Artikel 2.279

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  • Du hast mir Rosen geschenkt. Sie sind so wunderschön. In einer Vase stehen sie auf meinem Nachttisch. Sie erinnern mich an dich und geben mir dieses warme, kribblige Gefühl im Bauch. Ich bin so aufgeregt dich das nächste mal zu sehen. Ich kann nur noch an dich denken. An deine Berührungen, deine Blicke, dein Lachen, dein Gang, deine Worte, die mir versprachen, dass du bei mir bleibst und du mir zeigen wirst, wie schön Liebe ist. Noch nie hat sich jemand so sehr für mich interessiert. Ich bin überwältigt. Du gibst mir das Gefühl jemand zu sein. Ich fühle wie mich wie eine Person. Du nimmst mir all meine Ängste und Sorgen. Ich muss nie wieder alleine sein, denn ich habe dich an meiner Seite. Mit dir brauche ich keine Angst mehr vor der Zukunft zu haben, oder davor, was andere Leute von mir denken. Denn ich habe dich. Und solange ich dich habe, kann mir der Rest der Welt gestohlen bleiben. Du bist das Beste was ich jemals gesehen habe. Wie du denkst, wie du dich bewegst. Wie… [Weiterlesen]
  • Ich lag in der Badewanne während die Uhr an der Wand monoton leise vor sich hintickte und ich eine Melodie meines Lieblingsliedes Summte. Doch plötzlich schlug die Uhr die fünfte Abendstunde an und riss mich aus meinem Halbschlaf heraus. Ich hatte nur noch zwei Stunden Zeit mich fertig zu machen bis ich ihn endlich wiedersehen konnte. Im Abendstern stand der Kostümball an, an dem ich eine kleine Überraschung für jemanden geplant hatte, der mir sehr wichtig ist. Dementsprechend war ich sehr aufgeregt.
    Ich sprang somit aus der Badewanne heraus, flitze nackt und nass durch das Haus. Ich hinterließ nassen Fußabdrücke wodurch ich einmal auf dem Fliesenboden beinahe ausrutschte. Ich konnte mich gerade so noch am Waschbecken halten, aber es zog mich weiter zu meinem Schlafzimmer, an meinen großen Kleiderschrank, den ich öffnete und hineinstierte.
    ''Wo ist die Bluse?'' - dachte ich mir damals als ich das gesuchte nicht auf Anhieb fand.

    Ich warf mir nebenbei ein Schlafhemd um und huschte
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  • Sie waren im Sund angekommen.
    Yrrva und Er.
    Nur kurz, keine zwei Tage ganz teilten sie sich noch etwas Zeit in Kjerkes Dorf. Yrrva hatte ihre Aufgabe erfüllt und den Holzwolf zurück hoch in den Norden gebracht. Die Glut, oder eher der Glutleger waren erloschen. Zermatscht von Jotun und ihrer leichtsinnigen Art Probleme zu lösen. Hätte er die Hand des Jotun aufhalten sollen? Hätte er nicht "hau drauf!" brüllen sollen als sich die Gelegenheit bot? Hätte er einfach... ja was hätte er anders machen sollen? War es so wichtig das Gesicht, die Person hinter den Feuern zu kennen? Würde das helfen, oder nur die Unruhe in der Brust neu entfachen? Wie konnte jemand aus den eigenen Reihen dem eigenen Volk so etwas antun?

    Havar griff sich etwas vom frisch gefallenen Schnee und kurz stach die Kälte in den Gelenken der Finger als er sich das kühle Weiß ins Gesicht rieb. Sofort war er wieder hell wach und mit den Gedanken im vorherrschenden Moment. Es war jetzt eh keine Zeit um über Dinge zu… [Weiterlesen]



  • „Mister Turpin.“ Sein Familienname schmeckte bitter auf ihrer Zunge. „Guten Abend. Welch eine Überraschung.“ Sie versuchte die Finger, welche die Stuhllehne gegriffen hatten, wieder zu entspannen. „Verzeiht, dass ich Euch einfach gestört habe, Komtess zu Garrenhof. Für einen Augenblick schien es mir ein Bedürfnis zu sein.“ Diese weiche Stimme - die so gut Vertrauen wecken konnte. Freundlich war sie, ohne jemals aufdringlich gewesen zu sein. Sie bemühte sich die Fassung zu wahren, doch das Flattern ihrer Wimpern und der Versuch die Mimik in seinem Gesicht zu erkunden, während man selbst zittrig darum bemüht war das schmale Lächeln aufrechtzuerhalten, verrieten sie.

