Quid Pro Quo

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Anzumerken ist, dass die Menschen entweder geködert oder vernichtet werden müssen. Für geringfügige Beleidigungen rächen sie sich; bei schwerwiegenden sind sie dazu nicht in der Lage. Jede Verletzung muss also so zugefügt werden, dass die Angst vor Rache gleichzeitig eliminiert ist.
    –– Machiavelli ––




    Warnungen
    Gewalt, aber nicht in groteskem Ausmaß. Ab Alter 16, würde ich schätzen.


    1324 n.E.


    Carcair sah sich um. Diese Position war nicht direkt schlecht – er konnte die Straße überblicken, über die sich die anderen bewegten. Felsen, Bäume, regennasse Blätter, ein paar einzelne Rufe exotischer Vögel. Leider verdeckten die Bäume und Felsen auch stellenweise den Blick auf den Pfad.

    Er zog eine Schnute, während er sich positionierte. Seine Befehle hinderten ihn daran, sich einen besseren Ort zu suchen. Zu viel Anleitung hatte ihm schon bei den Hainhütern geschadet. Vielleicht brauchten die anderen Dummköpfe jemanden, der ihnen alles mit kleinen Löffeln fütterte – Carcairs Effektivität behinderte es nur.

    Aber damit musste er sich arrangieren. Zumindest heute. Shay war niemand, mit dem man so etwas ausdiskutierte.

    Geschichte
    Er legte seine Gewehre ab und richtete sich ein. Seine Position wurde großteils von Felsen geschützt, abgesehen von ein paar Lücken, durch die man zum Wald sehen konnte. Carcair würde seiner Truppe auf dem Pfad von hieraus gut Feuerschutz geben können… bis auf ein paar tote Winkel. Ein wenig sehnsüchtig blickte er zu den Felsen auf der anderen Seite des Passes hinüber – dort hätte er ohne Zweifel die perfekte Position gefunden. Aber die hatte sich Shay unter den Nagel gerissen.

    Carcair zuckte geistig die Achseln. War nicht sein Problem, wenn ihm teilweise die Sicht nach unten versperrt war. Du unten mussten irgendwie klarkommen. Carcair konnte nur leisten, wozu man ihm die Möglichkeit gab.

    Er hatte alles vorbereitet, lag an einer geschützten Stelle und hatte einige Minuten Zeit, bis der Rest der Truppe eintraf. Der schlammige Pfad sah ruhig aus, aber Carcair hatte die Bewegungen in den dunklen Ecken des Unterholzes bemerkt. Sah machbar aus. Noch.

    Seine Vorahnung bestätigte sich, als der Söldnertrupp auftrat. Fast sofort schwärmten die Auferstandenen aus, um sich auf die Karawane zu stürzen. Es erforderte einige Konzentration, die Monster zwischen den Pflanzen zu erwischen, aber die Situation war unter Kontrolle. Die Zahl der Auferstandenen war klein genug, als dass die Nahkämpfer und Scharfschützen gemeinsam sie schneller ausschalteten, als der Nachschub eintraf.

    Ein Kopfschuss. Noch einer. Verfehlt, na gut. Waren die Bäume schuld, Shay hatte eben die bessere Position. Was sie nicht daran hindern würde, sich als die bessere Schützin aufzuspielen.

    Nochmal verfehlt. Carcair verzog den Mund und atmete durch. Es war schwierig, überhaupt ein gutes Ziel zu finden, so schnell, wie die Söldner die Kreaturen beseitigten.

    Carcair nahm sich die Zeit, sich auf die entfernten Auferstandenen zu konzentrieren. Die waren schwerer zu treffen – er war wirklich weit ab vom Schuss – haha, Schuss – aber hier lief es besser. Kopfschuss. Kopfschuss. Vielleicht kein Kopfschuss, aber trotzdem gut getroffen. Kopfschuss.
    Etwas knackte neben ihm, ein Zweig unter einem massiven Gewicht. Mehr um zu sehen was da los war als aus einem geschulten Kampfreflex heraus rollte Carcair sich zur Seite. Die Axt schlug neben ihm in den Boden ein und hinterließ einen klaffenden Schnitt über Carcairs Rippen. Die Lederrüstung konnte sie nicht aufhalten.

    Carcair bemerkte die Verletzung im ersten Moment kaum. Zwei Sekunden lang, die ihn nur durch Glück nicht das Leben kosteten, starrte er die Auferstandenen an. Fünf? Zehn? Fünfzehn? Woher -

    Der Charr, der nach ihm geschlagen hatte, brauchte die Zeit, um seine Kriegsaxt wieder hochzuwuchten. Es war nur die Gnade der Baummutter, dass die Leiche so langsam wie zerfleddert war. Nicht, dass der dämliche Baum jemals etwas für ihn getan hätte. Aber das taten Menschengötter und Norngeister auch nicht. Charrmaschinen hingegen…

    Carcair wollte sein Gewehr hochreißen, um sich gegen die Axt zu schützen, aber es war nun einmal sein Gewehr. Carcair wuchs wieder zusammen, seine Waffen nicht. Also kugelte er weiter davon, sehr hastig und sehr unelegant. Doch als er versuchte, sich irgendwie aufzurappeln, stellte er fest, dass ein flinker, gut erhaltener Asura ihn schon eingeholt hatte und seine spitzen, kleinen, garstigen Zähnen in sein Bein schlug.

