Artikel 2.411

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    Vom geopferten Volk

    Es ward einst ein Volk,
    weit vor unserer Zeit,
    Gesäumt von Erfolg,
    es prächtig gedeiht.

    Ihre Hämmer schwingen auf, und wieder hinab,
    Auf kräftig und andächt‘ge Weise.
    Sie schufen ein Land, in den Tiefen fernab.
    Die Zypresse knarzte leise:

    Es wuchs ein mächtiges Königreich.
    Durch Schmiedekunst so einflussreich.
    In verschneiten Gipfeln, lebten stolze Wesen.
    Doch in eigenen Reihen, ein Verräter gewesen.

    Dagnar Steinhaupt säte Verrat,
    hinzu kam Bedrohung von den Mursaat.
    Es wanderte Deldrimor auf unsich’rem Pfad.
    Und so wurde geschwächt, einst stärkster Staat.

    Ihre Hämmer schwingen auf, und wieder hinab,
    Auf kräftig und andächt’ge Weise.
    Sie schufen ein Land, in den Tiefen fernab.
    Der Wind winselte leise:

    Sie retteten Tyria vor Primordus Erwachen.
    Mit dem größten Opfer stellten sie sich dem Drachen,
    Die überlebenden, tapferen Deldrimor Zwerge,
    ewig einsam leben sie nun, tief unter dem Berge.

    Gefeiert wären die tollkühnen Helden.
    Tyrias Wächter wurden sie nun.
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  • Rückblick

    Ein Gewölbekeller.
    Zwielicht.
    Stabile Mauern, zu Quadern geschlagene Felsblöcke.
    Mannshohe Weinfässer, Flaschenregale, Kartoffelsäcke.
    Gusseiserne Fackelhalter, zuckende Flammen, Pechgeruch.
    Ein langer Gang. Tanzendes Schattenspiel an den Wänden.
    Charakteristischer Duft: Feucht, leicht modrig, klamm, kühl.
    Ein schreiendes Scharnier, verzogen durch Alter und Gebrauch.
    Knisterndes Stroh, genagelte Sohlen.
    Steinboden.
    Leises Wasserplätschern in weiter Ferne: Es verstummt.
    Eine huschende Ratte. Spinnenweben im Eck, verteilt über die Gewölbedecke. Dick, zäh, weiß.
    Stimmengewirr. Undurchsichtiges Murmeln. Verhaltenes Gelächter, erstickt durch dickes, feuchtes Holz: Eine Türe. Stahlbeschlagene Front. Sie öffnet sich.

