Artikel 2.125

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  • Neu

    Ich wasche und wasche
    Gar Masche um Masche:
    Das alte Stück Tuch.
    Welker Rost, frisches Rot
    Es ist eine Not! -
    Ja, fast wie ein Fluch!

    Einst war's strahlend, so rein!
    Doch so kann's nimmer sein:
    Das alte Stück Tuch.
    Welker Rost war mal Blut
    Und das Rot ist akut! -
    Es ist mir ein Fluch!

    Ganz besudelt und speckig!
    Einst weiß, nun rot-dreckig:
    Das alte Stück Tuch.
    Ich wasch gar mit Lauge,
    Das geht fast noch in's Auge! -
    Das ist doch ein Fluch!

    Ich wasche und wasche
    Gar Masche um Masche:
    Das alte Stück Tuch.
    Doch es wird keine Wonne
    So werf ich's in die Tonne -
    Und fluch! [Weiterlesen]
  • Mein Spiel

    Ein lauer Sommerabend
    ich mich an Milch und Rum labend.
    Mein Spiel das wir
    beginnen hier.

    Spielfiguren auf einem Brett,
    geschoben werden sie nicht nett.
    Den Sieg so greifbar nah,
    mache ich mich nicht mehr rar.

    Den Trumpf in meiner Hand,
    erobere ich euer heilig Land.
    Ich will euch beide haben,
    mich nicht nur an Milch und Rum erlaben.

    Sie die Königin, du der König
    und ich nicht eintönig.
    Gehören sollt ihr mir,
    nicht heute und hier.

    An einem anderen Ort,
    ich entführe euch beide fort.
    In einem Traum
    ohne Zeit und Raum. [Weiterlesen]
  • Damals...




    Mary erschauderte.

    Sie wusste, das der Priester sie liebte, doch es wahrlich zu spüren war überwältigend für die Sylvari. Für einen Moment stockte dem zarten Wesen der Atem, und für einen Moment war vergessen was der eigentliche Zweck ihrer Verbindung war. Wie ein Rausch pulsierte die Emphatie durch ihren Körper und sie spürte Fel so unsagbar nah. Mary merkte garnicht, wie Tränen aus den geschlossenen Augen rannten, über die leicht verdunkelten Wangen hinweg.

    Dem Menschen, dem ging es nicht anders. Er kannte das nicht. Zumindest nicht so. Natürlich hatte er eine gewisse Verbindung zu seinen Schützlingen, vor allem zu Caylen, der Sylvari ja nicht völlig unähnlich war, aber nichts übertraf diesen Sturm der zarten Gefühle der ihn umwob als das Blümchen sich mit ihm verband. Dabei kniete sie nur vor ihm im gemeinsamen Lager, draussen das heimelige leise Zirpen der Grillen. Es hatte Abgekühlt, weshalb beide in einer Decke eingewickelt waren. Er wusste, wie Mary
    [Weiterlesen]
  • Das Ritual

    Gedanken kreisten wie wild durch den Kopf während der Blick hypnotisiert den Schneeflocken folgte. Wie fallende Sterne, von einem weinenden Himmel, fielen sie hinab auf den kalten Boden. Um sich dort in Gruppen in dieser formvollendeten Schneedecke zu vereinen. Der grüne Blick war starr und dann sah man diese Bilder des erlebten. Das heruntergekommene Gehöft mit den verwitterten Balken, der abblätterten Farbe und der dunklen Nacht. Die Bäume welche nur Silhouetten ohne Blätter in dieser dunklen Jahreszeit waren. Krähen welche beobachtend in diesen Riesen saßen und auf sie und ihren Begleiter hinab schauten. Pferde mit klackenden Lauten der Hufe auf den Kopfsteinpflaster als sie ankamen. Dunkel und düster so wie die Gänge an welche sie sich erinnerte. Gänge welche diesen muffigen Geruch hatten und nicht mehr aus ihren Kopf verschwinden wollten. Doch als ob das nicht der schlimmste Gedanke war. So tauchte immer wieder das Bild des Dolches auf, an dem langsam das[Weiterlesen]
  • So fest zog er mir an den Haaren, dass meine Augen aus ihren Höhlen hervorquellten. Jedoch wurde ich davon erlöst, als ich mit einer unglaublichen Wucht die langen, kalten, steinernden Treppen zum Keller runtergeschubst wurde, und mein Kopf gefühlt auf jeder einzelnen Stufe so hart aufschlug, dass mein Schädel hätte zertrümmern müssen.
    Markerschütternd laut knallte die eiserne, schwere Tür zu, als ich unten aufkam, und sperrte somit das restliche, spärliche Licht aus. In dieser kompletten Dunkelheit, zerrte ich mich auf allen Vieren über den eiskalten, rauen Boden in eine Ecke, nur um dort mein Bewusstsein zu verlieren. Stunden, vielleicht einen Tag? Dort unten konnte ein Tag eine halbe Stunde sein, und eine halbe Stunde ein Tag. Als ich meine Augen wieder öffnete, wieder zu mir zurückkehrte, und mein Körper unter schrecklichen Schmerzen stand, befand ich mich noch immer im Keller, der so eisig war, dass sich eine schon schmerzhafte Gänsehaut am ganzen Körper gebildet hatte.… [Weiterlesen]