    Carcair biss die Zähne zusammen, sodass ihm nur ein langgezogenes Zischen entkam. Er durfte keine Geräusche machen. Die anderen Söldner würden ohnehin viel zu spät kommen, wenn sie ihn unten im Kampf überhaupt hörten. Und die Auferstandenen würden ihn hören. Deswegen waren sie hier.

    Hektisch trat er nach dem Asura. „Ghnnnrgh!“, knurrte er durch den verkrampften Kiefer, während die spitzen Zähne durch seine Fasern schnitten. Der feste Stoff der Hose verhinderte das Schlimmste, trotzdem war der Schmerz größer, als man sich selbst zufügen wollte. Doch die anderen Auferstandenen schliefen nicht. Der Charr hob bereits seine Axt und Carcair konnte ihn nur aufhalten, indem er ihn hastig mit dem Gewehrlauf nach hinten drückte. Er schaffte es irgendwie, einen Schuss abzugeben, aber ohne einen Kopfschuss war Sternchen nur mäßig effektiv. Und die Schüsse brauchten eine Weile, um sich aufzuladen.

    Sein Blick zuckte hinüber zu der roten Sylvari-Flinte, die hinter dem Charr lag. Unerreichbar. Carcair atmete durch, nahm alle Kraft zusammen und trat mit Schwung nach dem hohläugigen Schädel, der mit eiserner Kraft in seinem Bein hing. Ihm wurde schwarz vor Augen, doch unter dem Opfer von etwas Fleisch wurde er das Mistvieh los. Was nichts daran änderte, dass die anderen Auferstandenen in Angriffsreichweite waren. Fünfzehn? Nein. Eher hundert! Dass er noch zappeln konnte verdankte er nur dem Abhang hinter sich und dem breiten Charr vor sich – der jeden Moment auf sein Scharfschützengewehr einhacken würde.

    Weg. Nur weg. Das war seine einzige Chance. Carcair zog sein Gewehr abprupt zur Seite, sodass der Charr das Gleichgewicht verlor und nach vorne stolperte. Irgendwie schaffte er es, die Leiche an sich vorbei zu lenken – auf den Asura, der sich schon wieder auf Carcair stürzen wollte. Ein Gurgeln, ein dumpfes Aufprallen und das Knacken brechender Knochen folgten. Carcair hörte nichts davon. Das Adrenalin trieb ihn mit aller Härte dazu, sein Bein irgendwie unter dem sich windenden Fleischberg herauszuzerren.

    Er war frei, er stand, er hatte keine Gliedmaßen verloren. Der gefallene Charr schützte ihn noch für einen Moment vor den Waffen der Auferstandenen. Der Weg, von dem er gekommen war, lag in diesem Moment frei hinter ihm – und zwar nur in diesem. Auf der andren Seite lag die Flinte, umschwärmt von verwesten Menschen und Asura. Die Entscheidung war klar. Mit einem Ausfallschritt – schmerzhaft – griffelte er nach seinem Gewehr. Die Sekunde, die er zum Aufheben brauchte, war genug um von einem Schwert getroffen zu werden. Halb schaffte er es noch auszuweichen, doch der Schnitt über seinen Unterarm war trotzdem tief. „Verflammte Scheiße!“, entkam es ihm trotz guter Vorsätze. Fluchen war schließlich das beste Mittel gegen Schmerzen.

    Er versuchte, dem gurgelnd Zhaitan preisenden Menschen zu entkommen, rempelte einen waffenlosen Fleischsack an und versuchte, sich irgendwie zurück nach Norden zu schlagen. Das kleine Plateau war von Auferstandenen überlaufen – sie hielten sich gegenseitig am besten davon ab, Carcair zu erreichen. Von Süden her strömten immer weitere Monster herbei. In einem Sekundenbruchteil der geistigen Erleuchtung verstand Carcair, dass es dort hinter den Bäumen einen Pass durch den Felsen gab, durch den sie sich quetschten.

    In einem weiteren Sekundenbruchteil hatte er berechnet, dass er in zwei Sekunden tot sein würde. Keine Chance, durch die Menge nach Norden zu kommen. Links neben ihm war der Abgrund – tief genug, um den Sturz garantiert nicht zu überleben. Aber die Auferstandenen waren klug genug, Abstand zu halten. Nur wenige Zentimeter, aber vielleicht...

