Harlem’s Blog 28

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  • Celeste blühte und war eines von Dons schönsten Blumen geworden. Die Schwangerschaft stand ihr gut zu Gesicht. Das bemerkte nicht nur ein Don Vanhoven.

    ...

    Olivia lag bäuchlings auf Celestes Bett und betrachtete den Rücken der angeheirateten Vanhoven eingängig.

    "Ist er jetzt wirklich Tod?"

    "Ja, Olivia. Ich sollte darüber traurig sein, aber ich freue mich wie ein Schelm. Bin ich bösartig oder grausam? Ich meine, selbst Hazel findet mich grausam." Ihr Lachen folgte freudlos und die Finger umschlossen das Stick-Kit in ihren Händen, wodurch der Stoff sich etwas raffte. Man konnte eine Biene und Waben erahnen auf der weißen Baumwolle. Vermutlich würde es ein Lätzchen werden.

    Ein Rascheln verriet der dunkelhaarigen das sich Olivia erhoben hatte und sich näherte.
    Ihre Finger strichen alsbald schon sanft die Seite an der Hüfte hinunter und dann leicht nach vorn wo sich nur ganz minimal ein Bauchansatz bildete.

    Celeste schauderte unter der Berührung und Olivia konnte an der freien
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  • Bienchen, X
    Tagebuch der werdenden Mutter Celeste Vanhoven

    Du bist noch so klein wie ein Fingerglied deines Vaters. So klein, aber wir freuen uns so riesig auf dich.

    Schätzungsweise bin ich mit dir in der Elften Woche. Ich bemerke immer mehrere, kleine Details seitdem ich weiß das ich dich in mir trage. Selbst deinem Vater fallen diese Kleinigkeiten auf. Für gewöhnlich habe ich kalte Gliedmaßen, aber durch dich arbeitet mein Körper auf Hochtouren. Das Blutvolumen hat sich erhöht und zu meinem Gunsten habe ich ausnahmsweise mal häufiger warme Hände und Füße.

    Und ich habe durst, aber auch das ist nicht schlimm. Mein Körper gibt mir die Signale die ich benötige um alles richtig zu machen, damit du in mir heranwachsen kannst. Jedes Signal bekommt seine Aufmerksamkeit, damit es dir an nichts mangelt, Bienchen.

    Es ist schön, zu wissen das du lebst und ich diese Anzeichen habe und auch kleine Wehwehchen erleide. Du bist da. Das macht mich glücklich. Das kann mich über jede Morgen
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  • ♂♀


    Celeste saß in ihrem Gemach und dachte an die Zeichnung von dem Maikäfer, den Don sich angenommen hatte und auch an die Worte. Er wird im Kinderzimmer hängen. Hatte Don ihr verraten. Jetzt saß sie da und lächelte glücklich über seine Worte, auch wenn es ihr stach. Bei allen Versuchen waren sie noch immer erfolglos geblieben und umso ernüchternder war es für sie gewesen, keinen Erben in sich zu tragen. Celeste konnte ihr Versprechen noch nicht erfüllen. Jetzt, wo es nicht mehr nur ein Versprechen war - sondern das Kind aus Liebe entstehen sollte.

    Heute war es an ihr gelegen, sich einer Untersuchung zu unterziehen. Ein sanfter Strich über den Bauch. Vielleicht eine Erklärung. Vielleicht war sie _Schuld_ daran. Der Gedanke gedieh und verwurzelte sich in ihrem Kopf und wog schwer. Eine Tatsache, die weder Don noch Olivia entgingen. So schwoll Don am Morgen zu Tisch, die Brust als die Morgayne ihm eröffnete das sie sich dieser Untersuchung zu unterziehen vermochte, noch bevor die
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  • Kritzel mich in
    krakeligen Lettern
    mache mich klein

    Und dich
    Dich schreibe ich in
    schönster Kalligraphie

    achte sogar beim setzen
    des i-Punktes auf Perfektion



    Und ich höre
    Nicht in mich herein
    aber dafür dir stundenlang zu

    Ich höre wie du lachst
    Das schmunzeln in deiner Stimme
    Den Erzähler-Unterton in Geschichten

    Dein Atmen
    Und selbst dabei höre ich dir gerne zu



    Wie Du überzeugt bist
    Von dem was Du tust
    Von Dir und Deiner Tugend

    Mich selbst erkenne ich nicht
    aber dich
    Dich kann ich lesen wie ein offenes Buch

    Vor lauter schön geschrieben dichs, du und dir
    Habe ich das krakelige mich links liegen lassen



    Was sind meine Träume
    Überzeugungen
    Und wofür will ich mich einsetzen

    Was ist mein Ding
    Für was will ich mich durchsetzen
    Meinen Lebenssinn




    Zwischen den Zeilen da finde ich ja vielleicht
    mich?
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  • Vielleicht mach' ich eigentlich gar nichts richtig,
    denn wer sagt uns heut' noch, was Wahrheit und was Pflicht is‘?


