Schwabbel

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    Charakter: Vitaja



    Weil wegen Gewalt gegen Choya und so...


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    “Danke... Willst du gleich bei ‘meinem’ Zaubertrick zusehen?”
    Das er irgendwie anders anfing zu leuchten, war Vitaja aufgefallen. Der vorher eher gelbliche Ton bekam blaue Impulse. Was sie davon halten sollte, wusste sie nicht. Aber sie hielt es einfach mal für eine Reaktion darauf, dass er den Choya wieder hatte.
    “Zaubertrick? Wie willst du das machen? Du hast die Hände voll und Schwabbel hat Angst.”
    “He...”
    Er lachte, ob nun den Choya an oder sie aus, war ihr nicht ganz klar, aber da ging er schon los und wollte in einer Gasse verschwinden. Vitaja wollte gerade etwas sagen, da musst sie ihm schon nachrennen.
    “Eh! Warte!”
    Seine Sympathie war ihr noch völlig undurchsichtig. So wie sein Verhalten. Aber er ging einfach weiter und bliebt dann auf einmal im Dunkeln stehen. So dunkel wie die Gasse, so dunkel wurde auch seine Empathie. Zu Nahe wollte sie ihm nicht kommen, aber einfach weggehen auch nicht.
    “Du bekommst gleich das Geld, ich muss nur schnell was erledigen.”
    Das Geld fürs Wiederfinden war ihr egal. Davon wollte sie von Anfang an nichts wissen. Sie konnte nur den Kopf einziehen und die Fäuste ballen. Der Typ war ihr von Anfang an nicht geheuer und sie wusste nur allzu gut das er ein Alpträumer war. Aber sie kam auch nicht dazu, irgendwas zu sagen oder zu tun. Sichtlich magische Ketten umschlangen den kleinen blauen Choya in seinen Händen. Fesselten ihn. Das andere Ende hielt er in den Händen. Wie mit einer Peitsche, schwang er die Wächterkette hoch und runter. Schlug damit den Choya immer wieder auf den Bordstein. Schon nach dem ersten Aufschlag war klar, dass er den Choya tödlich verletzt hatte. Geschockt versuchte sie nur auf einzuschlagen und kreischte ihn an.
    “Hör auf! Lass ihn los!”
    Statt aber aufzuhören, zog er das Messer, mit dem er sie schon zuvor bedroht hatte und richtete es auf Vitaja. Mit der anderen Hand zog er an der Kette und damit den Choya zu sich, hielt ihn unter seinem Arm eingeklemmt. Er war bewusstlos und tropfte.
    “Oh... du magst diesen kleinen Verräter? DU magst Schwabbel?”
    Zwar glaubte sie nicht daran, dass ihn die Schläge wirklich was anhaben konnten, aber er wich zurück und hatte aufgehört den Choya zu quälen.
    “So wie du ihn behandelt hast, ist es kein Wunder das er dich verrät! Hätte ich nicht anders gemacht!”
    Um sie noch weiter zu reizen, zog er seine Krallen über den Kopf des kleinen Choya, kratzte ihm die Haut runter.
    “Willst du das verhindern, Träumerin?”
    Seine Finster-Glückliche Empathie erfüllte schon fast die ganze Gasse. Vitaja konnte es deutlicher als deutlich spüren. Sie kämpfte aber dagegen an, Aufgeben war keine Option, auch wenn es schwerfiel. Aber statt dem Alpträumer zu antworten, stampfte sie auf den Boden und riss die Arme auseinander. Ihre sonst schon schwarzen Hände wuchsen mit erkennbarer Nekromantie an. Versuchte ihn zupackender Dunkelheit festzuhalten und ran zuziehen.
    “Kannst du haben!”
    Ihre rechte Schattenhand zerbrach mit seiner Aegis, die andere konnte ihn die paar Schritte aber an sie ran ziehen.
    “Ok, jetzt reichts! Ich schlachte Schwabbel!”
    Was er konnte, konnte sie immerhin auch. Die Finger zu Pflöcken geformt, legte sie beide Hände Handrücken an Handrücken. Nutzte ihre kleine Größe aus und stieß ihm die Finger durch den Lederwams, direkt in den Bauch. Riss sie mit einem Ruck auseinander. Zwar konnte die Wunde bei ihren kurzen Fingern nicht tief sein, aber es eine Wunde.
    “Das machst du nicht!”
    Der hell-lila Sylvari brüllte vor Schmerz und fletschte die Zähne. Da er sie scheinbar nicht richtig angreifen konnte, zog er einfach die Ketten um Schwabbel enger. Der Choya wurde fast zerquetscht und geteilt. Auch die linke nekromantische Hand verschwand, Vitaja griff beherzt an die Wächterketten und zerrte an ihnen.
