Blog Articles Tagged with “Jefrem Ares Zlokrov”
Harlem’s Blog
Der Abend war auf angenehme Weise verlogen.
Jefrem wusste das bereits, als er Estrid Carver die Tür öffnete und sie ihm dieses geübte, kindlich anmutende Lächeln schenkte. Es war das Lächeln einer Frau, die wusste, dass man ihr selten etwas abschlug. Sie kokettierte.
Gewiss, sie war eine reizvolle Erscheinung - auf ascalonische Art zerbrechlich, mit dieser kühlen, hellen Haut, die Alabasterfarbend schimmerte im Kerzenlicht, und Augen, die ihn an geschliffene Smaragde erinnerten. Ihr Duft war zu…
Jefrem wusste das bereits, als er Estrid Carver die Tür öffnete und sie ihm dieses geübte, kindlich anmutende Lächeln schenkte. Es war das Lächeln einer Frau, die wusste, dass man ihr selten etwas abschlug. Sie kokettierte.
Gewiss, sie war eine reizvolle Erscheinung - auf ascalonische Art zerbrechlich, mit dieser kühlen, hellen Haut, die Alabasterfarbend schimmerte im Kerzenlicht, und Augen, die ihn an geschliffene Smaragde erinnerten. Ihr Duft war zu…
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Harlem’s Blog
Der Geruch von altem Holz, warmem Wachs und dem leichten Hauch von getrocknetem Blut lag in der Luft. Einst war dieser Ort sein Zufluchtsort gewesen - die Bibliothek seines Anwesens. Dunkle Bücherregale ragten bis zur gewölbten Decke, gefüllt mit verbotenen Schriften, antiken Pergamenten und den Werken von Meistern seines dunklen Handwerks. Die massive Fensterfront ließ das fahle Mondlicht herein, das silberne Bahnen über den polierten Boden zog.
Aber das war nicht seine Bibliothek. Nicht mehr.
…
Aber das war nicht seine Bibliothek. Nicht mehr.
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Harlem’s Blog
Jefrem war von Anfang an besorgt über Inaras Nervosität, als sie zum ersten Mal seit ihrer Erbschaft des Hotels vor zwei Jahren an einem geschäftlichen Treffen teilnahm. Er konnte spüren, wie ihr Puls sich stetig beschleunigte und ihr Atem flacher, aber schneller wurde, je mehr sie sich dem Händler-Mogul näherten, der bereits vor dem Eingang des Hotels auf sie wartete und sich zu einem Plausch mit den Angestellten niedergelassen hatte, der ebenso bereits dort war und der Assistent von der…
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Harlem’s Blog
Das Nebengebäude. Das war der einzige Ort den Jefrem unangetastet ließ, weil es der persönliche Rückzugsort der Familie in der Vergangenheit war. Nicht zuletzt, weil niemand befugt war, dort zu sein. Sie lebten dort, doch zuletzt als auch die Mutter von Inara verstarb, ging niemand mehr hin, weil alles an schöne Tage erinnerte und das Leben dort blühte. Immerhin haben sie lange dort aktiv gewohnt. Und es gab hier nichts Wertvolles, das zur Tilgung der Schulden beitragen konnte.
Es war also kein…
Es war also kein…
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Harlem’s Blog
Es klang am nächsten Tag unerwartet zeitig ein Klopfen an der Tür des großzügigen Büros, inmitten einer Besprechung mit einem Geschäftspartner des Mannes. Jefrem und Mister Herrick Brender hatten sich zur Lockerung des Gesprächs an den bequemeren Couchtisch gesetzt, waren allerdings zu weit ins Geplänkel gedriftet, daher kam es dem Aktuar gelegen, dass es klopfte.
"Freiher Zlokrov. Freifrau Enya ist eingetroffen.", erklang die gedämpfte Stimme des Angestellten durch die schweren Türen.
Sie hatte…
"Freiher Zlokrov. Freifrau Enya ist eingetroffen.", erklang die gedämpfte Stimme des Angestellten durch die schweren Türen.