    Wer bist du und wieso sagst du mir, woher ich komm' und was ich bin?
    Was können wir wissen, wenn wir nicht einmal Licht sind?


    Ich spüre den Hass in mir, weiß' nicht, aus welchem Grund.
    Ich such' mich in meinen Tagträumen, verliere mich stund‘ um stund‘.


    Allein, monoton und stumm.
    Ich leb' in Träumen, die Realität ist jung.


    Warum ist es falsch, wenn Frau, Frau liebt?
    Warum Hass, wenn Liebe auf der Hand liegt?


    Alles, was wir wollen, nur die Freiheit;
    Egal, ob hier oder im Traum – das ist die Wahrheit.

    Ich spür' die Unruhe in mir, weiß nicht, aus welchem Grund.
    Ich komm' nicht klar im Leben mit Veränderung.


    Die Zeit zu verschenken war dumm,
    denn am Ende bleiben uns doch nur Erinnerung'.


    Warum schwächen wir andere Menschen?
    Warum wollen alle immer kämpfen?


    Fragst du dich auch selbst, warum du auf der Welt fristest?
    Wer bist du, wenn du die ganze Welt um
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  • Amnoon ruft

    Wo auch immer sich Yarzar in seinem Leben gerade befand, er bekam einen Brief. Einen besonderen Brief, einen Brief aus Amnoon! Das Kuvert war Nachtblau und das goldene Wachssiegel trug eine Prägung, die er nicht kannte. Die Ornamentik war elonisch, astrologisch, ein Sternenbild. Welches? Keine Ahnung. Aber die Handschrift war vertraut, und die Sprache war es auch. Eine Geheimschrift. Er erinnerte sich an seinen alten Freund Shafir, mit dem er in dieser Schrift - die nur sie beide kannten - schon in der Vergangenheit die ein oder andere pikante Nachricht ausgetauscht hatten. So hatten sie sich gegenseitig Hinweise gegeben, wo es was zu holen gab. Die dicken Gewinne. Aber sie hatten sich auch über profanes ausgetauscht nur um sich darüber zu begeiern, wie weniger involvierte Menschen versuchten, die Nachrichten zu lesen und zu übersetzen, nur um dann herauszufinden, dass es eine Einkaufsliste für den Markt war. Diesmal aber war es keine Einkaufsliste, es war ein
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    Sie war unfassbar nervös gewesen und betrachtete sich lange im Spiegel, während man ihr behutsam das Haar zurecht legte und sich jemand anderes darüber her machte, sie in das Perlweiße Kleid einzunähen. Heute soll es einer der schönsten Tage werden. Ein krönender Abschluss und doch ein neuer Lebensabschnitt. Celeste sah auf den Verlobungsring den sie Tagein, Tagaus mit Stolz an ihrem Finger trug. Heute sollte er feierlich durch einen anderen Ring ersetzt werden.

    Celeste war nervös, aber es war nicht das ungute Gefühl von Nervosität. Es war die aufregende Nervosität, bei der man nicht aufhören konnte von einem Ohr bis zum anderen zu grinsen. Auch wenn sich alles so unwirklich anfühlte, gab es keinen Grund um an Hazels Liebe zu zweifeln.

    Die Zeremonie fand untraditionell auf dem Familien-Anwesen statt. Das Feld war mittig penibel getrimmt worden und mit langen Teppichen in hellem Taubenblau zugänglich gemacht worden für geladene Gäste. Sitzgelegenheiten bestanden aus… [Weiterlesen]
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    "Sefarion hat dich heute wieder so angesehen als hättest du Mist gebaut.", tuschelte Hazel lachend und lehnte ihren Kopf an Celeste. "Ich weiß warum. Du hast mich beschützt."
    "Mhm-hm", erwiederte die jüngere mit dem schwarzen Schopf. Natürlich wusste sie das. Immerhin wusste Celeste ja auch, dass Hazel gelauscht hatte.

    "Warum machst du mir über solche Umwege klar, dass du mich liebst? Du liebst mich doch, oder?" Der Kopf hob sich leicht um ihre Stiefschwester anzusehen. Dabei blieben einige der langen braunen Haaren auf Celestes Schultern liegen.

    "Nicht mehr als eine Schwester.", entgegnet sie, entgegen der Erwartungen von Hazel die nun stumm war und betroffen auf den Boden sah, während Celeste nun ihr Profil betrachtete. Glauben konnte und wollte Hazel diesen Worten nicht, dafür gab Celeste ihr zu viel Interpretationsfreiraum.

    "Du bist langsam in dem Alter, wo du dir einen netten Herren an die Seite ziehen solltest. Irgendwann musst du diesen Pflichten nachgehen.… [Weiterlesen]