Artikel mit dem Tag „Gedicht“

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  • An einem sommerheißen Tag,
    so wie ich ihn gerne mag,
    pflückte ich ein Erdbeerlein,
    saftig-rot und nicht zu klein.


    Da löste sich ein grünes Blatt,
    schwebte sanft zum Gras hinab
    und streckte seine müden Glieder,
    legte sie am Boden nieder.


    Doch Zeit für Ruhe gab es nicht,
    das kleine Blättchen, kaum Gewicht,
    war fortan nun ein Himmelskind,
    als es geküsst wurde vom Wind.


    Es folgt dem warmen Brotgekrume,
    tanzt von Licht zu Lichterfleck,
    trifft so dann eine Sonnenblume und
    möchte kaum mehr von dort weg.


    Und wie er strahlte, helle Funken,
    Feuerwerk aus Farbenschein,
    das Erbeerchen, nun liebestrunken,
    wollte ganz nah bei ihm sein.


    Als wären es des Schicksals Boten,
    trieben jene warmen Böen,
    ein Sonnenblatt hinab zur Roten,
    auf gleichgesinnte Knisterhöhen.


    Sie lagen fortan Arm in Arm,
    die Erdbeere samt Sonnenblatt,
    umspielten sich mit ihrem Charme und
    wurden so schnell auch nicht satt.



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  • Ein Liebesgedicht


    Es war ein kurzer Augenschlag
    Ich wusst' schon damals, dass ich sie mag
    Ich ging zu ihr, wir sprachen viel
    Es schien auch so, dass ich ihr gefiel

    Wir trafen uns, wir lachten gerne
    Gemeinsam betrachteten wir die Sterne
    Ein Spaziergang schön im Mondesschein
    Anschließend brachte ich sie heim

    Wir sprachen noch, ein Arm um sie
    Sie lehnte an mir, ganz weich die Knie
    Ihr Lächeln lud ein, es war ein Muss
    So stahl ich ihr den ersten Kuss

    Darauf folgten noch viele mehr
    Eng umschlungen und doch Gegenwehr
    Ihr Herz das wart gebrochen worden
    Noch nicht bereit für neue Sorgen

    Natürlich war ich für sie da
    War immer hier, war immer nah
    Ich nahm sie mit auf Abenteuer
    Erlebten viel auf kurzer Dauer

    Es war ihr Herz doch stets besetzt
    Ich ignorierte alles was mich verletzt
    Ich wollte sie nur glücklich seh'n
    Mein eigenes Wohl, ich ließ es steh'n

    "Warum das alles" fragten and're mich
    Ich kannte ihre Lage, ließ sie nicht im Stich
    Ich hoffte auf Liebe, die ewig wärte
    Doch wurde es… [Weiterlesen]
  • Unter Seraphen - Wenn im Blech die Beule juckt


    Wenn im Blech die Beule juckt und die Stange trübe schimmert
    Will der Seraph schnell mal nageln, im Nebenraum, da wird gezimmert.

    Wenn der Hauptmann zur Parade bläst und alle Männer stehen steif
    Dann wird die Waffe gut poliert und abgerubbelt der Morgenreif.

    Wenn seine Flagge im Wind schon schlaff, als Strafe würde er versohlt
    Braucht der Soldat ne zweite Hand, die sie für ihn runterholt.

    Handwerklich nicht sehr begabt, will er nur ein Rohr verlegen
    Steckt es fest, gelöst wird's leicht: muss er es hin und her bewegen.

    Brennt es bei der Nachbarin, und hat der Soldat Druck auf dem Schlauch
    Das Problem mit einem Spritzer gelöscht und erfreut ist sie davon auch.

    Der Seraph beglückt mit seiner Arbeit gern, stets für Ehr und Ruhm
    Befriedigt jene, die in Nöten sind: Ist standhaft für das Bürgertum.