    Carcair sprintete los, sofern man das Balancieren ‚sprinten’ nennen konnte. Eine Hand griff nach seinem Ärmel. Panisch riss Carcair sich los, schwankte mit den Gewehren rudernd über der Felskante. Zwei Sekunden fror die Welt ein und er starrte in den Abgrund. Er fiel. Das war es also, das Ende. Doch dann lief er plötzlich wieder, rammte einen Asura mit dem Knie zur Seite und hetzte Richtung Norden. Höhenangst hatte er noch nie gehabt.
    Eine Tasche rissen ihm die Auferstandenen weg, dann hatte Carcair es geschafft und schlug sich hastig durch das Unterholz, hinter ihm das unverständliche Geheul der unglückseligen Seelen.


    Es war dunkel. Stunden. Etliche Stunden. Allein. Allein durch den Wald, der mehr als Leichen bestand als aus Bäumen. Mit einem zerfetzten Bein. Kaum Verbandsmaterial. Und genau deswegen durfte man nie auf andere bauen.

    Die Wachen am Lager erkannten ihn einen Moment nicht. Ohne Zweifel hatte man ihn schon für tot erklärt. Er war ja nur ein Sylvari.

    Doch Sylvari konnten keine Auferstandenen sein, und so ließen die Wachposten vorbei, als er ihnen nicht antwortete. Carcair schlurfte zielstrebig an den Zelten vorbei. Ein kleines, karges Lager, kein Schnickschnack, nur meterhohe, spitze Palisaden und eine Menge Wachposten.

    Endlich sah er sie.

    Shay stand nahe des Zentrums, beobachtete die anderen beim Arbeiten, und kaute auf irgendeinem Unkraut herum. Eine scheußliche Eigenart. Braxus, der alte Charr, hob erheitert die Lefzen, als er Carcair sah. „Ah! Du hast es doch geschafft, Pflänzchen!“

    Carcair stapfte wortlos auf Shay zu. Fokussiert. Unaufhaltsam. Und ziemlich zerfetzt.

    Sie bemerkte ihn nach einer Weile, vielleicht tat sie auch nur so, als hätte sie ihn übersehen. Die Sylvari spuckte die schwarzbraune Masse auf den Boden, stemmte den Arm in die Seite und stellte mit undeutbarem Blick fest: „Mh. Du lebst ja noch.“

    Eine weitere Stichflamme Wut loderte in Carcair auf. Sicher spürbar für sie, doch sie zeigte keine Regung. Natürlich. Sie war wie er.
    Carcair warf seine Gewehre zur Seite. Er bremste nicht ab.

    Keine Antwort war genug für Shay. „Was hast du da oben wieder getrieben? Ich musste der Karawane ganz allein den Rücken decken. Ich hab’s gleich ges-… AU WAS–?!“

    Sie hielt sich die Hand an die Nase, wo Carcairs Faust sie getroffen hatte und sah zu ihm auf, fast so zornglühend wie er selbst. Im wörtlichen Sinn natürlich. Carcair hatte ihre kräftigen Farben immer gemocht.

    „WAS ZUM?! Bist du völlig BESCHEUERT?“

    Carcair schlug noch einmal zu, diesmal in den Magen.

    „Argh! Ich bring dich um, du kleiner, feiger, –...!“

    Damit kassierte er einen ordentlichen Kinnhaken. Noch bevor Carcair wieder klar sehen konnte, stürzte er sich auf sie und riss sie zu Boden.
    „Versuch’s doch du–“ Noch ein Schlag ins Gesicht. „– verflammte Albtraumbrut, du –“ Sie rammte ihm das Knie in den Bauch, was schrecklich in der Wunde an seinen Rippen zog. „– hast’s schonmal nicht hingekriegt!“, zischte er.

    Er bemerkte kaum, wie die anderen Söldner sich um die verkeilten Sylvari herum sammelten. Nicht lange und die ersten Norn begannen zu rufen: „Prü-ge-lei! Prü-ge-lei!“

    Nur Braxus versuchte an irgendwelche Restvernunft zu appellieren. „Verflammt, Bursche! Lass’s gut sein, da kommt nichts bei raus! Kommt es nie!“

    Er hatte nicht ganz Unrecht, denn wenn Shay eines fehlte, dann waren das Skrupel. Das hatte Carcair heute wieder feststellen dürfen. Sie packte ihn an seinen Blättern, die ungünstiger Weise ziemlich lang geworden waren, riss seinen Kopf zur Seite und drückte einen Daumen in sein Auge. Ein Auge. Den Verlust konnte er sich nicht leisten. Er gab nach, rutschte seitlich von ihr herunter, um etwas Raum zum Manövrieren zu erhalten.

    Sie nutzte das sofort aus, packte seine Schulter und warf ihn auf den Rücken. Kein gefährlicher Angriff, Carcair konnte seinen Fall abfedern. Er griff hastig nach ihren Armen, um sie am Schlagen zu hindern – doch er war zu langsam: Sie machte sich nicht bereit, ihm die Nase zu brechen. Stattdessen überwand ihre Hand die wenigen Zentimeter von seinen Blättern zu seiner Stirn und schmetterte seinen Kopf mit Wucht auf den Boden.