    “Lass ihn los! Nimm deine Gammel Finger von ihm!”
    “Ich lass ihn am Leben, wenn du dafür zahlst, Kleine.”
    Es war mehr ein Fauchen, als das er sprach. Ob sie doch tiefer getroffen hatte oder er einfach Schmerzempfindlich war, konnte sie nur raten. Aber der Angriff schien gesessen zu haben. Die Ketten jedenfalls lockerten sich nicht. Aber der kleine Choya tropfte schon heftig.
    “Du Giftpilz! Seh’ ich aus wie ein Millionär?”
    Weiter an den Ketten zu zerren hatte ebenso wenig Effekt. Das sie ihm gegen die Schienbeine getreten hat, war mehr Notlösung als ein echter Angriff. Aber scheinbar traf sie gut genug, um ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen. Er kippte fast haltlos nach hinten und konnte die Ketten nicht mehr aufrecht halten. Schwabbel klatschte auf dem Kopfsteinpflaster auf und rollte die Gasse entlang. Der Alträumer hielt sich den Kopf, er war scheinbar ebenso auf dem Stein gelandet, aber das interessierte Vitaja nicht. Sie ließ vom Sylvari ab und rannte dem regungslosen Choya nach. Nahm ihn auf und hielt in ihren Armen.
    “Du weißt, er ist tödlich Verletzt und... nun... Na ja ich bin Heiler. Wenn du mir den richtigen Preis nennst... Dann kann ich ihn für dich heilen und dann ist er auch dein Eigentum.”
    Der Höfling hatte sich hinter ihr aufgerappelt, klopfte die Kleider ab und kam auf sie zu.
    “Was zum Sumpfwasser willst du von mir?”
    Ihr fiel nichts Besseres ein, als sich in ihrer Hocke zu drehen und dabei zu versuchen ihm die Füße vom Boden zu wischen. Aber er sprang und wich damit aus.
    “Etwas, was Wertvoll ist, vielleicht eine Erkenntnis... Aber am liebsten Geld. So viel du mir geben kannst oder es hat sich aus geschwabbelt!”
    Sie zitterte nur und griff sich mit der rechten Hand in den linken Ärmel. Warf ihn den Goldbeutel hin. Um die 48 Kupfer war es ihr nicht Schad und den Beutel könnte sie auch ersetzen. Alles andere sollte der Kerl nicht bekommen.
    “Ich bin nicht reich und jetzt heil Schwabbel!”
    Er schob den Beutel erst mit der Ferse hinter sich, weg aus ihrer Reichweite und kniete sich dann zu ihr runter.
    “Wird erledigt.”
    Mit seiner langen Zunge leckte er sich erst die Handflächen ab. Auch wenn Choya eine Delikatesse sind, fand sie es widerlich. Sie hätte ihm am liebsten die blau glühende Spitze abgebissen. Seine Spucke wirkte wie voller Glitzer. Nur widerwillig durfte er die vollgesabberten Hände auf den Choya legen. Die blauen Wächterflammen waren ihr nicht unbekannt, deshalb hatte sie auch keine Angst. Der kleine Choya wurde nicht verbrannt, sondern flickte sich nach und nach zusammen.
    Kaum vollbracht, nutzt Vitaja die Gelegenheit und holte mit der rechten aus. Verpasste ihm die bloße Faust mit voller Wucht.
    “Mhrrr... Wie so ein niederes Unkraut kannst du zuhauen, das muss man dir lassen.”
    Knurrend hielt er sich die harzende Nase. Der Treffer machte sie gleich euphorischer.
    Nächstes Mal reiß ich dich in Zwei, statt zu zuschlagen - Fügte sie in Gedanken noch als Antwort hinzu. Drückte den verwirrten Choya an sich und sah zum Höfling hoch.
    “Ha! Jetzt hast du eine gute Tat vollbracht! Und das als Höfling! Ob das deiner Gräfin gefällt? Das du dich für ein paar Kupfer hast kaufen lassen und einer Träumerin nun einen neuen Gartenwächter beschert hast?”
    Hohn und Spott in ihrer Stimme waren auch ohne Empathie deutlich genug. Aber die gute Laune lag auch auf seiner Seite. Wohl nur aus anderen Gründen. Drehte sich um griff nach dem Beutel.
    Mit der typischen Albträumerfreude giftete er ihr noch was entgegen, aber Vitaja wollte das Weite suchen und verschwand


    Zurück auf ihrem kleinen Gemüse-Hof, saß sie zwischen ihren Kürbissen und sah Schwabbel
    dabei zu, wie er die Krähen vom Feld jagte. Auf seiner blauen Haut konnte man noch die Narben der Ketten und Krallen sehen. Aber hier hatte er nichts zu fürchten und scheinbar Spaß daran die Vögel zu ärgern. Ihm würde es hier gut gehen.

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