Artikel 2.305

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  • Neu

    „Schatz, heute geht es das erste mal zu dem Vorbereitungskurs!“ trällert die Schwangere freudig durchs Haus während Gervais sich gerade in seine Lackschuhe quält. Noch freut der Villiers sich, ja ja! Doch das verfliegt schnell als die schwangeren Damen und deren Männer alle im Kreis sitzen und die ‚Lehrerin‘ anfängt zu hecheln und zu atmen. Gervais versteckt sich hinter seiner Frau und muss sich ziemlich zusammen reißen nicht laut los zu lachen. Sein Kopf läuft rot an und ihm kommen beinahe die Tränen. Er will eigentlich gar nicht lachen, eigentlich sollte er wirklich zuhören aber bei der Leitung sieht das so lustig aus, wie ihr Kopf selbst dabei so rot wird wie eine Tomate! Auch Orianna muss sich das Lachen verkneifen als sie das Gehechel hört.
    „Mister und Misses Villiers, gibt es ein Problem?“ fragt die Leiterin mit erhoben Brauen, über den Brillen Rand blickend. Wie zwei Schulkinder, die gerade das erste mal am Aufklärungsunterricht mit machen, benimmt sich das Villiers Paar!… [Weiterlesen]
  • Neu

    Es ist das Bernsteinfarbende Getränk, was seine Augen im Bann hält. Er schwenkt es hin und wieder in diesem Becher, damit es lebendiger aussieht. Das es aussieht wie Bernsteinfarbende Augen. Für einen Moment erwischt er sich sogar dabei wie er aufschmunzelt. Für einen Moment hat er darin die Augen gesehen, in die er den ganzen Abend gestarrt hatte. Ihm war noch immer kalt, aber das würde er Ihn nicht wissen lassen wollen. Deshalb stürzt er sich nochmal das scharfe Getränk hinunter, welches ihn von innen wieder aufheizen sollte, bevor er schlafen gehen wollen würde. Als das Getränk seinen Geschmack entfaltet, schüttelt es ihn. Er hasste eigentlich Rum. Der Abend hatte eine unerwartete Wendung ergeben und hat für diese Zeit alle seine Gedanken die ihm Schmerzen bereiteten, vertrieben. Es beschäftigte eine Frage die ganze Zeit den Mann.

    "Wonach sehnt sich ein Schakal?" [Weiterlesen]
  • Zorn und Enttäuschung haben ihn heute hier hergebracht. Unfähig klare Gedanken zu fassen, hat es ihn in diese schäbige Kaschemme verschlagen. Ruhelos und der Kälte entfliehend. Reichlich Rum hat er einschenken lassen und sich damit in eine finstere Ecke verzogen, nippt immer wieder am Glas und behält den Eingang im Blick. Im Grunde wartet er nicht, vielmehr lässt ihn die schwindende Hoffnung, dass jemand kommt und ihn hiervon erlöst, dort hinstarren. Noch ein Schluck brennt sich angenehm die Kehle hinab und will ihm dennoch nicht schmecken. Warum hat er Rum bestellt? Er mag eigentlich keinen Rum. Erkenntnis will den Nebel der Wut nicht durchdringen und doch ahnt er - es hat eine Bedeutung. "Warum sollte er kommen?", impft ihm sein Unterbewusstsein giftige Worte ein und lässt ihn das Glas so hart auf den Tisch schlagen, dass der Alkohol überschwappt. Ja, warum sollte er kommen? Sogleich schenkt ihm der Wirt einen mahnenden Blick. Man bekommt ihn nicht mit, ist vergeblich damit… [Weiterlesen]
  • Die Luft ist heiß und trocken, davon dass sie hier eigentlich nur wenige Minuten von der Küste entfernt sind, merkt man kaum noch etwas. Selbst die Pflanzen haben wenig Motivation hier noch zu wachsen. Clive’s Augen kleben an einem Kaktus in der Ferne. Er ist pink mit grünen Stacheln und einer ziemlich hässlichen Visage. Je länger er dieses Ding ansieht, desto mehr wandeln sich seine eigenen Züge zu einer schrägen Grimasse. Dieses Ding...ist ansteckend. Er mag sie in Form von hochprozentigem scharfen Fusel wesentlich lieber, so viel ist sicher.

