Artikel 2.283

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  • Neu

    Übervorsichtig und langsamer als jeder Greis hangelt er sich die hohen schmalen Treppenstufen hinab. Er zwingt sich, nicht nach unten zu sehen und seinen starren Blick auf die Schritte vor seinen Füßen zu heften. Die Stufen sind unterschiedlich hoch, teils aus Stein geschlagen, teils nur aus dem Erdreich geformt und von morschen, abgetretenen Holzbrettern in Form gehalten. Die Grasbüschel auf den Stufen sind weiß überzogen, denn der morgendliche Tau ist zu dieser kalten Jahreszeit gefroren und die Sonne steht noch zu tief am Horizont um den Boden zu wärmen. Er befürchtet, dass auch das Holz von einer Eisschicht überzogen sein könnte. War es eine schlechte Idee, auch diesen Morgen hier her zu kommen? An manchen Tagen meidet er die endlose, schmale Treppe und nimmt den großen Umweg über den Hafen. Auch der Weg in die Mitte der Siedlung ist grausam, denn manche Gassen bestehen nur aus Holzstegen die über den anderen Häusern schweben, aber von der Hauptstraße aus führt ein… [Weiterlesen]
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    Der Schnee knirscht geräuschvoll unter ihren Füßen. Unwillkürlich kamen dem Norn Erinnerungen an früher. Die erste Jagd mit seinem Vater. Havar wusste noch wie verzweifelt er war, dass jedes Tier ihn immer hören konnte. Es frustrierte ihn sich nicht anschleichen zu können auf einem Untergrund der immer etwas zu erzählen hatte. In Gedanken sah er das Gesicht seines Vaters vor sich. Warm die Farbe der Augen und doch lag so viel Strenge im Blick des einztigen Rudelführers. Es hatte lange gebraucht bis Havar verstand das - -sich anschleichen im Schnee- gleichbedeutend war mit - die Geräusche für sich zu nutzen-. Werde eins mit den Geräuschen der Natur und du bist unsichtbar für jedes Ohr. Neben dieser Lektion hatte Tindur seinem Zweitgeborenen noch weiteres Wissen in all den Jahren mitgegeben. Nach so vielen Wintern ohne den Legendenschreiner war jetzt die Zeit gekommen in der Havar begriff seinem Vater ähnlicher zu sein, als er das je werden wollte. Besonders seinem… [Weiterlesen]



  • Die Ballade von Rosmarin und Thymian - Kapitel 2: Pfade



    Seit Thymian den Hain verließ, verging keine Nacht, in der Rosmarin zu den Sternen sah. Seine Worte hallen immer noch in ihrer Erinnerung:Vielleicht sind es ferne Länder. Weit, weit weg. Genau dort sitzen genau jetzt ebenso zwei und schauen zum Himmel.
    Die Nächte brachten Kälte, Trauer und Sehnsucht. Rosmarin fühlte die Schwere, pausenlos dachte sie an ihren geliebten Bruder. Doch sie musste stark sein, denn sie wusste, dass er ebenso an sie denkt.
    Thymian war schon weit gewandert, das fühlte sie.
    Die Ausbildung zur Hainhüterin war eine Herausforderung für Rosmarin. Kämpfen, Taktiken überdenken, Wissen anwenden und gleichzeitig magische Fähigkeiten trainieren. Es gab Rückschläge genau wie Fortschritte. Trotz ihrer zierlichen Gestalt zeigte sie ein hohes Maß an Geschick und Klugheit, beste Vorraussetzungen für die Hainhüter.
    Thymian erreichte nach vielen Wochen Götterfels, die Hauptstadt der Menschen. Groß, Mächtig und aus… [Weiterlesen]
  • „Bleib sofort stehen!“

    Ihre Stimme hallte zwischen den Bergen wider und er folgte dem Befehl der Norn. Seine Schritte verlangsamten sich, bis er zum Stehen kam und seinen Stab in den Neuschnee steckte. Er konnte ihre Schritte hören. Sie knackten. Wohl ging sie rasch. Als sie vor ihm stand, trafen sich ihre Blicke. Er sah den Schmerz in ihren Augen. Diesen wundervollen gütigen grünen Augen.
    „Wie kannst du uns nur verlassen, Bär?“ Ihr Mund stand nach der Frage leicht geöffnet und langsam hob sich ihre Hand, legte sich an seine Wange. Die Fingerkuppen trafen auf die Verbände, die sich noch halbseitig über sein Gesicht zogen. Dort wo vor wenigen Tagen noch ein gesundes rechtes Auge gewesen war. Er schwieg. Seine Hand legte sich auf die Ihre. Lange standen sie so beieinander. Lange dauerte es, bis er endlich das Schweigen brach und in leisem, tiefem Bass antwortete.
    „Du weißt, dass ich gehen muss. Und du weißt, wie schwer es mir fällt. Doch die große Bärin hat mir diesen Weg
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  • 2 - Ein unerwartetes Wiedersehen


    Nie hatte sie daran geglaubt, dass dieser Norn auch nur ansatzweise dem Drachen zum Opfer fallen würde. Er war stark, er war gefestigt. Doch was, wenn ihre Rudelschwester gesehen hatte, was sie selbst nicht sehen wollte? Was, wenn er zwar die Reihen der Eisbrut ausgedünnt und letztlich durch seinen Tod selbst ein Teil der Verdorbenen geworden war? Sie schluckte schwer. Schüttelte den Kopf. Es konnte nicht sein. Arya musste geträumt haben. Halluziniert. Niemals würde ihm so etwas passieren. Niemals würde der Drache ihn für sich gewinnen. Niemals…
    Und doch lag sie nun hier im Schnee und starrte hinunter zu den verdorbenen Norn.

