Artikel mit dem Tag „Iorga“

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  • „Victor!“
    Die Bürotür fiel hinter dem Luden ins Schloss, und Ghabriel prallte hart gegen das Holz, einen Sekundenbruchteil zu spät, um zu verhindern, dass Riegel und Zarge ineinander griffen. „Verdammt!“



    „Er sieht ganz schön wütend aus.“ Tevin atmete durch. Er betrachtete voller Zweifel die im Licht flackernde Oberfläche der kleinen, flachen Wasserschale, die auf dem abgehalfterten Tisch in der nur sperrlich eingerichteten Kammer stand. Missmutig walgte er mit mit den Finger den luftig lockeren Stoff seines Morgenmantels, während nur ein paar Zimmer weiter Bücher und Regale, Stühle und Lampenhalter in ihre Einzelteile zerlegt wurden. „Ich bin mir nicht sicher ob das die richtige Entscheidung gewesen ist.“ Mit der Zungenspitze befeuchtete der Magier sich seine Unterlippe. Ihm war unwohl der unerkannte und doch identifizierte Zuschauer dieses Aktes zu sein, der in keinem Skript vorgeschrieben stand. Mit wenig Begeisterung in den braunen Augen beobachtete er Ghabriel und… [Weiterlesen]
  • ooc: Einfach mal so, für @GruselZwusel <3

    Drei Flaschen Wein standen auf dem Tisch der rustikal eingerichteten Küche, in der über Tag die Mahlzeiten für die Arbeiter der Fleischerei bereitet wurden. Drei Flaschen Wein, von denen er gerade eine, am Flaschenhals gepackt, neu justierte. Ein kleines Bisschen drehte er sie nach links, sodass nicht nur ihre Böden eine perfekte Linie bildeten, sondern auch ihre Etiketten im gleichen Winkel nach vorne zeigten. Drei Flaschen Wein, die er auf dem Markt erstanden hatte, während die Raben über ihm am Himmel gekreist waren.
    Von dem trockenen Roten hatte er gleich zwei gekauft. Sie bekam nur einen. Den Weißen mochte er nicht, denn er war nicht nach seinem Geschmack. Der Rosé überraschte. Am Ende hatte er davon eine ganze Kiste mitgenommen. Nun aber standen nur drei Flaschen vor ihm, die in ihrer Art und ihrer Beschaffenheit kaum bis gar nicht voneinander zu unterscheiden waren. Einzig durch die Beschriftung des jeweiligen Etiketts verrieten sie… [Weiterlesen]
  • „Bring das in Ordnung.“ Die schnarrende Stimme des Luden war bar jeglicher Freundlichkeit in diesem Moment. Sie war die glühende Klinge, die ein Stück weiche Butter in der Mitte zerteilte und danach genüsslich dabei zusah, wie die Hälften unter der ausgestrahlten Hitze der nahen Herdplatte langsam aber sicher auseinander flossen.

    „Geweihter Streiter des Eisigen Prinzen. Wenn das eine Sache zwischen dir und der Priesterschaft ist, dann kannst du zurück ins Lager, mein Freund. Ich bin nicht gewillt diese Form des Aufbegehrens in meinem Haus zu dulden.“ Papier knisterte zwischen den dicken, mit schweren Goldringen geschmückten Fingern des bulligen Fleischberges, den ein törichter Narr fälschlicher Weise in einen teuren Anzug aus schwarzem Samt gesteckt hatte. In eine mit Silberfaden durchwobene Damastweste und ein weißes Seidenhemd. Ein paar helle Hundehaare hafteten am Saum des Jacketts und zerstörten die Illusion der absoluten Schwärze vernichtend.