    Shay war wütend, wirklich wütend.

    „Ouuuuh!“, echote die Söldnertruppe.

    „Hätt’ ich’s versucht –“ Sie ließ seinen Kopf noch einmal auf den Boden krachen. „– wärste jetzt –“ Der Boden bestand nicht aus Stein, aber Carcair konnte trotzdem nichts mehr sehen. „– scheißtot!“

    Treten, schlagen, würgen – während sein Schädel sich anfühlte, als würde er splittern, brachte er nicht genug Kraft dafür auf. Shay trug ihre Rüstung. Ihre Haut war dick wie Rinde. Da war kein Angriffspunkt mehr. Sie war älter, sie war härter, und sie hatte viel, viel mehr Erfahrung in dreckigen Schlägereien als er.

    Er kam hier nicht raus. Nicht bei diesen Parametern. Also musste er sie ändern.

    Es gab nur einen Parameter, der auf Carcairs Seite stand – der immer auf Carcairs Seite stand. Er gab es auf, gegen ihre metallverstärkte Lederrüstung zu schlagen. Er brachte sie kaum aus dem Gleichgewicht und seine Knöchel waren schon längst aufgerissen. Doch Carcair beobachtete, und Carcair erinnerte sich. Darin war er gut.

    Seine rechte Hand fand ihren Gürtel. Mit einer Waffe in Reichweite musste er nicht mehr nachdenken. Reflexartig packte er ihren Dolch rammte ihn durch ihren Oberschenkel.

    Sie schrie auf. Überrascht hatte er sie zumindest. „Argh! DU… DRECKIGES…“

    Der Schmerz machte sie nur wütender. Typisch Shay. Als Sylvari überlebte man nicht sonst unter Norn und Charr. Statt zurückzuweichen zog sie seinen Kopf an den Blättern nach oben, nahm Anlauf, um ihn mit aller Kraft auf den Boden zu schlagen. Und diesmal wahrscheinlich mit dem Ziel, ihn zu töten.
    „Deine Mutter wird bereuen, dich geboren zu haben.“

    Doch sie hatte ihm einen Moment Zeit und Raum gegeben. Genug, damit Carcair ihre Position leicht verschoben hatte. Mit aller übrigen Kraft – sein rechter Arm war immerhin unversehrt – drückte er den Dolch noch tiefer in ihre Fasern und drehte ihn. Langsam.

    Diesmal war es tatsächlich genug, damit Shay sich fluchend aufsetzte und seine Hand vom Dolch losreißen wollte. Carcair hielt sie nicht ab. Stattdessen trat er noch einmal gegen das Dolchheft und zog sich zur Seite.

    „Versuch das noch einmal, und ich bring’s zu Ende“, drohte er atemlos, als er sich aufrappelte.

    „Du bist tot! Sowas von scheißtot!“, echote sie zurück. Sie waren sich leider oft etwas zu ähnlich. Zu Carcairs Glück war Shay aber mehr mit ihrem Bein beschäftigt als mit Versuchen, ihn umzubringen. Die Wunde war nicht zu verachten, hatte vielleicht einen Muskel durchtrennt. Die übrigen Söldner, etwas enttäuscht, dass die Prügelei so schnell geendet hatte, aber weit weniger enttäuscht über das geflossene Blut, setzten sich in Bewegung – einige gingen auf Sicherheitsabstand, andere näherten sich der am Boden sitzenden Sylvari.

    Carcair hob seine Gewehre auf und ging.

    ~ † ~

    „Er hat mich fast erwürgt. Erwürgt.“

    „Er ist ein Norn. Das war nicht erwürgt, glaub mir, Blümchen.“

    Carcairs Kiefermuskulatur spannte sich an. „Es war offensichtlich eine Drohung. Er konnte nicht mehr tun, weil alle zugesehen haben!“
    „Junge.“ Die Charr legte ihren Revolver zur Seite und wandte den höchst unamüsierten Raubkatzenblick zum ersten Mal direkt Carcair zu. „Und was soll ich da machen?“

    Carcair begann zu gestikulieren. Hysterisch, für seine Verhältnisse. Er wusste, das stärkte seine Position nicht, aber zu viele unausgesprochene Argumente verstopften sein Gehirn. „Irgendetwas? Wirst du wirklich dabei zusehen, wie er mich umbringt?“

    Die Augen der Charr rollten langsam gen Himmel, der riesige Kopf senkte sich drohend. „Du weißt, was das Problem hier ist. Du bist das Opfer, ja? Was sagt das über einen Söldner aus, hm?“

    „Was… sagt das über einen Söldner aus?!“ Seine Stimme wurde lauter. Definitiv keine gute Idee. „Dass er ein Nornist? Und ich ein SYLVARI?“
    „Ja, was ist das eigentlich mit euch Pflanzen, hm?“ Die Charr schnaufte mäßig erheitert und nahm Pistole und Öltuch wieder zur Hand. „Die einzigen, die noch mehr rumheulen als ihr, sind die Mäuse.“

    Carcair blinzelte, fixierte dann wieder die Charr. War das alles ein Scherz für sie? Er konnte Charr-Mimik noch nicht gut interpretieren. Es interessierte sie nicht, so viel war klar.

