Die zweite Identität

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  • Die weißen Stiefel, Handschuhe und noch der dünne, lange Seidenschal. Dazu goldig schimmernde Bänder. Als letztes nahm sie die dünne Goldkette und hängte sie in die Seide. Keine einzige Locke war mehr zu sehen, nur die grünen Augen, fast so grün wie die kleinen Glassteine in der Kette.
    Riotea kannte das Risiko schon vorher und wusste wer sie erkennen könnte und wer nicht. Das leichte Muskataroma an ihrem Hals würde keinen Unterschied machen. Wie von ihr erwartet, war Feola noch in der Lampe. Noch etwas ungeschickt versuchte sie es auf Distanz, hatte aber nicht mit der Neugierde der Charr und ihrer Sylvari Gesellschaft gerechnet.
    Ihr Glück, das weder Feola, noch CiarraRioteas Nervosität nicht sehen konnten. Sie hatte alle Mühe sich zusammen zu reißen. Aber Feolas Augen verrieten bereits, dass sie es wusste.
    Jedes Mal, wenn sie eine Karte aufdeckte, hatte sie das Gefühl die Bilder würden sich bewegen. Die Stimme flüsterte ihr wie ein Hall im Kopf was sie zu sagen hatte. Jetzt hatte Riotea sich daran gewöhnt, wenn sie zuhört. Es war auch nicht das erste Mal, dass sie das Gefühl hatte, die Stimme würde sie beruhigen, entspannen und ein eigenartiges Selbstbewusstsein geben, das sie vorher nie bekommen hätte.
    Dabei waren Feolas Karten nicht einmal ganz so schlecht, sagten sie doch etwas von einer guten Veränderung. Die Junge Charr würde daraus Lernen und Reifen. So dachte Riotea zumindest.
    Im Gegensatz zu Ciarras. Innerlich tat es ihr leid, was sie der Sylvari sagte. Aber es wäre falsch gewesen zu lügen. Das hatte sie sich immer und immer wieder sagen müssen. Als die Sylvari etwas davon sagte, dass sie die Erinnerung an die Vorhersage löschen würde, war sie schon fast ein bissen froh darüber.
    Es fiel ihr noch schwer die Emotionen anderer distanziert zu betrachten und sich in Erinnerung zu rufen, dass jeder anders darauf reagiert. Noch etwas Übung und sie würde auch keine Probleme mehr damit haben, wenn sie von Leuten angesprochen wird, die sie unter normalen Umständen kaum ansehen kann vor Grusel. Dennoch hatte Riotea ihre Feuerprobe längst hinter sich und war nun sicher, dass die Leute in der Stadt nicht anders reagieren würden. Das sie weiterhin den Schutz der Seide nutzen würde um unzufriedene Leute fernzuhalten. Der Alias war mehr eine spontane Eingebung, aber Vanvalla ging ihr leicht von den Lippen und war exotisch genug um keine Verbindung herzustellen.
    Tatsächlich hatte sie sogar langsam ihren Spaß daran gefunden, ohne jemandem damit schaden zu wollen.
    Sie: "Nimm den Lappen mit..." - Er: "Wofür einen Lappen? Ich gehe jagen!" - Sie deutet auf seinen Kumpel.

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