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    (auf Wunsch hierhin verschoben)

    Ungebrochener Stolz

    Der alte Charr mit der abgetragenen Felduniform rückt den groben Munitionsgurt um seine Schulter etwas zurecht, als er auf die Aushänge blickt. Ein wenig fadenscheinig scheint die Kleidung an der rechten Brust - dort, wo in einem für einen Charr verhältnismäßig langen Leben zahlreiche Auszeichnungen und Orden verliehen und lange getragen wurden. Heute hängt dort nur noch einer - der wehrhafte Löwe von Löwenstein. Mit einem wehmütigen Grollen streicht der alte Asche-Agent über die Erinnerung an die gewaltige Schlacht um Löwenstein vor einigen Jahren. Legionär war er, Primus, dann Zenturio, als er die Schlacht um Löwenstein begann.

    Die jüngere Charr an seiner Seite, ohne Auszeichnungen, nur in einen schlichten, dunkelgrauen Mantel gekleidet hebt mit monotonem, ausdrucklosen Blick ein Klemmbrett. Fast mechanisch wird der Termin von dem Aushang in ihre Notizen eingetragen, während ihr Legionär sich seine eigenen Gedanken über… [Weiterlesen]
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    Löwenstein, 1327 N.E.

    Lefards Blick lag veträumt auf Merhalas Dornenkrone, als deren Inneres in der Abenddämmerung ein sanftes Orange ausstrahlte...oder waren das noch die Flammen der Stadt?
    Gutznik, dieser blinde, erdefressende Grobian, hatte einen großen Teil der Strandsiedlung mit seinem Flammenwerfer eingeäschert und gleich einen Haufen Schätze dabei vernichtet. Bei ihm stand das „Brand“ in Brandschatzen an erster Stelle. Sein Volk hatte nicht viel übrig für persönlichen Besitz oder das Leben des Einzelnen.
    Merhalas geschickte Finger knackten schließlich das Schloss der Kiste, die sie aus den Flammen der halben Schiffshütte retten konnten, in deren nicht umzäunten Hinterhof sie nun standen. Merhala ächzte. „Was bei Ventaris stinkenden...“
    Lefard mochte es, wenn Härte in Merhalas liebliche Züge trat, aber nun war da auch Enttäuschung. In der Kiste war nur Plunder. Zerbrochene Klingenteile, eine Art grobe Ankerkette, ein angesengtes Wappen, ein paar Kupfer...und ein… [Weiterlesen]
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    Für meine Frau. Frohen Valentinstag.

    Wasser rann über Jaspers Körper. In einer kraftvollen Bewegung zog er sich auf den Steg hinauf und zwang mit der Rechten Haarsträhnen und Nässe aus seinem Gesicht, indem er sie durch eine herrische Geste in Richtung Hinterkopf bannte. Ein Holzfäller aus dem nahen Lager warf ihm einen langen Blick zu, dann wandte er sich mit einem Kopfschütteln ab.
    Jasper verzog seine Lippen zu einem trägen Schmunzeln. Er konnte sich in etwa vorstellen, welche Gedanken dem Forstarbeiter in den Sinn kamen angesichts eines Aristokraten, der zu Hochzeiten des Zephyrs im Delavan-See baden ging. Die Umgebungstemperatur reichte gerade für einstellige Plusgrade aus. Die Wellen, die noch einen Moment lang Jaspers nackte Waden und Füße umfingen, ehe der Graf sie daraus befreite, lagen nach wie vor spürbar darunter. Ein paar Schwimmzüge in der dunklen Tiefe genügten, um jeden Muskel im Leib brennen zu lassen. Jasper genoss es dennoch, darin einzutauchen. Die… [Weiterlesen]

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