    Innehalten. Tief einatmen. Die tausend Einwände herunterschlucken. „Was… soll ich deiner Meinung nach tun? Mich mit einem Norn prügeln? Mit ihm reden? Die einzig echte Option ist, ihn umzubringen, und –“

    Der Revolver landete diesmal krachend auf dem dünnbrettrigen Tisch. „NIEMAND bringt irgendwen um, verstanden? Du bist nicht so blöd, Blümchen. Die Löwengarde kann deine Kugeln identifizieren. Jeder kann deine verflammten Kugeln identifizieren.“

    Carcair spürte jetzt nach all der Fassungslosigkeit und dem Unglauben etwas Neues in sich aufsteigen – Zorn. Nicht unverdient, natürlich, aber sinnlos.
    Vielleicht sah der Hauptmann ihm das an. Zumindest blieb sie fürs Erste stehen und erklärte nach einem Moment: „Und genauso wenig bringt er dich um. Verstanden? Jeder hier weiß, wie es läuft. Man kann einen Haufen Söldner nicht immer davon abhalten, sich zu schlagen. Aber keine ernsten Verletzungen. Und keine Toten ohne Befehl. Habe ich mich klar ausgedrückt? Sowas hat in meiner Truppe keinen Platz.“

    Keine ernsten Verletzungen. In jedem anderen Fall hätte Carcair gelacht. Er bezweifelte allerdings, dass sein Hals zum Lachen überhaupt noch in der Lage war.

    Seine Fasern glühten giftig auf, während er zischend erwiderte: „Inwiefern soll es mich beruhigen, dass ihr den Idioten der Löwengarde übergebt, nachdem er mich umgebracht hat?!“

    Die Geduld der Charr war ebenso überreizt wie seine. Mit schweren Schritten stapfte sie auf ihn zu.

    „Pass auf, Bürschchen. Du bist ein guter Schütze und du nimmst nicht viel Geld, deswegen hab’ ich ’nen Sylvari hier reingelassen. Aber wir sind hier nicht im Fahrar und es ist nicht mein Job, euch hinterherzulaufen wie ein Primus oder eine Mutter oder was auch immer euch Sylvari im Leben fehlt. Ich hab ihm gesagt, er soll den Mist lassen, und dir sage ich: Vielleicht hättest du die Klappe nicht so weit aufreißen sollen.“

    Sie pausierte und betrachtete ihn noch einmal mit diesem schwer zu deutenden Charr-Blick. Zornig war sie immerhin nicht. „Mir ist egal, wie du das löst. Aber wenn du der Sache nicht gewachsen bist, dann geh.“

    Das Gewicht in seinem Magen wurde schwerer, deutlich schwerer, als wenn er darüber nachdachte, von einem Norn mit bloßen Händen ermordet zu werden.

    Ein paar Momente vergingen schweigend.

    „Verstanden“, antwortete er schließlich. Sein Blick schweifte durch den dämmrigen Raum. Er war karg, so wie es Charr-Art zu sein schien. Ein Tisch, ein Stuhl, ein Haufen Waffen und ein paar Karten. Sonst nichts, wenn man das schmutzige Fenster nicht zählte. Ja, so sah Carcairs Heimat nun aus. So, und ohne Ehre, ohne Duelle, ohne all das, wovon man ihm im Hain gesagt hatte, wie die Zivilisation funktionierte.

    „Meine Optionen sind also: sterben, im Gefängnis landen oder verhungern.“

    „Nein, Bursche.“ Eine riesige Pranke landete auf seiner Schulter. Seine Knie knickten leicht ein. „Deine Option ist, dein Schicksal in die Hand zu nehmen wie ein Charr, statt rumzujammern, bis irgendwer anders deine Probleme löst.“

    Carcair sah den Hauptmann an. Schweigend. In diesem Moment übertraf Müdigkeit all seine anderen Regungen. „Verstanden“, wiederholte er und wandte sich zur Tür.

    Die Charr schnaufte hörbar. „Gut. Und wenn du mich noch einmal mit sowas nervst, fliegst du. Dann bist du deine Sorge auch los.“

    ~ † ~

    Herrschte Stille? Absolute Stille? Carcair konnte es beim besten Willen nicht sagen. Es fiepte und rauschte in seinen Ohren. Wer hatte sich diese Fehlkonstruktion eigentlich ausgedacht? Rauschten Charr-Ohren auch so?