    Eine Versammlung dahinter. Grimme, düstere Gesellen, Frauen und Männer.
    Hagere Gesichter, lang und fahl. Feist andere, faltig, glänzende Wangen, Pusteln, unreine Haut, fettiges Haar. Augenringe, lange Schatten, Narbengeflecht.
    Blitzender Stahl, altes Lederwams,… [Weiterlesen]
  • Etwas weniger als eine Woche ist vergangen seitdem Veldarin mit der Schattenflamme zusammen am Fort der Dreifaltigkeit angekommen war. Es gab wieder einige Aufträge, welchen sie sich angenommen hatten, allerdings war er erst beim Auftrag dabei, welcher auf dem Rückweg erledigt werden sollte, wirklich beteiligt. Während der Rest der Schattenflamme sowie das jüngste Mitglied seiner anderen Söldnertruppe, Solus Aurora, eine Asura-Kru also zum Vulkan Mahlstrom begleiten, blieb er am Fort zurück. Generell mochte er es nicht, mit Asura zu interagieren. Wenn es sein muss, arbeitet er durchaus mit Asura zusammen aber wenn er schon die wahl bekommt, zieht er es vor, dieses Volk zu meiden. Die Ausra der Schattenflamme kann er zum Glück ertragen. Eine der wenigen, welche nicht herablassend mit anderen Völkern interagiert... Zumindest nimmt er es momentan so wahr. Wirklich viel Zeit verbracht hat er mit ihr nun nicht, und auch wenn er die Möglichkeit bekommen „sollte“: Solange es… [Weiterlesen]
  • Ein Herrenzimmer.
    Dunkle Bodendielen, kurzflorige Teppiche, gedeckte Farben, markant hervorstehende Fußleisten, halbhohe Paneelen, die sich an weinrote Wände setzen, kontrastieren. Schweres Mobiliar. Zwei dunkelbraune Chesterfield-Sessel, einen achteckigen Rosenholztisch zwischen sich wissend. Goldgerändert, zentriert mit hellem Eicheneinsatz, umringt von Marmor. Weiß und schwarz im Wechsel. Acht Quadrate auf einer Geraden. Acht davon übereinander gelegt. Sechzehn filigran geschnitzte Kameraden auf der einen, deren düstere Spiegelungen auf der anderen Seite.
    Eine Uhr mit Pendel. Sie tickt. Ein Kamin aus grauem Gestein, schwarzer Funkenrost, orange-gelbe Flammen, zuckend und knisternd. Sterbende Fichtenscheite: Kaum Wärme, viel Licht, rasch vergänglich. Polierte Gläser, ein Globus, glänzend lackiert. Regale, hoch und breit, gefüllt mit zerlesenen Büchern. Foliant, Silberprägung im Einband, aufgeschlagen auf einem Pult, gefangen in Glas. Lang verblasste Lettern, kaum mehr von… [Weiterlesen]
  • Lyude: “Warst du es nicht, die mir vor kurzem gesagt hat, ich solle sie gehen lassen?”
    Riotea: “Ja aber... Entschuldige.”
    Das sich ihre und Lyudes Meinung zum Gegenteil kehren, war Riotea in den letzten Wochen oft aufgefallen. Aber sie schwieg und lies Weiolet zu sich und ihrem Bruder kommen. Zwar wusste sie noch immer nicht wie sie sich Eve Sweeney gegenüber verhalten sollte und fand Lucius Allocer noch immer gruselig, aber riss sich zusammen und ließ beide machen.
    Mit grüner Kreide in der Hand, ging Eve in die Mitte des Raumes und fing an einen großen Schutzkreis mit nekromantischen Symbolen zu zeichnen. Die meisten schienen es mit gewohnten Augen zu betrachten. Für Riotea war es das erste Mal das sie einen vollständigen sah und das auch noch von so nah. Als Eve sich zurückzog und ihre Hände am Rand auf der Kreide platzierte, fing er an in einem eigenartigen Grün zu Leuchten. Lucius stellte Sillas Schädel in die Mitte und sah einmal in die Runde. Der Schädel war noch immer… [Weiterlesen]
  • Behandelt inhaltlich das gleiche Konzept wie: Im Mamorpalast
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    Im Gegensatz zu seinem eigenen kalten, geordneten Mamorpalast, war der Verstand von Fjodor ein Kunstwerk.
    Zusammengesetzt aus Schiffskörbern, Planken, Masten und Tauen, mag es für die meisten Betrachter das reinste Chaos sein. Doch für Yaska war gerade diese Komplexität, das Geheimnisvolle und die gleichzeitige Kraft, die es ausstrahlte so anziehend. Das Gebäude blieb äußerlich nie lange gleich. Mal verschwand ein Lukenfenster, mal wölbte sich ein Schiffskörper anders, als noch vor ein paar Wochen. Eine verworrene Skulptur aus düsteren Nischen, verwitterten Decks und maritimer Kunstfertigkeit. Die 3 hinein geschlagenen großen Säbel aber, die das Haus durchstießen wie ein erlegtes, wildes Tier, würden wohl nie verschwinden, egal wie sehr es noch atmete.
    Yaskas Verstand näherte sich dem Haus und dem Wald, den es umgab. Aktuell bestand der Wald aus großen
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  • Thimorn hatte sie über die Schulter geworfen, mit nach oben in sein Zimmer genommen und vorsichtig aufs Bett gelegt. Die Tür blieb offen und es dauerte nicht lange, da folgten Gwynolia und Sibian ihnen in sein Schlafzimmer.
    Der Dämon brachte ihn auch komische Idee, so zog Thimorn sich hinter der Sichtschutzwand um und kam im für Rio sehr ungewohnte Kleidung wieder. Nicht das es Rio unter normalen Umständen nicht gefallen hätte, aber so war sie nur verunsichert.
    Riotea hockte auf dem Bett und war die ganze Zeit dabei an ihrer restlichen Kleidung herum zu zupfen, die sie noch anhatte. Es war ihr wegen Sibian so unangenehm. Nicht einmal Erik gegenüber hatte sie so viel Bein gezeigt.
    Thimorn kam genau auf sie zu, er wusste das Gwynolia und Sibian neben der Tür standen und sah sie auch kurz mit einem eingewilligten Grinsen an, bevor er sich genau zwischen die zwei und Riotea stellte. Hob sanft ihr Kinn an und strich ihr über die Wange.
    Thimorn: “Ich liebe dich und ich werde deinen[Weiterlesen]
  • Ich erwachte.

    Das erste was ich fühlte war die Kälte. Diese lähmende Kälte, die durch Mark und Bein geht und dich regungslos lässt. Dann war da die Stille – die absolute Abwesenheit von Geräuschen. Zeit war bedeutungslos und es brauchte all meine Willenskraft nur um die Augen zu öffnen. Zuerst sah ich nur Schemen: die Form eines niedrigen Bettes, die Silhouetten eines Kaffeesets umringt von Sitzkissen. Dann Texturen: die grobe Mauerung der Wand und einfache Webung des Teppichs auf dem ich ruhte. Wo war ich?

    Ich fühlte mich schwer, so schwer als laste das Gewicht der ganzen Welt auf meinen Knochen. Mühevoll bewegte ich mich. Ein Finger zuerst, dann die Hand, Gelenk für Gelenk, Glied für Glied bis ich aufrecht saß. Was war passiert?

    Dann sah ich das Blut. Blut auf dem Boden, Blut auf meiner Kleidung - Blut an meinen Händen. Hatte ich Jemanden getötet? Die Realisierung traf mich wie ein Schlag: Ich konnte mich nicht erinnern! Panisch wich ich zurück, den Teppich mit mir ziehend bis… [Weiterlesen]