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    Ein Mann steht still und sieht.

    Er ist ganz und gar gefangen von dem Anblick, der sich ihm bietet. Ihm ist, als stünde er vor einem Fenster zu einer anderen Welt - Denn was er vor sich erblickt, erscheint ihm völlig surreal.
    Zwanzig Jahre sind vergangen. Zwei Jahrzehnte, seit er seinem Gegenüber das letzte Mal in die Augen gesehen hat. Er hat sich verändert, ist älter geworden. Nicht nur das, der Mann realisiert auch, dass er dieses Gesicht vergessen hat. Wüsste er nicht wer der Andere ist, der ihm dort gegenüber steht, hätte er ihn nicht einmal wiedererkannt.
    Der Mann braucht Zeit. Eine ganze Weile in der er nichts anderes tut als zu stehen und zu starren. Er weiß genau, wen er dort im Spiegel sieht, aber er kann es nicht fassen.
    So steht er vor einem Waschbecken und schweigt. Er hebt die Hand und winkt ihm zu, dem Menschen auf der anderen Seite. Ihre Synchronität hilft ihm zu realisieren, dass er ganz plötzlich, von einem Tag auf den Anderen, sich selbst sehen kann.
    Es ist ein… [Weiterlesen]
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    Rena saß auf dem kleinen Hocker vor ihrem Schminktisch und kämmte sich die silbernen Haare. Die hüftlangen Strähnen hatte sie gestern, beim Litha-Fest das erst Mal seit langem wieder offen getragen in der Öffentlichkeit. Statt sie sich wie sonst üblich zu einer hochgesteckten Frisur zu flechten hatte sie den üppigen Blütenkranz genommen, mit dem weißen Band und ihn aufgesetzt. Im Spiegel hatte sie sich selbst angelächelt, glücklich darüber das Fest nun mit Rowenna, Celia, Opal und Lara feiern zu können. Ihre Finger hatten das zarte, blütenweiße Kleid glattgestrichen, das ihr bis zu den Knien reichte und mit dünnen Trägern auf ihren Schultern gehalten wurde. Es war ein sommerlich-leichtes Kleid, eines in dem sie sich viel freier und leichter fühlte als in denen die sie sonst zu tragen pflegte. Versonnen hatte sie sich noch einen Moment in Spiegel betrachtet und wieder jung gefühlt. Rowennas Aufregung war schlicht ansteckend gewesen, ihre Heiterkeit und Lebensfreude… [Weiterlesen]
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    Ein Messgerät...
    ...kleine Gesten und Gräten.

    Eine kleine Kurzgeschichte



    Tyria, Götterfels - Genauer noch: Ein unbedeutender Teil im westlichen Marktviertel.


    Ein Ort, wo man nicht lebte sondern vegetierte und den eigenen Verfall mitansehen konnte.
    Ein Viertel, so schief, krumm und kränkelnd, dass - wenn gegrüßt wurde -, der Abschied ein hüstelndes Gute Besserung war. Wo Atmen gleichsam Röcheln war.
    Eine Gosse, in der Quacksalber in zerfallenen Anbauhütten angesehene Ärzte waren, und rudimentäre Kenntnisse über Omas Allheilmittel gegen alles als Akademikerwissen gegolten hat. Brüchige Hausfassaden und Strassenwege, deren schlammspuckenden Steinrinnen dickflüssige, braune Bracke förderten, und in verwinkelten Schmutzgassen, durch brütende Sommerhitze beleidigende Gerüche, dreckige Dämpfe und Bazillengewürm aufquoll.
    Wenn man sich jetzt noch einen Lausbuben vorstelle, der barfuß über Kloaken sprang, schwertführend mit Ästen in Fekalien stocherte, der
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    Vorwort:


    Das wollte ich lange schon schreiben, endlich die Zeit gefunden. Eher ein Dialog als eine Geschichte. Eventuell etwas verdreht. Ich wünsche trotzdem Spaß beim lesen.

    Belladonna

    „Ich empfinde nichts für dich.“ Worte die wie Gift von ihren Lippen tropften. Ungläubig starrte er sie an, suchte in den seltsam großen dunklen Augen ein Anzeichen das sie das Gesagte nicht so meinte. „Aber...ich habe dir alles gegeben was eine Frau sich wünschen kann! Edles Geschmeide, wertvolle Öle, exotische Blumen, alles was das Herz einer jeden Frau höher schlagen lässt! Wie kannst du da nichts für mich empfinden?“ Aufgebracht strich er sich durch das Haar. Sie seufzte: „Wie kannst du glauben, dass nur weil du mich mit Geschenken überhäuft hast, so etwas wie Gefühle in mir entfacht werden könnten? Jedes deiner Geschenke bedeutete mir nichts. Schmuck, Pralinen, anderer Tand den du mir gesandt hast, nichts davon hatte einen Wert für mich. Du kennst mich nicht, weißt nicht
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