Der Tanz mit den Fischen

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  • Thimorn: “Sieh nur, wie alle friedlich miteinander reden und handeln.”
    Riotea: “Kein Gezanke, ja. Warum nicht überall so?”
    Einen Moment schaut sie sich nachdenklich um. Es gab kein Streit, nur lachen und mit Handschlag besiegelte Geschäfte. An diesem Ort schien alles so zu sein, wie es sich viele Wünschten, aber nirgendwo anders zu erleben war.
    Er hatte sie zu den Labyrinthklippen eingeladen und schlenderte vom Schiff aus mit ihr an der Hand, zwischen den an die Felswand gebauten Häusern aus Bambus entlang. Durch die anderen Besucher konnte sie das Prinzip der Aspekt-Steine sehen und waren beide aufgeregt. Der Flammenstein kribbelte durch ihren Körper, aber es fühlte sich weniger wie heiße Flammen an, als mehr wie ein vorrübergehendes warmes Schaudern. Als sie zu Thimorn sah brach sie in schallendes Gelächter aus. Durch den Aspekt-Stein standen ihm die langen Haare zu Berge.
    Riotea: “Deine Haare!”
    Gekonnt konterte Thimorn das mit einer rausgestreckten Zunge und grinste sie an.
    Thimorn: “Nimm deine Mütze ab!”
    Riotea: “Was?... Vergiss es!”
    Fast panisch hielt sie sich an ihren Bommeln fest. Sie wusste das ihre Haare auch ohne diesen Nebeneffekt in alle Richtungen stehen würden.
    Thimorn: “Muss ich dich erst zwingen?”
    Mit einem breiten Grinsen und Kitzel-Klauen-Händen ging er auf sie zu. Riotea musste sich das Lachen verkneifen, konnte aber nicht richtig ernst bleiben.
    Riotea: “Wage es!”
    Aber Thimorn kam ihr mit einem gespielten Böser-Bube-Lachen entgegen und wollte nicht aufgeben. Also spielte Riotea die Ohnmächtig werdende und Thimorn fing sie gekonnt wie ein Gentleman auf.
    Thimorn: “Jetzt gehörst du mir!”
    Immer noch breit grinsend küsste er sie und sie versuchte verzweifelt mit den Händen seine Haare wieder zu plätten.
    Thimorn: “Jetzt müsste eigentlich Sharatur um die Ecke kommen und die Maid in Nöten retten.”
    Riotea: Waah? Moment das ist Aufgabe des Ritters, nicht der Bestie!”
    Lachend sah sie ihn an. Thimorn hatte auch Sahratur und Feola eingeladen, aber beide sagten ab.
    Thimorn: “Dann müsste er mich vor dir retten?”
    Sie sah ihn gespielt böse an und stellt sich wieder auf. Mit der flachen Hand gab sie ihm einen Klaps gegen die Schulter.
    Riotea: “Boah! Na warte! Das bekommst du zurück!”
    Thimorn: “Nur wenn du mich kriegst!”
    Und mit einem zischen war er über die Hängebrücke und durch den Wasserfall hindurch geflüchtet. Lachend huschte sie ihm nach und genoss in vollen Zügen die Zeit mit ihm. So viel Spaß hatte sie lange nicht mehr und die Aspekt-Steine waren eine neue Erfahrung für sie, die sie gerne mitnahm. Aber am besten fand sie die Zeit am Stand, Nahe des Hafens an einem Felsen der wie ein Turm aus dem Sand ragte, steil und scheinbar noch nie bezwungen.
    Das Wasser war Kristallklar und die Farben der Korallenriffe leuchteten im Licht der untergehenden Sonne. Fische in Formen und Farben die sie noch nie gesehen hatte. Auf der anderen Seite ragten die Überreste eines Schiffswracks aus dem Sand, wie die Rippen eines Wals. Riotea wollte unbedingt genau dort am Stand bleiben. Schüchtern versteckte sie sich in einem Gebüsch und zog sich dort um. Thimorn hatte es etwas einfacher. Frech schlich sie sich wieder zurück und hielt ihm die Augen zu.
    Riotea: “Wer bin ich?”
    Thimorn: “Oh nein! Ich werde überfallen!”
    Seine gespielte Angst war wirklich nicht überzeugend.
    Riotea: “Ja, von deiner Liebsten.”
    Thimorn: “Und was verlang sie?”
    Er nahm ihr die Hände runter und drehte sich grinsend zu ihr um. Sie tat so als müsste sie darüber nachdenken und antwortete ihm mit einem frechen Grinsen.
    Riotea: “ Hm... Mal sehen... Deinen Körper... Deine Seele!... Ach ja und einen Kuss.”
    Thimorn: “All das kannst du haben.”
    Zu ihrem Glück überspielte der leidenschaftliche Kuss ihre roten Wangen sehr gut. Mit dieser Antwort hatte sie nicht gerechnet und auch keinen passenden Konter parat.
    Thimorn: “Und jetzt?”
    Riotea: “Bin ich eigentlich ganz froh mit dir allein zu sein. Aber vielleicht finden wir etwas im Wasser?”
    Thimorn: “Und wenn nicht, dann suchen wir uns ein geheimes Plätzchen.”
    Wieder hatte sie mit dieser Art Antwort nicht gerechnet, aber auch nicht, dass sogar Thimorn etwas rot wurde. Er war also genauso schüchtern und unsicher wie sie, wenn wohl auch aus anderen Gründen. Es macht ihr Mut, dass seine Erfahrung ihm doch nicht mehr Selbstbewusstsein gab.
    Riotea: “Das wird dann aber nur für eine Nacht sein.”
    Thimorn: “Eine Nacht kann sehr lange sein.”
    Zärtlich nahm er sie in die Arme und sah ihr tief in die Augen.
    Riotea: “Na das will ich doch hoffen.”
    Mit einem weichen Lächeln sah sie ihn an, er nahm ihre Hand und küsste ihre Fingerspitzen. Eine für sie seltsame und doch persönliche Geste.
    Riotea: “Und nur die Muscheln sehen zu.”
    Thimorn: “Muscheln haben keine Augen.”
    Riotea: “Bist du dir da sicher?”
    Neckisch grinste sie ihn an und drehte sich in ihrem orange-roten Bikini etwas hin und her.
    Thimorn: “Ich habe nie welche gesehen und mit dir würde ich es riskieren.”
    Lachend zog er sie mit sich ins warme Meer und tauchte mit ihr tiefer zum Grund. Das Seegras wiegte sich in der seichten Strömung und die letzten Sonnenstrahlen brachen durch die flachen Wellen und erhellten den Grund. Wie Kinder durchsuchten sie den Sand nach Schätzen und wurden von einheimischen Quaggan beobachtet, von übergroßen Tunfischen beäugt und von kleinen Fischen umringt, die wie aufgewehtes Laub um sie herumwirbelten.
    Mit einer Ausbeute, bestehend aus einer geschlossenen Muschel und einer rostigen Gürtelschnelle kehrten sie nach einer Weile zum Stand zurück und ließen den Tag in aller Ruhe ausklingen.

    Bildquellen: InGame Screen (Rechte bei Arena-Net), Rahmen erstellt mit Win10 Paint, bearbeitet durch meine Hand mit Photoshop!
    Sie: "Nimm den Lappen mit..." - Er: "Wofür einen Lappen? Ich gehe jagen!" - Sie deutet auf seinen Kumpel.

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