    Vermutlich war es still. Aber gerade eben, da hatte er etwas gehört. Ganz sicher! Ganz sicher? Er atmete so leise aus wie möglich und horchte so konzentriert, dass es ihn fast physisch anstrengte. Er bildete sich ein, ein Rascheln zu hören, aber das konnte von ein paar Blättern bis zum Rauschen in seinen Ohren alles sein.

    Einige Minuten vergingen, in denen nichts passierte. Langsam entspannten sich Carcairs Fasern wieder. Im Grunde wäre es auch absurd, ihn mitten im Lager umzubringen. Da waren immerhin Wachen...

    Nicht, dass es schwer gewesen wäre, die Wachen zu bestechen.

    Er atmete durch und schloss die Augen. Letztendlich konnte er nicht viel tun. Besser sich ausruhen und –

    Da knackte es einmal laut. Carcair fuhr hoch. Innerhalb von zwei Sekunden war er aus dem Zelt heraus.

    „VERFLAMMT SHAY, ich schwöre ich –“

    Vor allem die irritierten Blicke der beiden Norn, die heute Nachtwache hielten, brachten ihn dazu, innezuhalten. „Geister, was’s denn los, Kohlkopf?“
    Carcair sah sich um. Nicht unmöglich, sich hier in den Schatten zu verstecken, aber unwahrscheinlich. Shay war nicht halb so gut im Schleichen wie er, sie schoss sich ihren Weg lieber frei. Und da draußen regte sich nichts.

    Das kleine Zeltlager war von Palisaden umgeben, die es unmöglich machten, sich zwischen den Dschungelpflanzen zu verstecken. Die Wachen mochten in ihr Kartenspiel vertieft sein, aber jemanden, der dort hinaufkletterte, den würden sie (hoffentlich?) bemerken. Carcair hatte sein Zelt ein wenig abseits aufgestellt, sodass er seine Nachbarn nicht hören musste. Shay hätte es nicht in Deckung schaffen können, bevor er aus dem Zelt heraus war.

    Er atmete bemüht ruhig aus und winkte gen der Norn ab, bevor er die Plane wieder fallen ließ. Und im Zelt in der Dunkelheit saß.

    Die Wachen draußen lachten noch kurz darüber, wie seltsam Sylvari doch waren, dann erstickte wieder Stille sein Zelt. Carcair hörte nur seinen eigenen Atem und das Blut in seinen Ohren.

    Er ließ sich auf den Rücken fallen und starrte die schwarze Zeltplane an. Ja, vermutlich würde sich Shay auf eine perfidere Art rächen. Der Schuss auf ihn war nur eine Drohung gewesen – Shay verfehlte nie – und mitten im Lager würde selbst sie niemanden ermorden.

    Aber es war eben eine Drohung gewesen, und Shay war mehr als nur heiße Luft. Sie würde sich rächen. Schmerzhaft.

    Er brauchte eine Lösung. Möglichst sofort. Immer auf der Hut bleiben war völlig unmöglich. Weglaufen konnte er nicht, aus vielen Gründen, aber vor allem wollte er es nicht. Er würde nicht weglaufen, nicht vor Shay und nicht vor irgendwem sonst.

    Dass sie auf ihn geschossen hatte, hatte jeder gesehen. Und jeder in der Truppe wusste, dass sie sich rächen würde. Interessieren tat es trotzdem niemanden. Mit Geld, ja, damit hätte er sich vielleicht etwas Unterstützung kaufen können – aber erstens war er völlig mittellos und zweitens würde er sich auf dieses Gesindel niemals wirklich verlassen können.

    Externe Hilfe – nicht in dieser Welt.

    Also blieb nur, die Sache mit Shay direkt zu regeln. Und die einzige Sprache, die Shay verstand, war Gewalt.

    Was konnte er also tun? Stärke zeigen war eine Möglichkeit. Mit etwas Geschick konnte er Shay etwas Respekt abtrotzen. Diesen Weg hatte er schon versucht, das Problem: Er hatte sie öffentlich gedemütigt. Und Shays Stolz war so groß, dass sie ihn niemals damit davonkommen lassen würde.
    Um sie zu besänftigen, musste er ihr Genugtuung geben. Und dazu musste er wiederum sich demütigen. Nur: Carcairs Stolz war so groß wie Shays. Das hatten alle Sylvari gemeinsam.

    Womit er wieder bei Gewalt landete. Töten war ausgeschlossen. Zumindest vorerst. Rache würde nur dafür sorgen, dass sie sich rächte. Woraufhin er sich wieder rächen musste. Woraufhin sie… Jedenfalls kam er so zu keinem Ergebnis.

    Etwas raschelte draußen am Zelt. Vielleicht ein Vogel, ein Blatt oder die abgeschlagene Hand eines Auferstandenen. Carcair verkrampfte sich. Er musste etwas unternehmen. Und zwar sofort.