    „Ich dachte, dass ich mich bei[Weiterlesen]
  • Ghabriel verlangsamte seine Schritte, während er auf das Haus im Maskenwinkel zutrat, in dem Blanche und er die Erdgeschosswohnung hielten. Schon von weitem sah er durch das dichte Schneetreiben, das derzeit über Götterfels lag, die funkelnde Lichterkette, welche Dachrinne und Türrahmen umspannte und das Gebäude allein dadurch bereits von allen anderen in dieser sonst eher bescheidenen Gegend abhob. Tannengrün war an den kleinen Zaun gebunden worden, hinter dem der Grünstreifen lag, der das Wort „Vorgarten“ nicht verdiente. Kleine, kunstvoll geschnitzte Holzfiguren und sorgfältig gebundene Strohsterne schauten zwischen den Zweigen hervor, in die jemand silbernes und goldenes Lametta gewoben hatte. Glaskugeln und schillernde Glöckchen hingen wie Eiszapfen von den Ziegeln herab. An der Tür, neben der seit dem heutigen Abend ein Schneemann mit Schal und Mütze Wache stand, prunkte ein üppiger, sattgrüner Mistelkranz.
    „Fröhlicher Wintertag“, las Ghabriel von der Fußmatte ab. Levi… [Weiterlesen]


  • Ihr seid zu plump“, hatte er gesagt. Die Worte gingen immer wieder durch ihren Kopf, zogen ihre undurchsichtigen Schlieren im kruden Gedankengewirr und Gehirngespinstgeballe. Bei jedem Schritt über die vielen Stufen die Etagen hinab klackten die hohen Absätze auf dem Holz selbst durch den Teppich, der sie bedeckte.

    Klack, klack, klack.

    Konnte sie denn klagen nach diesem Abend ? Vermutlich nicht. Zu Interessant war der Mann, der ihre Aufmerksamkeit bei sich halten konnte, wie es doch nur wenige vermochten. Er, der er hinaus stach aus dem grauen Söldner- Einerlei und den sich profilierenden Kerlen, die sich für die Größten hielten. Die, die langsam nachgaben, wenn sie feststellten, dass Sie nicht der Typ Frau war, von dem sie alle prahlten. Wenn der Spiegel zersprang und sie nach den Scherben des Moments klaubten, ihn wie eine Blume zwischen Papier und Bücherstapeln pressen wollten, damit er konserviert wird, das war interessant.

    Klack, klack.

    Abzulesen, was in ihnen vorging, wenn… [Weiterlesen]
  • Jede Liebesgeschichte ist eine Tragödie. Wenn man lange genug wartet.
    Wir wollen die Welt nur besser machen.
    Besser? Für wen besser?
    Besser bedeutet nie besser für alle. Es bedeutet immer schlechter für manche.
    Es bedeutet immer schlechter für manche...
    Ist dir übel?
    Hast du es gewusst?

    Norra Farnkraut hielt die Hand ihres Mannes. Seine Haut war kalt und klamm und aus einem ihr unerklärlichen Grund verglich sie sie unbewusst mit einem toten Fisch, den die Strömung bis an die Ufer des Silberstromes getrieben hatte, der sich als schillerndes Band durch das Königintal zog. Sein Gesicht war fahl und eingefallen. Die Augen waren geschlossen.

