Artikel 2.095

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    "HierTiteleinfügendenichnochnichthabeweilichdashiergeradegeschriebenhabeweilmirlangweiligwar"





    Mit einem lautem Knall stieß eine Windböe dieses nicht enden wollenden Gewitters die Bürotür hinter mir zu -das morsche Holz und die mitgenommenen Angeln ächzten nicht gerade vertrauenserweckend-, kaum hatte ich mich nach draußen begeben.
    Die nächtliche Herbskälte schlug mir unbarmherzig entgegen, ein kurzer Griff an den Kragenmantel und das Leder sollte wenigstens den Wind von meinem Nacken fernhalten.
    Wieder einmal hatte mich der Fall tief bis in die Nacht hinein beschäftigt und so durfte ich meinen Heimweg durch die Dunkelheit antreten...nicht das mir diese unangenehm wäre, ganz im Gegenteil.

    Sobald die Dunkelheit Löwenstein verschluckt, reißt sie den ganzen Dreck dieser Stadt mit sich.
    Raub. Gewalt. Mord. Sünde. Verlorene Liebe.
    Gestern habe ich von einem Kollegen gehört das eine Gruppe Piraten einen kleinen Pimpf aufknüpfte und an ihrem Schiff zur Schau stellt weil er bei ihnen… [Weiterlesen]
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    Sie schob sich durch das Unterholz, während sie ihr Ziel nicht aus den Augen verlor. Majestätisch stolzierte das schwarzgefiederte Tier durch den Wald. Bei jedem großen Schritt wippte der Kopf am langen Hals ein wenig. Die Federn glänzten. Sie wurden geschüttelt damit die wenigen Schneeflocken, die durch die Baumkronen drangen, zu Boden fielen.
    Langsam und zielsicher setzte sie einen Fuß vor den Anderen, bewegte sich grazil zwischen den Bäumen und Sträuchern hindurch. Sie berührten ihren Körper nicht einmal ansatzweise, was ihr dabei aber nicht seltsam vorkam. Kurz nur wanderte ihr Blick an ihr selbst hinab, um den Fuß neben einem Ast in den Schnee zu setzen und nicht darauf. Sie stockte.
    Wann hatte sie ihre Stiefel ausgezogen?
    Blinzelnd hob sie den Blick wieder an, um das Ziel ihrer Jagd nicht doch noch aus den Augen zu verlieren. Dabei griffelte sie nach der Rabenfigurine, die sie schon so lange auf der Jagd begleitete. Abermals ein Stocken.
    Wann hatte sie vergessen ihren Gürtel[Weiterlesen]
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    Die Herrschaft der Winde


    Curo blickte sich um. Er sah dutzende verschiedene Arten von Pflanzen, nur nicht das Fahlkraut, nach dem er suchte. Er war schon fast zwei Tage lang außerhalb der Mauer auf der Suche nach dem wertvollen Reagenz für Meister Kar. Dies war seine letzte Prüfung bevor er ein vollwertiger Heilkundiger wäre.
    Eigentlich war es jungen Tengu verboten vor Vollendung ihres 20. Lebenszyklus das Herrschaftsgebiet der Winde zu verlassen und das wussten sowohl er, als auch sein Meister, doch genau das war Teil seiner Prüfung.
    "Du wirst schon einen Weg finden", hatte Kar ihm lachend geantwortet, als er ihn auf das Verbot hingewiesen hatte. Und natürlich fand Curo einen Weg, er war schließlich nicht umsonst Meister Kars bester Schüler. Die Tore waren gut bewacht, doch ein paar Runden Feuerwasser später waren die meisten Wachen bereit, gegen eine kleine Spende, ein oder zwei Augen zu zu drücken. Curo hatte dem Tengu mit der auffälligen Narbe unter dem linken Auge genug… [Weiterlesen]
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    „Mein liebstes Kind,

    ich hoffe Lord Calberyan sorgt gut um dich und deine Geschäfte. Ich hoffe er lässt dir Luft zum atmen und wenn nicht, bin ich mir sicher, dass du ihm längst die Grenzen aufgezeigt hast.

    Die Luft außerhalb von Kryta ist herrlich. Wir sind in den Zittergipfel und ich schreibe dir aus dem Gehöft des Solberg-Clans. Falls du jemals hier sein solltest... iss nicht dein Eintopf.. tu es einfach nicht. Ich vermisse den Süßschnabel-Kaffee und die Abende mit dir, aber ich bin mir sicher, dass du alle Schwierigkeiten meistern wirst.

    Hatten Aedan und du bereits Zeit wieder anzubandeln? Ich hoffe ich habe nicht Dhuum persönlich heraufbeschworen mit der Verteilung meines alten Besitzes. Ich dachte nur, es wäre das Beste, wenn die fähigsten Menschen die ich kenne, das Kommando über diese Besitztümer erhalten würden.