    Carcair erreichte Shays Zelt, ohne dass ihn irgendwer bemerkte. Er hatte abwarten müssen, bis die beiden Wachen für einen Moment abgelenkt waren, mehr Steine hatte man ihm nicht in den Weg gelegt. Eigentlich war das hier schon zu einfach – ein schlechtes Arbeitszeugnis seiner Kollegen. Mord war also doch eine valide Option.

    Im Zelt rührte sich nichts. So weit, so gut.

    Carcair griff seinen Dolch, dann schob er sich in das winzige Zelt. Tatsächlich schaffte er es sich über die schlafende Sylvari zu knien, bevor sie überhaupt irgendwie reagierte. Gute Götter. Sie schnarchte einfach weiter. Wie konnte jemand, der so vielen verhasst war, so unausstehliches Mörderkraut, mitten im Kriegsgebiet so tief dem Schlaf der Gerechten frönen?

    Doch als er ihre Schulter zu Boden drückte, riss sie plötzlich die Augen auf und versuchte sich aufzusetzen. Er schaffte es trotzdem, den Dolch gegen ihren Hals zu drücken und sie unter Kontrolle zu halten.

    Eine Sekunde brauchte sie, um die Situation einzuordnen. Carcair spürte sogar milde Überraschung, dass sie sich nicht blind in den Kampf warf. Mit einem Schnauben ließ sie sich zurück auf die Matte fallen. „Pfff. Traust dich also nicht, mich offen umzulegen. Hab auch nicht mehr von dir erwartet.“
    Carcair drückte die Klinge etwas tiefer in ihren Hals. So eine Situation musste man ausnutzen. „Halt einfach einmal in deinem Leben die Klappe, Shay. Ich habe ein Angebot für dich.“

    „Angebot? Was könntest du mir bitte bieten?“, spottete sie. „Mach ich dir solche Angst?“

    „Wir sitzen im selben Boot. Du willst dich an mir rächen, ich will mich an dir rächen. Das wird ewig so weitergehen. Lass uns den Mist effizient lösen.“
    Shay gab ein abfälliges Grunzen von sich und streckte sich betont entspannt aus. „Effizienz ist dein Ding, Kleiner, nicht meins. Lang und schmerzvoll gefällt mir besser.“ Dass der Dolch in ihre Haut schnitt und Carcairs Knie ihr das Blut im Arm abdrückte, überging sie großzügig. „So wie ich das sehe, ist das ganz einfach. Wer mehr Biss hat, überlebt. Warum sollt‘ ich mir Sorgen machen?“

    Ja. Ja, das war ungefähr genau der Verlauf des Gesprächs, den Carcair erwartet hatte. Gewalt schlug Diplomatie. „Weil ich alles daran setze, zu gewinnen. Und das weißt du.“

    „Und du glaubst, das wirst du jemals können?“

    „Ich bin jetzt schon besser als du.“

    Shays lodernde Augen blitzten amüsiert auf. Sie lehnte sich nach vorne, in den Dolch hinein, um Carcair besser ansehen zu können. „Weißt du, was das Gute daran ist, Sylvari zu sein? Jeder unterschätzt dich.“

    Carcair schob sie mit der Klinge wieder zurück auf die Matte. „Ich bin auch Sylvari. Und ich weiß genau, was du kannst.“

    Ihre Augen wurden schmal. „Und wenn du das weißt, dann weißt du auch, dass ich für jedes Wort hier einen Würfel mehr aus deinem Fleisch schneiden werde, bevor ich dich umbringe.“

    Jetzt war es an Carcair erheitert zu schnauben und sich zurückzulehnen. „Treib’s nicht zu weit, Shay. Sonst kann ich dich nicht mehr ernst nehmen.“
    Das war der Moment, in dem sie versuchte, sich loszureißen. Carcair reagierte sofort, drückte die Dolchspitze tief in ihre Kehle, dort wo es besonders unangenehm war. Er musste tief schneiden, bevor er Shay zum Nachgeben brachte. Wütend grollte sie: „Jetzt ziehs endlich durch, oder renn heulend zu Mami, wenn du zu schwach dafür bist.“

    Jetzt lehnte Carcair sich vor. „Wie ich schon sagte: Sei einfach mal still, Shay. Ich könnte dich jetzt umbringen, ja. Würde ich gerne. Aber was bringt mir das? Nichts. Oder wir leben beide, wir schneiden uns keine Gliedmaßen ab, wir profitieren. Du tust mir den ein oder anderen Gefallen, ich tu dir den ein oder anderen Gefallen…“

    Shay legte desinteressiert den Kopf wieder ab. „Pff. Du hast ja keine Ahnung, wie viel Spaß ich daran haben werde, dir Gliedmaßen abzuschneiden. Wenn’s nach mir ginge, wärst du längst tot und beerdigt. Oder vielleicht auch nicht beerdigt, he. Können wenigstens die Auferstandenen noch’n bisschen Spaß mit dir haben.“

