlich war Riotea fast im selben Augenblick eingeschlafen, als ihr Körper die Kissen berührte. Aber wie so oft schreckte sie mitten in der Nacht auf und war hellwach. Natalie und Erik lagen noch scheinbar im tiefen Schlaf in ihren Betten. Unruhig stand sie auf und schlich umher, so wie sie es in vielen Nächten zuvor schon tat. Unten vor Haus setzte sich an eine der Kanten und sah zum Himmel rauf. Die Sterne funkelten friedlich und der Himmel wurde nur von leichten Schleierwolken verdeckt.
    So schnell wie es passierte, konnte sie sich gar nicht wehren. Die eine Hand packte ihren rechten Arm und dreht ihn auf ihren Rücken, die andere hielt ihr den Mund zu. Kaum später spürte sie zwei Pranken an ihren Füßen und verlor den Boden darunter. Im ersten Moment noch so geschockt und Überrascht, dass sie sich nicht wehren konnte, zappelte sie im nächsten Moment mit allem was ihre Kräfte hergeben.
    Weibliche Charr: “Verdammt hör doch auf!”
    Die Stimme war scharf, aber gedämpft, kam von der… [Weiterlesen]
  • Vor nicht allzu langer Zeit im Hause Herzlich:

    „Haben wir alles?“ Müde, doch durchaus gut gelaunt schaute Diarmai sich ein letztes Mal im vorherrschenden Chaos um, das von der vorangegangenen Tätigkeit zeugte: Der große Verkaufstresen war voll von Band- und Papierresten, von Kekskrümeln und Arbeitsmaterial. Auf dem Boden lagen längst geleerte Backbleche, geplünderte Körbe und Kisten.

    „Ich glaube, wir haben sie alle in die Rucksäcke verstaut. Ich seh nichts mehr.“ Arlassia wischte sich einmal durchs Gesicht. Seit Wochen pendelte sie ununterbrochen zwischen Löwenstein und Götterfels, zwischen Familie und Arbeit hin und her, und die Zusatzbelastung machte ihr doch langsam zu schaffen – auch, wenn sie dies natürlich niemals nicht zugeben würde.

    „Lass uns einfach alles liegen lassen Liesi, ich räume das nachher weg. Sonst ist Lük noch wütend auf mich, das ich dich so ewiglang entführe...“ Die größere der beiden Herzdamen streckte und reckte sich, schüttelte dann ihre Arme und… [Weiterlesen]
  • Erik hatte sich, nach seinem Bad bereits hingelegt und auch Natalie hatte die Augen geschlossen. Nachdem er beim Baden dieses komische Lied gesungen hatte, bekam Riotea einen Klos im Hals und wusste nicht was sie tun sollte. Wühlte wahllos in ihrem Rucksack herum, ohne zu wissen was sie wollte und hatte dann doch etwas in der Hand.
    Ihr tat das Herz weh, aber nicht wie bei einer Verletzung, es war anders, ungewohnt anders. In der Hoffnung, dass die beiden es nicht gemerkt hätten, wischte sie sich Tränen aus den Augen.
    Sie griff sich mit der freien Hand an ihren Hals und umklammerte die Ketten, die silberne Halskette von Melandru und der geschnitzte Holz-Wolf am Lederband.
    So wunderschön sie es auch dort fand, so viel Angst hatte sie auch. Heimweh und Liebeskummer plagten ihr Herz und ein schlechtes Gewissen ihre Seele.
    War das wirklich sie?
    Bei der Schwertsuche und dem Schatzfund, ja. Das war sie selber, Riotea wie sie mit ihrer Naiven Art die Welt auf den Kopf stellt und Gleichzeitig… [Weiterlesen]



  • Ich sehe verschwommen. Dann fühle ich in meiner Hand ein Stück Tuch. Meine Hände legen es von allein um meine Augen, binden es am Hinterkopf zu. Warum? Jetzt sehe ich Garnichts mehr…Meine Wahrnehmung verrät mir, dass ich in einem Raum bin. Zu meinem Erstaunen sind meine Sinne, also das Hören und Tasten viel schärfer geworden. Die Tür geht auf und nun weiß ich auch, warum ich hier bin. Ich soll ein Verhör begleiten. „Priesterin, es ist bereit.“ spricht der Knecht in der Tür.

    Ich kenne diesen Ort. Ich stehe auf und weiß wo ich dem Knecht hin folgen muss. Durch einen Gang, dann eine dickere Tür. In diesem Raum sind noch weitere Folterknechte und ein Gefangener. Ich höre seinen flachen Atem, rieche seine Angst…und Blut. Die Pforte wird hinter mir geschlossen. Die Zeit fliegt an mir vorbei und alles was ich wahrnehme ist ein einziges Wirrwarr aus Stimmen, Geräuschen und ab und an Schreie. Die Präsenz von Leid und Müdigkeit hängt mir in den Haaren und zieht mich zum Boden. Die
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