    „Ein flüchtiges Bedürfnis, nehme ich an. Die Macht der Gewohnheit eben, Mister Turpin. Das braucht Euch nicht leidtun.“ Diese Spitze perlte ihr so einfach über die Lippen, dass sie innerlich erschrak – doch der Blick gewann für einen Moment an Sicherheit. Der Kellner brachte ihr den Cognac und so war es, dass
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  • Es war bereits tiefster Abend, als ich mit ihm nach Hause ging. Es regnete in Strömen und wir waren beide pitschnass, die Kleider kleben an uns und die nassen Strähnen hingen uns in die Gesichter, doch ich wusste dass er mich bald von dem Regen erlösen wird, da wir auf dem Weg zu ihm waren. Er schloss die Türe auf, doch noch nicht mal drinnen angekommen nahm er meine zarte Hand und wirbelte mich an sich heran. ''Ich hab eine kleine Überraschung für dich.'' raunte er mir warm ans Ohr während er mir seine großen, starken Hände zärtlich auf die Augen legt. Es verging ein Moment und schon hatte ich ein Tuch auf meine Augen gelegt bekommen, womit ich nun nichts mehr sehen konnte. Seine Hände gleiteten über mein nasses Kleid, über meine Flanken und somit führt er mich an der Hüfte durch die Wohnung.
    Ich hörte wie er eine Zimmertüre öffnete und seine raue Stimme, die mir zuflüsterte. ''Warte.''. Nach wenigen Sekunden führte er mich weiter in den Raum hinein und stellte sich hinter
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    Es war Faszination, die dem Schrecken die Hand reichte, pervertiert und in erschütternder Symbiose mit dem zerren an der Essenz; und dennoch lag Friedlichkeit in dem Augenblick, in dem der Kristall sie umschloss und sie ihn fühlte.
    Er zerrte an ihr, fraß sich wie ein spürbarer Parasit in ihr Wesen, schlug die Klauen hinein und riss Wunden an Stellen, die sie über Jahre gestählt hatte und die die Kraft des Drachenrufes, so leicht hinfort zu kratzen wusste.
    Sekunden, die einer Ewigkeit glichen, ein Kampf den niemand sah, denn er wurde still gefochten.

    Und während das vertraute Purpur schönsten Kristalles sie umgab, wusste sie es:
    Es ging nicht darum, ob sie den Kampf gewinnen konnte;
    es ging nur darum, wie lange sie es schaffte stand zuhalten, bevor sie verlor...
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  • Die Glaubensfrage





    Die blonde Köchin musterte die illustre Runde, in der sie saß. „Jetzt ehrlich… wir eignen uns doch gar nicht für diese Göttersache. Zu gemischt, zu bunt… einige nicht einmal gottesfürchtig.“ spricht sie nachdenklich, dass sie an die Götter glaubte, war allseits bekannt. „Vielleicht eignen wir uns gerade deswegen. Es geht hier nicht nur darum den Verbleib der Götter zu klären, sondern auch, den eigenen Weg zu bedenken. Und einige Skeptiker sind auch nicht verkehrt. Die gehen logischer zu Werke.“ wirft die ehemalige Seraphin mit dem kurzem, roten Haar ein. Helma fand immer die richtigen Worte. „Hmm.“ Sarina nickt sachte und überlegt vermutlich laut: „Aber sie brauchten Kämpfer… und das seit ihr doch! Also, naja – zumindest die der Odyssee.“ Ein leises Minna-Brummen bekam sie zur Antwort: „Kämpfer. So oder so ähnlich.“ Die erfahrenste Kriegerin und Kämpferin der Runde meldete sich zu Wort – eine der vielen Rothaarigen.
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  • Das Ziel vor Augen

    „Irgendwann ist dein Leben vorbei und dann bereust du, all die Dinge nicht gemacht zu haben!“
    Diese Worte gehen mir nicht mehr aus dem Kopf. Genau genommen, seit der kleinen Reise, die ein wenig aus dem Ruder gelaufen ist. Worte, die ich so oft gehört habe. Die letzte Woche habe ich viel über die Bedeutung nachgedacht. Was wäre gewesen, wenn ich schon viel früher nach diesem Rat gelebt hätte?
    „Hör auf zu träumen und leb' endlich Sienna!“
    Ich versuch es ja! Ich schüttel den Kopf, um meine Gedanken zu ordnen. Es bringt nichts, sich zu fragen, was gewesen wäre. Die Vergangenheit kann man nicht ändern, dass weiß ich nur allzu gut. Und doch driften meine Gedanken immer wieder zu vergangenen Tagen. Was wäre gewesen, hätte der Dolch besser getroffen? Mein Leben wäre vorbei gewesen und ich hätte nichts auf die Reihe bekommen.
    „Reiß dich zusammen!“
    Diesmal sage ich es zu mir selber, als die Kälte in mich kriecht. Ich hole tief Luft, ignoriere den stechenden Schmerz, der… [Weiterlesen]
  • Der ruhige See hat den blonden Mann umschlossen. Schlick und abgestorbenes Naturzeug am Grund des Sees wollen seine Füße verschlingen, aber die Stille und die kühle Erfrischung entschuldigen das alles. Die Oberfläche des Wasser liegt reglos und scheinbar undurchsichtig vor ihm, denn der strahlend blaue Phönixhimmel und die Bäume am Ufer reflektieren sich darauf. Erst als sich ihm eine Gestalt langsam durch das Wasser nähert, fokussiert sein Blick das, was unter dem Spiegel liegt. Der schlanke Körper gleitet so harmonisch durch den See, als sei er dort unten zu hause und seine helle Haut schimmert unter dem Seewasser grünlich. Der bleiche Wassermann lächelt leicht, als er leise vor ihm auftaucht. Schwer vom Wasser klebt sein langes schwarzes Haar platt an seinem Kopf. Hier im Nassen kann keine Frisur verbergen, dass seine Haare eigentlich sehr dünn sind.
    “Ich habe die Moorhexe gefunden.” lacht der Blonde ihn an. “Tauch mal bis zur Nase ab und dann wieder auf! Das sieht bestimmt[Weiterlesen]