Artikel 2.308

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  • Prolog:
    Diarmai hatte die anspruchsvolle, ehrenwerte und gar heldenhafte Aufgabe, Wollgarta Mährena Scherina von der Weide, welche sich später als Wollburga entpuppte, sicher zur nächsten Siedlung zu führen. Eine Aufgabe, die unsere Heldin -natürlich- mit Bravour meisterte und die in einem übersprudelnd glücklichen und mit vielen 'Mäh's begleiteten Wiedersehen zwischen Wolli und ihren Wollieltern endete.

    Na, wenn das mal kein Lied wert ist!


    Ein Lied für und über Wolli, das Schaf
    - full version -

    ((Melodie: Danke für diesen guten Morgen))


    Wolli
    Du bist ein tolles Schafi
    Wolli
    Ein jeder hat dich gern
    Wolli
    Du gibst uns Milch und Spaßi und du lässt dich scher'n!


    Wolli
    Du frisst gern Gras und Kekse
    Wolli
    Und auch mein Mäntelein
    Wolli
    Wie kann ein kleines Schaf nur so verfressen sein?


    Wolli
    Du hattest Angst vorm Feuer
    Wolli
    Still stehen bliebst'e nich
    Wolli
    Dein Heim, das ist weit weg doch dafür hast' nu mich!


    Wolli
    Ich bringe dich nach Hause
    Wolli
    Zur der Familie dein
    Wolli
    Da
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  • Liebe Liese!

    Heute sind einige Leute zu uns gekommen um nach dem Rechten zu sehen, und sie sagten ich kann einen Brief mitgeben nach Hause, daher schreibe ich dir schon wieder!

    Hast du meinen ersten Brief erhalten?
    Auf dem Sommerfest habe ich Marena und Sheryna gesprochen, und beide erzählten von der Reise in die Zentaurenlande, in denen es gerade wegen dem schlimmen Wetter besonders schlecht aussieht. Ganz kurzfristig habe ich mich entschieden mitzureisen, und da die Kutsche noch am selben Abend ging musste ich schnell packen. Ich habe dir natürlich einen Brief geschrieben, aber so spät Nachts und auf die Schnelle habe ich keinen Boten gefunden und habe ihn daher einem Mann in der Lampe gegeben, der sagte, er würde den Brief gegen ein paar Münzen für mich abgeben bei dir.

    Gestern am frühen Abend kam ein Sturm auf hier im Hinterland und viele Blitze sind eingeschlagen – Manche leider in Bäume, die dann begannen zu brennen. Aber wir waren ja viele Hilfskräfte, und alle zusammen[Weiterlesen]
  • In the eye of a hurricane
    There is quiet
    For just a moment
    A yellow sky

    Es ist ruhig draußen, als sie aus dem Fenster schaut. Dunkel ist es auch. Nur das Zimmer wird von einigen Kerzen erhellt, die in Schalen auf den Kommoden und dem Beistelltisch stehen. Dazu das Flackern eines Kaminfeuers an der Wand hinter ihr.
    Wie lange sitzt sie da jetzt schon? Vermutlich zu lange, aber die Papierstapel auf dem Schreibtisch verlangen nach Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit, das war es auch, was Vince wollte, bis er schließlich aufgegeben hat und sich ins Bett gelegt hat. „Nur noch die paar Rechnungen“, hatte sie zu ihm gesagt. Und aus den paar Rechnungen wurden noch ein paar mehr, dazu das Beantworten von zusätzlicher Post und eine Übersicht über das Sortiment.
    Nun liegt er da friedlich zwischen den Fellen und Decken auf dem Bauch, die Arme und Beine neben ihm bequem angewinkelt. Er ist schon länger eingeschlafen, sie kann sehen, wie er ruhig atmet und seine Haare ihm ins Gesicht gefallen sind. Sie… [Weiterlesen]
  • Aiven war gerade sieben Jahre alt als das jüngste und damit auch letzte Familienmitglied zur Welt kam. Sie hatte es sehr eilig das Licht der Welt zu erblicken, ihre schützende Hülle im Leib der Mutter zu verlassen und das Abenteuer des Lebens zu beginnen. Vier Wochen vor ihrer errechneten Zeit zwang sie ihre Mutter, mitten bei einem Picknick mit der Familie auf den weiten Feldern Gendarrans, in die Knie und forderte ihre sofortige Geburt. Es war keine Zeit mehr um zum Landsitz zurück zu kehren, viel zu gefährlich in diesem Zustand. Die anderen Söhne, zwei und fünf zu jenem Zeitpunkt, tollten in den Wiesen während der Vater und Aiven der kleinen Seline nun zwangsläufig auf die Welt helfen mussten. Aiven konnte sich noch gut daran erinnern wie er seine kleine Schwester, in den ersten Sekunden ihres Lebens, in den Armen barg während der Vater seine Frau aufhob um sie in Richtung Anwesen zu tragen. Eingewickelt in ein Tuch und seine dünne Jacke um sie vor dem zugigen Wind zu… [Weiterlesen]
  • Krisensitzung

    Sechs Uhr morgens, nordöstliches Königintal in der Nähe von Beetletun.
    Normalerweise eine angenehme Uhrzeit für eine Besprechung. Nicht in einem Hitzesommer mit diesen Ausmaßen. Wortlos wischte sie sich die verschwitzten Haarsträhnen aus dem Gesicht und trat mit mehr Haltung, als sie sich zugetraut hätte in den Raum.