    „Shay. Egal wie oft du es leugnest, ich weiß dass du…“ Er stockte. Wäre es möglich, dass sie…?
    Shay blieb gelangweilt auf ihrer Matte liegen. Langeweile war bei ihr keine gute Sache. Das gab ihr nur die Möglichkeit, kreativ zu werden.
    „Warum darfst du mich nicht umbringen?“

    Ihr Blick zuckte zu ihm, ein wenig zu schnell, ein wenig zu starr. Wie gut, dass Sylvari leuchteten. Sonst hätte er in dieser Dunkelheit nichts davon gesehen. „Weil ich nicht in einer Löwensteiner Zelle landen will, du hohle Rübe“, erklärte sie genervt.

    Nur ein winziger Hinweis, aber das war genug gewesen. Shay war hart, sie war erfahren, sie kannet keine Zurückhaltung, Gewalt hatte sie so viel erlebt, dass sie kaum mehr Wirkung auf sie hatte. All das waren Stärken, die ihm fehlten. Aber er hatte einen Vorteil: Er benutzte manchmal sein Gehirn.
    „Sie haben dir verboten, mich umzubringen.“

    „Die Löwengarde? Meine Scheiße, wie dumm bist du eigentlich? Hab ich dich’n bisschen zu schlimm verprügelt?“

    Er lehnte sich nach vorne, studierte aufmerksam ihr Gesicht. Shay war eine harte Nuss, in allen Hinsichten. Ihr Gesicht verriet fast nichts, wenn sie nicht wollte, nichts brachte sie aus der Reserve, sie konnte lügen, ohne auch nur über die Lüge nachzudenken.

    „Ich bin also wertvoll für sie.“

    Shays starrte ihn einen Moment an. Er spürte Missmut von ihr ausgehen… und nahm das als Zeichen, dass er gewonnen hatte. Ihr Ton wurde finstrer. „Wertvoll? Scheiße, du hast keinen Schimmer, worum es hier geht. Dein ganzer Wert ist, dass du jung, naiv und formbar bist. Gefundenes Fressen. Mehr bist du nicht.“

    „Oder bist du vielleicht eifersüchtig, Shay?“, fragte er süßlich.

    Ihre Lippen verzogen sich, aber sie blieb ruhig. „Ich weiß, wen sie dir als Aufseher zugeteilt haben. Er wird deine Leiche als Maske verwenden, nachdem du verbraucht bist.“

    Carcairs Interesse war geweckt. Konzentriert saugte er jedes Wort auf, jede Information, die Shay so leichtsinnig fallen ließ. Er würde sie immer ausspielen können. „Du hast Angst vor ihm. Wenn du mich umbringst, weiß er, dass du es warst.“

    „ANGST?“ Shay war unfassbar leicht zu provozieren. Nach einem Moment jedoch ließ sie den Kopf mit einem Seufzen wieder zurückfallen. „Du dummes kleines Miststück, ehrlich. Ich verschwend kein Wort mehr an dich. Wenn du immer noch nicht geschnallt hast, dass ich mir von so’nem Mädchen wie dem nichts sagen lasse, dann ist bei dir echt alles verloren. Die sind klüger als du. Die wissen das.“

    Carcair musterte sie noch einen Moment, überlegte. Ihre Empathie war ruhig, er nahm keine Funken von Gewalt mehr wahr – ein sehr seltener Moment. Er setzte sich auf und löste den Dolch von ihrem Hals.

    „Wie schön, dass wir jetzt beide wissen, wo wir stehen, Shay. Ich sage ihm, dass du mich umbringen willst, und du sagst ihm, dass du nicht auf ihn hörst.“ Er schob sich von ihr herunter, vorsichtig, da er mit einer Faust in seinem Gesicht rechnete. Sie rührte sich nicht. „Ich bin sicher, das wird gutgehen. Süße Träume.“

    Er war schon halb aus dem Zelt heraus, verwundert, dass es von der dreisten Sylvari keine Widerworte gab. Da packte ihn ihre Hand am Arm. „Nicht so schnell, Freundchen. Erstmal fordere ich meinen Gefallen ein.“

    Carcair hatte ihre Rachsucht unterschätzt. Mal wieder.

    Carcair, Ihr Spezialist für:
    ✿ große Gewehre ✿ gutes Aussehen ✿ bissige Kommentare ✿ aufregendes Scheitern ✿ tödliche Psychedelika ✿ stilvolle Gewalt ✿ Jungfrauen in Nöten ✿ Selbstgerechtigkeit ✿ Schmerzen ✿ Verführung von Setzlingen ✿ Spionage ✿ Ritter ✿ Drachendiener ✿ Romantik und Blut ✿ graue Moral ✿ Himmelfahrtskommandos ✿ zweierlei Maß ✿ Fotosynthese ✿

Kommentare 0