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  • Ich lebe unter Brücken
    Ich haue Zeug zu Stücken
    Ich schlage gern mit Keulen
    Menschen tun laut heulen

    Andere find ich gar nicht nett
    Charr sind haarig und nicht fett
    Ich liebe meinen Polsterbauch
    Sylvari sind doch auch nur Lauch

    Wir schlagen uns gern zum Gruße
    Ein Asura klebt am Fuße
    Norn verlaufen sich im Wald
    Ich mache wirklich jeden kalt

    Ich lebe auch in der Tiefe
    Du sagst, dass ich doll miefe
    Den Kopf den schlage ich dir ein
    Es ist toll ein Ettin zu sein [Weiterlesen]
  • Ein strahlend schöner Sonnenschein,
    bringt Licht ins dunkel, tief hinein.
    Er zaubert Lächeln auf die Lippen,
    es pocht das Herz unter den Rippen.

    Süße Besinnung kann er bringen,
    lässt Lieder in deinem Kopf erklingen.
    Der Alltag wird zum Abenteuer,
    wärmt dich von innendrin ein Feuer.

    Schließt du die Augen, ist er da,
    suchst du zu sehr, wird's nicht wahr.
    Auch ich will einen, der ist mein.
    Wo bist du, mein Sonnenschein? [Weiterlesen]

  • Vergangene Liebe


    Liebe fällt herunter, verfliegt
    Wie Bilder auf den Boden,
    dort wo wir liebten,
    nun grau und leblos.

    Erinnerung bleiben bestehen im Land der Träume.
    Augen stechen schmerzhaft vor Tränen, bevor die
    Tür sich zum letzten mal schließt.

    Kein Wort durchbricht die Stille mehr,
    kein Auge schließt vor Mitternacht.
    Wünschen uns weitere Stunden,
    hoffen auf bessere Tage.

    Und das alles passiert,
    in einem von vielen hölzernen Rahmen,
    ein buntes Bild wird farblos.

    -Finn Wunder


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  • Die gar traurige Ballade vom kleinen Leiterreiter
    - Für Rosalie und Levin -


    Ein grüner Frosch auf eine Leiter
    Mal kletterte, da war er heiter.
    Ganz, ganz oben wollt er stehen
    Um über seinen Teich zu spähen.

    Doch, oh weh, was ist geschehen?
    Er traut sich nicht hinab zu gehen!
    „Die Sprossen wirken viel zu schmal,
    Da wär das Klettern eine Qual!

    Die Höhe… Na, ich schau einmal...
    Oh nein! Ich geh‘ ein andermal!“
    Denkt er bang, der kleine Streiter;
    Wird so zum ewig' Leiterreiter.


    (Und die Moral von der Geschicht':
    Ängstlichkeit, die hilft dir nicht!)

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  • Schicksalsweg der Liebe

    Ich bin dort wo der Funke das Eis berührt
    wo mein Gesicht und Hand die Kälte spürt
    wo der Mond viel heller scheint
    und sich der Wolf und Rabe eint
    Die Betten hier viel größer sind
    und auch die Klänge durch den Wind
    Alles so vertraut und friedlich
    und doch nicht immer niedlich
    niedlich ist ein falsches Wort
    für so einen großen kalten Ort
    So viel Schnee und Eis was ich hier seh
    und scheinbar tut es keinem weh
    Vom Leben hier gezeichnet und gestempelt
    arbeiten lachen saufen und anrempelt
    Ich schaue mich um und sehe es nicht
    das eisig schöne Sonnenlicht
    Erinnerungen kreisen durch den Kopf
    das Essen aus diesen viel zu großen Topf
    Hier bleiben kann ich nicht
    dafür fehlt die weite Sicht
    Die Sicht auf große Dinge
    welche kreisrund sind wie Ringe
    Ich will es richtig machen
    und endlich wieder lachen
    Mein lächeln hier im Eis verstummt
    keine Biene die hier summt
    Keine Wärme die mich schützt
    kein Mantel der dabei noch nützt
    Es ist die Kälte der Einsamkeit
    die hier mein Herz
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  • Der Stern

    Der Stern der hell am Himmel funkelt
    die Nacht herum die uns umdunkelt
    ein Name stand geschrieben dort
    an diesem weit entfernten Ort
    so unerreichbar und doch nah
    weit schöner als ich es je sah
    bereisen musst ich Welten
    und niemals fand ich so was selten
    wie einer Sternschnuppe gleich
    in meine Hände viel so weich
    Ich ihn nun nie mehr gehen lasse
    mich eher an die Brust nun fasse
    mein Herz ich würde dafür geben
    das er immer bleibt an mir nun kleben
    Der Stern der hell am Himmel fliegt
    und manchmal in der Nacht dicht bei mir liegt