    Er würde gerne einmal eins dieser Dinger mit einem Stock pieken. Vielleicht...sollte er einfach einen von den trockenen Ästen vom Boden klauben, bevor sie noch anfangen sich in der glühenden Wüstenhitze selbst zu entzünden. Er könnte mal vorsichtig rüber schlendern und es ein wenig anstupsen. Aber dann verbeißt es sich im Stock und entreißt ihm seine Waffe. Dann stürzt es sich auf ihn und er muss schießen und dann...dann ist sein… [Weiterlesen]
  • Anzumerken ist, dass die Menschen entweder geködert oder vernichtet werden müssen. Für geringfügige Beleidigungen rächen sie sich; bei schwerwiegenden sind sie dazu nicht in der Lage. Jede Verletzung muss also so zugefügt werden, dass die Angst vor Rache gleichzeitig eliminiert ist.
    –– Machiavelli ––






    1324 n.E.


    Carcair sah sich um. Diese Position war nicht direkt schlecht – er konnte die Straße überblicken, über die sich die anderen bewegten. Felsen, Bäume, regennasse Blätter, ein paar einzelne Rufe exotischer Vögel. Leider verdeckten die Bäume und Felsen auch stellenweise den Blick auf den Pfad.

    Er zog eine Schnute, während er sich positionierte. Seine Befehle hinderten ihn daran, sich einen besseren Ort zu suchen. Zu viel Anleitung hatte ihm schon bei den Hainhütern geschadet. Vielleicht brauchten die anderen Dummköpfe jemanden, der ihnen alles mit kleinen Löffeln fütterte – Carcairs Effektivität behinderte es nur.

    Aber damit musste er sich arrangieren. Zumindest heute.… [Weiterlesen]



  • Die Ballade von Rosmarin und Thymian - Kapitel 3: Der Traum besteht, Ewiglich



    Sylvari werden nicht geboren. Sie erwachen aus einen Traum, der ihr Sein bestimmt und verfolgt.
    So wie auch der Traum von Rosmarin und Thymian. Sie träumte von einem ewigen Band voller Gefühl und Geborgenheit, er jedoch von einen fernen Wald, Ranken und Dornen und setzte alles daran, viel über diesen Ort zu erfahren und auch dorthin zu reisen. So stark die Zuneigung beider Sylvari zueinander war, das Schicksal trennte sie, doch nur physisch. Emotional waren sie immer noch eins. Jeder von ihnen dachte an den anderen. Gebunden an ein Versprechen, immer für den anderen da zu sein, ihn zu beschützen und stets darauf zu achten, das Band zu bewahren. Rosmarin entwickelte sich zu einer loyalen und disziplinierten Hainhüterin, schlug sogar die Laufbahn eines Hainhüter-Schilds ein, um jene zu schützen, die ihr lieb waren. Thymian sammelte auf seiner Reise Geschichten und Lieder, lernte fremde Kulturen… [Weiterlesen]
  • Weil du

    Weil du
    es sehen willst,
    male ich
    dieses Bild.
    in deinen Kopf.

    Weil du
    es hören willst,
    beflügeln
    meine Worte
    dein Gehör.

    Weil du
    es fühlen willst,
    tanzen
    meine Hände
    über deinen Leib.

    Weil du
    es schmecken willst,
    bette
    ich meine Lippen
    auf Deine.

    Weil du
    mich so haben willst,
    gebe
    ich dir all dies.

    Weil du
    niemals wissen wirst,
    was du da eigentlich
    besitzt.
    Mich.
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  • Der Gegenwind treibt Schnee wie tausend eisige Nadeln in sein bleiches Gesicht. Die weiße Welt liegt still und verstorben da, nur in den Ohren zweier Jäger dröhnt das Blut, kocht der heiße Schmerz. Ein weißer Hengst und sein fahler Reiter donnern den Hang hinab, kämpfen sich durch die lähmende Decke die das Feld begräbt und durch den blassen Vorhang aus tobenden Flocken. Nur eine schmale Fährte, die Spuren langer dünner Beine im Schnee weisen ihnen den Weg. Die Kälte des Koloss ist grausam dieses Jahr und doch steht ihnen der Schweiß in den Pelzen und gefriert, wo er den kalten Wind berührt, zu glasigen Perlen. Der Hunger seines Reiters und seine eisernen Sporen treiben den Schimmel im Galopp über die Grenze seiner Erschöpfung hinaus, bis an den Rande des Wahnsinns. Unter dem Sattel des Mannes bebt das Fleisch, er spürt die Pein in seinen klammen Fingern, die sich bei diesem wilden Ritt mit Mühe festhalten müssen und er fühlt auch die Hitze, das schnelle Herz, den… [Weiterlesen]