Wenn sie ihre Musik hören dann...

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Der Raum ist fast dunkel, nur die abendliche Sonne scheint in den Raum hinein, es ist angenehm warm. Die weißen langen Vorhänge wehen sanft im sommerlichen Wind während die blonde Schneiderin an ihrer alten, versilberten Harfe sitzt. Sie trägt ein weißes Sommerkleid, eine Kette um den Hals und die Haare fallen ihr in leichten Wellen über den schmalen Rücken. Die Harfe ist schon lange im Familienbesitz und hat bei weiten schon bessere Tage hinter sich. Die Augen sind neugierig und voller Spannung auf die Frau gerichtet die sehnsüchtig auf das erklingen des Instruments warten. Der Raum, in dem sich das Publikum und die Harfenistin befinden, ist liebevoll eingerichtet. Ein pinker, großer Quaggan sitzt wachend auf einem Stuhl, von der Decke hängt ein Kronleuchter der allerdings aussieht wie ein Piratenschiff aus einem bekannten Märchen. Ebenso steht die Harfe im Raum, in diesen Zeiten ein wichtiger Bestandsteil des Zimmers. Die Finger der Schneiderin legen sich auf die Saiten. Sie schließt die Augen und beginnt nach einmal Ein- und Ausatmen zu spielen. Die Töne erklingen und man hört es bis auf die Straße, im ganzen Haus und es kehrt wohltuende Ruhe ein. Passanten laufen langsamer am Gebäude vorbei und lauschen den Melodien. Die Finger schweben fast schon schwerelos über die Saiten, jede Einzelne wird mit Bedacht gezupft. Manche werden leicht angeschlagen, manche dafür kraftvoller. Die Musik klingt, als hätte sie eine unendliche Weite, als wäre sie voller Liebe erfüllt. Sie zeichnet mit den Klängen grenzenlose, malerische Landschaften. Voller Leidenschaft spielt die Harfenistin das Lied, als würde sie ihre Gefühle über die Harfe preisgeben. Das Lied wiederholt sich mehrmals. An machen Tagen hört man die Frau kürzer spielen als an den Tagen davor, manchmal sogar spielt sie spät in der Nacht. Oftmals hört man passend dazu die Violine, in der genauso viel Energie und Leidenschaft steckt. Es wirkt immer so als würden die Töne der Harfe und der Violine sich ein Wettrennen bieten, eng verwoben miteinander tanzen, so voller Verbundenheit. Die junge Mutter spielt das Lied solange bis sie nicht mehr vom Publikum angesehen wird. Denn wenn sie ihre Musik hören, träumen ihre Kinder.


Kommentare 8

  • Minna -

    Ich reihe mich in das "Naaaaww-<3"-Posting mit ein. Das ist wirklich süß.

  • Amnesyas -

    <3

  • Vetkin -

    Beautiful <3

  • Motte -

    Oh my... Q___Q <3

    Das ist wunderschön gefühlvoll geschrieben und da ich es gerade auch zum ersten Mal lese - ohne jede Vorwarnung - war es echt so ein irritiertes 'Moment, ist das...' und dann ein großes 'NAWWW! <3'

    Vor allem finde ich es ganz bezaubernd wie du über die Musik auch die Beziehung der Eltern charakterisierst und wie sich am Ende offenbart, dass Liv und Ann das Publikum sind.