    Ihr wurde schlecht bei dem Anblick.
    Einer der abseits stehenden Verdorbenen hatte ihre Aufmerksamkeit erregt. Sein Blick war offensichtlich auf einen toten Norn geheftet. Der Krieger lag sicher noch nicht lange dort, so war ihr Eindruck. Die Eisbrut, die sich um den gewaltigen Splitter verdorbenen Eises versammelte, schien auf… [Weiterlesen]
  • Vorwort:


    Ein bisschen was aus der Vergangenheit von Valkea (auch wenn ich irgendwie schon ein Weilchen nimmer zum Rpen komme, die Zeit die Zeit, ich versuchs aber demnächst mal wieder, ganz sicher). Schwirrte mal wieder schon länger im Kopf rum, aber auch hier die Zeit die Zeit. Ich wünsche auf jeden Fall zumindest ein klein wenig Spaß und Unterhaltung beim lesen dieses kurzen Textchens.



    Ein Ende, ein Anfang



    Mühsam kämpfte sie sich durch eisigen Wind und tanzenden Schnee den schmalen Pfad entlang des Berghanges hinauf der sie zu dem kleinen Zelt ihres Großvaters führen würde, welches sich den Unbilden den Natur trotzend auf einem Plateau befand. Schon von weitem konnte sie schwach den Schein eines Feuers durch das Schneegestöber sehen, der Besuchern den Weg wies. Sie hinterfragte nicht, wieso die Flammen bei diesem Wetter kraftvoll und hell brannten, ihre Mutmaßung hierzu war seit Kindertagen das es sich um ein magisches Feuer handeln musste. Sie seufzte leise als sie
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  • [Anmerkung: Diese Geschichte habe ich vor längerer Zeit begonnen und nun fortgesetzt. Es geht um zwei meiner Charaktere, deren Hintergrund ich unabhängig im RP ausspiele. Für etwaige Fehlinformationen, falsche Darstellungen oder Personen bitte ich um Nachsicht. Es ist eine Geschichte, die euch Spaß bringen und vielleicht auch einige Zeit begleiten soll]




    Die Ballade von Rosmarin und Thymian - Kapitel 1: Abschied


    Komm mit!“, rief sie ihm zu und ergriff verstohlen seine Hand um ihn gleich hinter sich herzuziehen. Er polterte nur hinter seiner Schwester her und war ganz überrumpelt um überhaupt etwas sagen zu können. Sie liefen verschlungene Wege, hohe Treppen und schließlich sprangen sie von Ranke zu Blatt. Beide staunten, nun endlich den Sternenhimmel zu sehen. Sie setzten sich schließlich am Hang und sahen hinauf. „Ist es nicht schön, Thymian? So ruhig, so traumhaft, so unwirklich, dass man alles vergessen könnte... .“ Er betrachtete das begeisterte Gesicht seiner Schwester,… [Weiterlesen]
  • Unbarmherzig riss der eisige Wind an den Körpern. Der Schnee peitschte nadelspitz gegen alles, was er traf. Es war ein ungemütlicher Tag. Ein Tag, an dem die Naturgeister es den Norn besonders schwer machten. Doch die Norn brauchten diese Geister nicht. Sie machten es sich selbst schwer genug.

    Langsam glitt der tote Leib von der Klinge und landete mit einem dumpfen Schlag im Schnee. Blut befleckte das aufgewühlte Weiß. Letzte Tropfen sammelten sich an der Klinge der Axt, ehe sie zu Boden fielen. Schon beinahe gefroren, so sehr klirrte die Kälte.

    Er spürte sein Herz rasen. Es pumpte das heiße Blut durch seine Adern und sein Blick wanderte suchend umher. Unter der blutbefleckten, teils verletzten Haut spannten sich starke Muskeln an. Er atmete schwer aus. Noch immer von Kampflust getrieben, das Adrenalin hatte den Höhepunkt erreicht.

    Ihre Blicke trafen sich, nachdem sie einen schier endlosen Augenblick über das Schlachtfeld gewandert waren. Gut ein Dutzend Tote lagen um die beiden
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  • "Es geht loooos!" krähte der kleine Schrecken und hopste auf und ab, so dass die dunklen, langen Locken fröhlich wippten. "Gleich, Röschen. Warte. Ich bin noch nicht ganz..." weiter kam sie nicht. "Schneller, Mama! Du und ich müssen los! Jetze!" Arla seufzte leise, musste dann aber lachen. Rosalie freute sich so sehr am heutigen Abend mit ihrer Mutter von Haustür zu Haustür zu ziehen. Jetzt wo der kleine Andre in ihrer aller Leben getreten ist, musste Röschen schon zurückstecken und umso wichtiger war es der Mutter selbst etwas Mama-Tochter-Zeit zu verbringen. Ein letzter schwarzer Strich noch und dann ein Blick in den Spiegel. "Röschen komm mal, schau wie toll wir aussehen." Und tatsächlich, als das Kind neben die Liese an den Spiegel stürmte, blickten eine große schwarze Katze und eine kleine weiße Katze den beiden entgegen. Das Mädchen tat einen erfreuten Quietscher und warf die Ärmchen in die Luft. "Toll! Mau!" und Arla nickte zu den Worten ihrer Tochter. "Und was musst du[Weiterlesen]