    Es war jetzt zwei Tage her. Genauer waren es einundfünfzig Stunden und eine Hand voll Minuten, die seitdem verstrichen waren. Es würden weitere folgen. Weitere Augenblicke der Unsicherheit und der Furcht, die vergehen würden, bis Dranan Farnkraut seine Lider wieder hob. Wenn es überhaupt jemals dazu kam und Grenth ihn nicht still und heimlich,… [Weiterlesen]
  • „Das sollte reichen.“
    Blanche richtete sich über Ghabriel auf und betrachtete prüfend sein Gesicht, das sie so weit wie möglich von Blut- und Speichelresten gereinigt und mit Jod behandelt hatte, um zu verhindern, dass die aufgeplatzten Lippen sich entzündeten.
    „Danke.“ Ghabriel erhob sich von dem schmalen Stuhl, der zu ihrer neuen Unterkunft gehörte, und schob ihn zurück an seinen Platz in der Fensternische. Dass die windige Konstruktion sein Gewicht überhaupt gehalten hatte, grenzte an ein Wunder. Er durchquerte das Zimmer und ließ das geöffnete Hemd von seinen breiten Schultern gleiten, wo es unbeachtet auf den Holzdielen liegen blieb. Blanche räumte derweil ihren Medizinkasten wieder ein und wusch sich in der Schüssel auf dem Waschtisch die Hände.
    „Was für eine Lachnummer“, beschied sie und Ghabriel wusste, dass sie nicht ihn meinte, ohne dass er dafür den Ausdruck auf ihren Zügen hätte sehen müssen. „Sich jemanden zu greifen, der den alten Sack vielleicht fünf Mal… [Weiterlesen]
  • „… würde ich nicht empfehlen. Da schleppt ihr euch den ganzen Tag lang dumm und dämlich. Die Garde… nah. Löwenstein ist zwar nicht mehr das Alte, aber ihr habt genug eigene Schwierigkeiten, als dass ihr euch mit den Problemen anderer herumschlagen müsstet. Vielleicht könntet ihr als Türsteher bei der Moatränke anfangen? Oder wir fragen bei der Schmiedewerkstatt nach? – Hey, Ghabriel. Hörst du mir überhaupt noch zu?“
    Allan blickte von seinem Zettel auf und runzelte die Stirn, als er sah, dass der rothaarige Mann voll und ganz darauf konzentriert war, einen winzig kleinen Knopf durch die dazugehörige Öse seines Hemdes zu bugsieren. Das Hirschhorn glitt ihm immer wieder aus den Fingern oder rutschte an dem glatten Leinen ab, aus dem der Stoff gewebt war. Allan stieß sich von dem wackligen Tisch in seinem Rücken ab und klemmte das Papier unter seine Achsel, während er an Ghabriel herantrat.
    „Du bist ja immer noch nicht angezogen.“
    Er schob Ghabriels Gelenke beiseite und griff nach der… [Weiterlesen]
  • Ghabriel saß auf einer der Treppenstufen, die zum Asura-Portal nach Ebonfalke hinaufführten, und beobachtete abwesend einen canthanisch anmutenden Händler dabei, wie er einen mit Töpfer- und Glaswaren überladenen Handkarren ohne Verluste über das holprige Kopfsteinpflaster zu lenken versuchte. Das geräuschvolle aneinander Klirren der Vasen, Krüge und Zierteller mischte sich in den Morgenappell der Ministerialwächter, die vor der Rurikhalle ihren Wachwechsel vollzogen und dabei ebenso knappe wie prägnante Befehle bellten. Silberfarbene Rüstungen glänzten im Licht der steigenden Herbstsonne. Das kräftige Rot des Regimentes leuchtete weithin sichtbar über den Platz.
    Ghabriel atmete leise aus. Er hatte seinem freien Tag von der Hofarbeit entgegen gesehen. Dass auch der Abend beinahe schon zu frei zu werden drohte und er seine Zeit deshalb damit verbringen würde, Blanche und sich eine neue Anstellung zu suchen, war nicht geplant gewesen. Er griff an seine Seite und öffnete die kleine… [Weiterlesen]
  • "Wieso müssen wir uns hier treffen, Vitja?" Pavel schenkte seinem alten Freund ein sorgenvolles Lächeln. Er hatte die Finger auf dem eigenen Steiß ineinander gelegt und betrachtete den Jüngeren voller ehrlicher Aufmerksamkeit aus dem Augenwinkel heraus. Der Mann hatte bereits so eine Ahnung. Er gab sich allerdings bescheiden genug sie nicht laut auszusprechen.
    "Ich möchte, dass ihr Ligia zu euch nehmt. Nur für eine Weile. Bringt sie aus der Stadt heraus und beschäftigt sie." Das Geräusch, das rohe Fingerkuppen verursachten, die durch grobe Bartstoppel strichen, war charakteristisch.
    "Hmhm...Ich kann es ihr anbieten. Aber entscheiden kann ich das nicht." Es war keine Neuigkeit. Pavel wog mit dem kahlen Kopf, den er zum Schutz vor der herbstlichen Witterung in eine sattgrüne Wollmütze gepackt hatte. Der weiße Bommel, der das Bild krönte, wippte darauf im Takt.
    "Tu das und lasse dich nicht von ihr abwimmeln. Nimm sie im Notfall einfach mit. Sie hat hier nichts zu suchen." Das Leder des… [Weiterlesen]
  • „Ghab! Gha-hab!“
    Ghabriel richtete sich auf und schirmte seine Augen von der noch ungewohnt kraftvollen Herbstsonne ab, die über ihm ein paar feine Schleierwolken in fahlem Weiß gegen den blauen Himmel anleuchten ließ. Blanche kam über das Feld auf ihn zugelaufen und schwenkte einen Korb dabei. „Lass alles fallen! Jetzt wird geschlemmt! Es gibt Mittagessen!“
    Ghabriel stieg über den Holzeimer mit dem Unkraut hinweg, das er gestochen hatte, und klopfte Erde und Pflanzenreste von seiner Hose. Die groben Arbeitshandschuhe abstreifend, sah er der Frau entgegen, während er seine Ausrüstung über den Holzzaun an seiner Seite hängte. Als Blanche ihn erreichte, war sie völlig außer Atem. „Ah, hart schuftende, schwitzende Männer!“ Sie schmiegte sich an seinen Brustkorb und räkelte sich einen Moment lang daran. Ihre Laune hätte nicht besser sein können, da es Zeit für eine Pause von der ungeliebten Plackerei auf den Äckern um Hennings Hof war. Bereits im nächsten Moment
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  • MAD ROY: DRAGONKISS APOCALYPSE