Sie hatte…
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Harlem’s Blog
Jefrem Zlokrov saß in seinem Arbeitszimmer, während die Leibärztin, Dr. Welsch, ihm den Gesundheitszustand seiner Frau Inara erklärte. Sein Gesichtsausdruck war ernst, als er die Worte der Ärztin aufnahm und versuchte, seine Sorge zu verbergen. Er musste stark sein und die Fassung wahren. Nach dem kurzen Streit mit Inara Enya trug dies nur dazu bei, seine ohnehin angespannte Stimmung zu verschlimmern.
"...abgesehen davon, dass Ihr von der langen Reise müde wirkt, seid ihr bei guter Gesundheit.…
"...abgesehen davon, dass Ihr von der langen Reise müde wirkt, seid ihr bei guter Gesundheit.…
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Schmuu & Allerlei
Kjeld betrat das Zimmer der Hausherrin direkt, ohne auch nur daran zu denken, anzuklopfen. Inara hatte noch nicht einmal die Gelegenheit die Worte von Zlorkov für sich zu verarbeiten. Zwar hatte sie ihm nachgerufen, aber es hatte ihn nicht tangiert, wie vieles Andere ihn nicht sonderlich interessierte, so wie auch sie ihn nicht interessierte. Es ging immer nur um das Geschäft, das Hotel, das Komitee. Geld.
Natürlich warf sie ihm von Anfang an vor, dass er sich ins gemachte Nest setzen wollte.…
Natürlich warf sie ihm von Anfang an vor, dass er sich ins gemachte Nest setzen wollte.…
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Harlem’s Blog
Der Bedienstete, der das Büro mit Freiherr Zlokrov teilte, bemerkte das ungewöhnlich laute Kratzen des Federkiels auf dem Papier. Offensichtlich war der Hausherr verärgert, und sein Schreibwerkzeug litt unter seinem Zorn. Der Aktuar stand entschlossen auf, als ob er das Büro verlassen wollte. "Freiherr Zlokrov? Wohin gehen Sie?" Die Frage des Bediensteten blieb allerdings unbeantwortet.
Kurz darauf klopfte es an der Tür des Gemachs von Inara, die gerade Tee trank und ein Buch las, während ein…
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Harlem’s Blog
Die laute Auseinandersetzung des Paares hatte seine Runde unter den Dienern und Zofen gemacht. Der Vater und Baron hatte zu einer Unterredung geladen, die daher von höchster Wichtigkeit war. Als er sich als Erster einen Whisky einschenken ließ, war es offensichtlich, dass er direkt zur Sache kommen wollte, ohne Umschweife.
Der Aktuar nahm Platz auf dem grünen Samtsessel gegenüber, kurz nachdem er sich die Hosenbeine raffte um sich beim hinsetzen nichts zu klemmen, weniger steif aber dadurch…
Der Aktuar nahm Platz auf dem grünen Samtsessel gegenüber, kurz nachdem er sich die Hosenbeine raffte um sich beim hinsetzen nichts zu klemmen, weniger steif aber dadurch…
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Harlem’s Blog
"Du planst die Privilegien, die Vater und ich den sechs Familien des Ehrenkomitees gewährt haben, zum Ende dieses Jahres einzustellen?!", hauchte sie mit einer Mischung aus Fassungslosigkeit und Empörung. Der Mann in seinem eleganten Anzug mit den roten und silbernen Akzenten spürte den Stich ihrer Worte, konnte jedoch seine kühle Fassade aufrechterhalten. Er beugte sich über das Dokument und wies mit einem knappen Gestus auf die Stelle, an der er ihre Unterschrift erwartete.
"Bitte, bedient…
"Bitte, bedient…
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Harlem’s Blog
Später erwachte ich allein in unserem gemeinsamen Bett. Ich schaute mich verschlafen um und bemerkte, dass Jefrem nicht an meiner Seite war. Neugierig machte ich mich auf den Weg nach unten und fand ihn auf der Couch im Wohnzimmer sitzend, den Blick starr auf die fernen Berge gerichtet. Er saß regungslos da, wie eine Statue, und sah in dem Mondlicht beinahe wie ein Kunstwerk aus. Sein dunkles, langes Haar schien im sanften Licht heller zu leuchten, während die silbernen Strahlen seinen…
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