    Wie dem auch sei, Marlene. Ich schreibe dir ja nicht um dich mit Sorgen zu beladen. Ich bin mir sicher, dass du mit deinem Charme, Witz und Eleganz deine neuen
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    "Wo ist mein Geld Jimmy?", fragte Ayleen in einem ton, der nicht danach klang als wäre sie zu großen Späßen aufgelegt. Dies betonte sie nur noch mehr mit dem Blick dem sie ihrem benannten Gesprächspartner entgegen warf. Jimmy war sichtlich bemüht eine Antwort darauf zu finden, schien jedoch davon abgelenkt, dass seine Hand- und Fußgelenke an dem Stuhl gefesselt waren auf dem er, allen Anschein nach unfreiwillig, Platz genommen hatte. "Ich...ich...also...was? hast d-du es etwa nicht erhalten? das ist wirklich merkwürdig weil ich habe es doch mit einem Boten zu dir schicken lassen! D-der muss es eingesteckt haben! Ganz sicher! Diese verdammten Wichser heutzutage, w-was? denen kann man echt nicht mehr trauen!" Der Junge Händler versuchte eine vertrauenswürdige Mine aufzusetzen als er mit ihr sprach und verwendete dafür ein so angestrengtes und nervöses Lächeln dass es gänzlich unmöglich war dies als vertrauenswürdig zu identifizieren.

    Ayleen hatte inzwischen auf einem Stuhl ihm
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    Ergreif meine Hand. Du kannst es nicht.

    Dein Blick. Er war schon früher unmöglich.

    Erinnerst du dich an vergangene Abende? Es geht nicht mehr.

    Ich kann seit dem Anfang keine Ruhe finden.

    Obwohl ich am Ende die Ruhe selbst bin.

    Ich möchte, dass dies ein Traum bleibt.

    Aber ich glaube nicht, dass ich einschlafen kann.

    Ich denke an dich.


    Sacht lehnte sie sich mit ihren Gedanken zurück. Ein schiefer Ton erklang. Sie nickte, verstand das Musikinstrument in ihrem Rücken.
    Sie war ebenso verstimmt, genauso wie das Klavier.
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    Seine rechte Gesichtshälfte war taub, als er aufwachte. Taub vor Kälte.
    Der kindliche Körper ließ sich nur sehr langsam bewegen. Die steifen Muskeln reagierten träge und verspätet, als Misha die Hände unter sich durch den Schnee zog um sich aufzustützen. Es war kalt. Der grelle Schnee unter ihm, der durch das fleckige Sonnenlicht, welches seinen Weg durch die Baumwipfel fand, angestrahlt wurde, tat ihm in den Augen weh, sodass er sie nochmal zukniff und sich dabei langsam auf den Unterschenkeln sitzend aufrichtete.
    Seine linke Schläfe pochte. Und die dunklen Flecken im Schnee verrieten ihn, dass er verwundet sein musste. Doch er spürte außer dem Trommeln in der linken Schläfe keinen Schmerz. Nicht mal Angst oder Panik verspürte das Nornkind, wie es mitten in einem verschneiten, einsamen Wald irgendwo in den Zittergipfeln saß.
    Misha stand auf und seine klaren blauen Augen erfassten die Umgebung. Seine verschrammten Arme griffen zu seinen Schultern und zogen den alt wirkenden Umhang
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  • Die Feder kratzte über das Pergament mäßiger Güte und unterschrieb von schlanken Fingern geführt den Brief mit dunkler Tinte und dem Herzblut einer jungen Frau, die Worte liebt. Es ist schön zu sprechen, schön zu erzählen und schön sich über Silben zu freuen, wenn sie die Gelegenheit dazu geben. Es ist schön gemeinsam zu lachen und zu träumen, zu albern und zu flüstern. Auch so manches heiseres Raunen war ihr nun nicht mehr fremd von einer Männerstimme her rührend, die dabei ihren Namen sagte. Eine lange Zeit war dort nur eine, der sie alles anvertraute, seit sie zur Anwärterin geweiht worden war. Dann kam eine andere, als die Schreiberin dieser Zeilen sich anschickte eine erwachsene Frau zu werden und log, ließ sie alleine. Dann, auf ein mal waren da so viele, als die erste und wichtigste Freundin bis dahin gehen musste und Götterfels die Mandelaugen mit Neuigkeiten zuhauf empfing. Die wahre Freundin, zweite Mutter und ihr Vorbild ging für immer. Die wahre neue
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  • Mitternachtswalzer

    Celia Caldwell schwitzte. Entgegen landläufiger Meinungen ging es in Ballsälen weniger romantisch zauberhaft zu, als vielmehr laut und stickig. Der ausgelassenen Freude auf der Tanzfläche tat das keinen Abbruch, doch hier am Rand der Mauerblümchen, zu denen auch Celia sich zählen lassen musste, wollte sie nicht recht ankommen. Die Tanzkarte, die an ihrem Handgelenk baumelte, war leer, dabei hatte ihre Mutter ihr glaubhaft versichert, dass sie heute besonders adrett gekleidet war. Celia glaubte ihr. Heather hatte ein Händchen für Mode, aber an einem Körper wie dem ihren, der überall mit einem gewissen 'Zuviel' aufwartete, wirkte auch die kostbarste Seide unvorteilhaft und plump. Cressida Stones hatte noch ganz andere, viel hässlichere Umschreibungen dafür gefunden und Celia hätte schwören können, dass sie gerade ganz besonders oft an ihrer Nase vorbei tanzte.
    Celia reichte es. Am Rande der Tanzfläche zu versauern frustrierte sie so sehr, dass sie Hunger bekam.
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