    Sheryna war da, Leandra, Berenice. Den fremden alten Mann am Tisch erkannte sie auf den ersten Blick nicht. Ob Sibian so schnell um gut dreißig Jahre gealtert war?
    Mittlerweile traute sie es ihm fast zu.

    Erst auf den zweiten Blick fanden ihre Augen Sibian, der mit gewohnt neutralem Gesichtsausdruck an der Wand stand.
    Einige Sekunden vergingen, wie sie sich einen Platz in der Runde suchte. Drei weitere Personen betraten den Raum. Keiner davon war ihr bekannt. Oder sie hatte Schwierigkeiten unter Schweiß, Erde und nassen Haarsträhnen die Gesichtszüge von Bekannten auszumachen.
    Wäre ja typisch Adel! Fast hätte sie gelacht.

    „Ehre.“ Kam es knapp von ihr.… [Weiterlesen]
  • „Zwei Wochen Sonnenschein und das Ministerium hat nichts besseres zu tun, als gefühlt alle Magier des Landes zu mobilisieren, um den Bauern ein bisschen Regen zu bringen. Magischen Regen...Und wo kommt der her? Das sagt einem keiner! Es ist doch unfassbar...Da gibt es in dieser von den Göttern verlassenen Stadt so viele Baustellen, an denen sich ein Teil der Bevölkerung seit Jahren die Finger wund schuftet...und wenn es mal ein bisschen zu warm wird für den Geschmack der feinen Herrschaften mit ihren gepuderten Nasen, dann wird gleich Jennahs zweite Armee mobilisiert, um Otto Normalbürger einmal mehr seine nichtssagende Existenz vor Augen zu führen....Da! Seht uns an! Wir haben uns über die Götter gestellt und spielen Wettermacher! Ein bisschen Hokuspokus hier, ein wenig Hex Hex dort und schon fließt das Wasser wie Blut aus der beschissenen Nase des fetten Luden, der gerade sein neustes Mädchen einreitet! BAH!“

    Sie zückte ein weißes Spitzentaschentuch und tupfte sich damit das… [Weiterlesen]
  • Der Mond stand am wolkenlosen Himmelszelt und die Sterne funkelten um die Wette. Eine kühle Brise aus Sommerluft strich über meine Haut und die Ruhe der Stadt konnte auf einige gar unheimlich wirken. Die Straßen waren wie ausgestorben, nicht einmal die Laute von Tieren durchbrachen diese Stille. Langsam schloss ich das Fenster, aus dem ich beobachtet hatte, was vor meinem Haus geschah. Ein leises Knarzen war zu hören, was sich in der Nacht 100 mal stärker anhörte als es eigentlich sollte. Ich ging zu meinem Bett und holte die Waffe darunter hervor nur um gleich an die Türe meines Zimmers zu gehen und sie einen Spalt zu öffnen. Ich schätzte, dass meine Eltern schon schliefen und streckte mein Näschen aus dem Türspalt und sah in einen langen endlosen Dunklen Gang . Mein Gefühl hatte sich nicht getäuscht: alles war ruhig und der Weg somit auch frei. Meine Puppe Schnuffeline klemmte ich unter meinen Arm. Sie gab mir den nötigen Schutz, den ich brauchte, um das zu
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    Man hörte die Regentropfen auf den die Straßen von Götterfels trommeln wie eine seichte Melodie, gemischt mit dem Knattern und Knarren von Kutschen Reifen und das Klackern von Pferdehufen, ergab dies ein Lied dem die meisten Bewohner der Stadt in ihren Häusern zu entkommen versuchten. Hier und da sah man vereinzelte Personen in Regenmänteln und unter Regenschirmen.
    Die Nacht war unheimlich, eine junge Frau im Kleid und in einem roten Regencape war das auffälligste in der Dunkelheit. Schniefen und schluchzen hörte man sie im verbogenen ihrer Kapuze . Sie weinte bitterlich und der Himmel mit ihr. Schwermütig und langsam war ihr Gang, ihr Haupt gesenkt. Man sah ihr an das sie nicht ganz wusste wohin sie will, bis es sie letztendlich an das Haus der befreundeten Bauunternehmer- Zwillinge trieb.

    Verheult wie sie war, kam sie dort an dem dunklen Gebäude an, in dem anscheinend niemand mehr wach war. Trotzdem klopfte sie an der Türe und hoffte inständig das
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  • Es ist nur eine kleine Brise die auf der Haut kitzelt, kaum mehr als der Flügelschlag eines Schmetterlings. In ihm lauert die Witterung salziger Küstenwinde und Gewürze die dazu locken, sich auf die Sinneseindrücke einzulassen, ihnen zu folgen und sie anzunehmen.
    Und man tut es, denn sie versprechen das Gefühl von Heimat, Vertrautheit.
    Daran zweifeln? Nicht ein Stück; noch nie war diese Sicherheit so greifbar, wie in diesem Moment.

    Die zarte Brise schwillt zum kühlenden Windchen an, in dem das leise Wispern von Gebirgen am Ohr kitzelt, kurz bevor die Augen träge geöffnet werden. Ruinen offenbaren sich dem Blick, zum vergessen im Gebirge zurück gelassen.
    Zwischen den Gemäuern an der Spitze des Ortes regt sich diffuser Nebel und fällt in dünnen Schlieren die Felswand hinab, Tropfen für Tropfen, um den Fluss am Fuße zu nähren. Die Sonne steht hoch am Himmel und ist doch zu fern zum blenden, so dass die feinsten Details der Idylle langsam klarer zu erkennen sind.[Weiterlesen]