    In Gedenken an die Reise um Pleja's Astralaria
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  • Der Pfeil

    Es war ein Pfeil der als Symbol nun steht
    Ein Pfeil der flog und uns bewegt
    Ein Pfeil den du entfachtest
    und nun immer auf mich achtest
    Einem Tier war er gewidmet
    dann wurd er abgelenkt gerichtet
    Traf nicht nur mitten in mein Herz
    doch löschte auch den ganzen Schmerz
    Dein Arm um meine Brust, sie gab mir halt
    ich nie vergessen werd, wie sie mir galt
    Verschlungen und gestützt im hier und jetzt
    Liebe wird die Zukunft zeigen ganz zuletzt.


    Von Kim für Azaíah



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  • Ein Knabe kaum erwachsen ist, ist des seines Lebens müd'
    Wünscht sich Nähe stets zu and'ren, doch find sich niemand, der für ihn da
    So wandert er nun Tag für Tag. Wirkt so glücklich drum herum
    Doch im Innern ist es schwarz - die Scharade scheint perfekt
    Gedanken an den eignen Mord quälen ihn gar unentwegt
    Ist's doch feige es zu tun, lässt er's bleiben. Tut es nicht und leidet wohl.
    Sieht man doch hier und dort. Päärchen küssen, lieben sich
    Bringen neid zu ihm, möcht's nicht zeigen, zerfrisst's ihn immer mehr
    Sehnt er sich doch nur zu sehr, auch in Arme sich zu legen
    Diese Nähe, diese Wärme, scheint es ihm schlicht nicht gewährt
    So lebt er täglich vor sich hin, hofft vezweifelt auf die Liebe, welche so unfassbar scheint
    Lächelt nach außen, weint tief drinnen - Diese Welt ist bitter kalt. [Weiterlesen]
  • Irgendwo zwischen Löwenstein und Götterfels, in einer längst vergangenen Zeit, an einem längst vergessenen Ort: Ella ließ die Hände auf die Tasten des Querspinett fallen. Ihr Spiel klang ein wenig angestrengt - denn das letzte Mal, hatte sie vermutlich vor reichlich Sommern an so einem Instrument gesessen - doch was sie mit den Fingern nicht schaffte, erledigte ihre Stimme für sie, völlig versunken in ein altes Lied:

    "Du suchst nach mir, findest mich nicht,
    weinst deine Tränen im Abendlicht.

    Dein Leben verloren, die Liebe gebrochen,
    dein eiserner Wille mit Küssen bestochen.



    Weil du dich selbst einst an mich getraut,
    deine Gefühle mir ehrlich anvertraut.
    Hast du verloren was dir so wichtig,
    schien es doch damals so ernst und richtig.



    Wo ist die Ehre, wenn nicht verloren,
    diese die dir doch war angeboren.
    Oh starker Held, du treuer Mann,
    erinnerst du dich, wie alles begann?



    Damals noch eifrig hinter mir her,
    heute fällt dir selbst das Atmen so schwer,
    ich habe kein Mitleid,
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  • Liselotte

    Der Kiefer fort, ihr fehlt ein Ohr,
    Liselotte kommt aus Orr

    Vor Jahrhunderten gefallen,
    überwuchert von Korallen
    hebt sie den Dolch -

    Sie will mich holen,
    Der Drache hat es so befohlen

    Ihr Bein bricht unter meinem Tritt
    Sie strauchelt jetzt in ihrem Schritt -
    fällt!
    Bald schon verlässt sie diese Welt

    Ich beuge mich nun über sie -
    Rippen knacken unterm Knie!

    Hände packen sie am Haupt,
    Klagend tut sie gröhlen
    Meine Daumen -
    in ihren Augenhöhlen

    So viel Druck auf ihre Knochen
    die Zähne sind schon rausgebrochen -
    Fetzen!
    benetzen mein Gesicht,
    als ihr zarter Schädel bricht

    Zerplatzt wie ein verfaultes Ei
    Ein Anblick nicht für jeden Magen
    Liselotte ist nun frei
    Kein Zucken mehr,
    kein Klagen

    Liselotte, Liselotte,
    in Frieden du verrotte. [Weiterlesen]