    Wie ein enthauptetes Pferd rannte der Zentaur noch zwanzig Meter weiter, nachdem er Roys Kettenschwert gespürt hatte, sein Menschentorso abgetrennt. Dann brach er zusammen in einer Wolke aus Schnee, Asche und Funken.
    “HRAAH!”, brüllte sie vom Dach der rasenden, dampfbetriebenen Panzerkutsche in den feurigen Eissturm hinein, wischte sich die blutige Hand am nackten Bauch ab. Roy konnte sich nicht mehr erinnern wieso sie eine dieser albernen “Gladiatorinnenrüstungen” trug, die zwar Teile des Körpers mit dickem Metall bedeckten, vitale Bereiche aber gänzlich frei ließen.
    Aber bisher hatten ihr weder Weißer Mantel, Zentauren oder die Untoten etwas anhaben können.
    Die Dampfkutsche wurde durchgerüttelt, als Cranguz sie durch die Zentaurenherde schmettern ließ. Was die dicken runden Räder nicht plattdrückte, wurde von den Stacheln in Fetzen gerissen. Wellen aus Blut mischten sich mit Schnee und Funken.
    “CRAANGUZ!”, brüllte der Charr seinen Namen,
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  • "Ich will nach Orr!"
    Veruca bestimmte es mit einer Entschlossenheit, die den bepelzten Kriegsmeister kurzzeitig blinzeln ließ. Nicht genug, dass die Menschenfrau mit völlig aufgequollenenden Augen vor ihm stand, gesegnet mit dem dunklen Schatten einer langen Nacht- immerhin war sie ja auf dem Ball ihrer Famile gewesen- nein, da roch sie auch noch wie ein köstliches Frühstücksbuffet, mit noch schlagenden Herzen.
    Kurzzeitig verzog sich die Charrmiene ins selige Fänge blecken mit dem Ausdruck 'ich mags blutig', dann paffte er wieder an seiner Wasserpfeife im Büro und glotzte die ruhelose Iorga nur verständnislos an.
    "Du bist zum schreiben hier, nicht zum Krieg spielen." Grom paffte ihr einen Schwall süßlichen Tabakdampfes entgegen, in dem die faulige Note von Fleischresten mitschwang, die sich zum sterben zwischen seine Reisszähne gelegt hatten und noch nicht von gelangweilten Krallenspitzen geborgen wurden.
    Vom Trotz beflügelt, der sicherlich auch der Übermüdung zu verschulden war,… [Weiterlesen]