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    Losgelöst


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    Und plötzlich dreht sich der Verstand,
    er wurd' vom Schwindel ganz ergriffen,
    löst sich von seines Leibes Band
    und trägt mich fort in deine Hand.


    Bin nicht mehr mein,
    nur noch ein Hauch,
    nur ein Atemzug auf deinen Lippen,
    genährt von deinem süßen Duft.
    Bin nicht mein eigen,
    nur ein Sonnestrahl.
    Auf deiner Haut wollt ich verenden,
    verglühen dort zu warmer Luft


    Es dreht sich schneller der Verstand,
    er malt dein Bild in die Gedanken,
    schmiegt sich zärtlich an das Band,
    das er geknüpft in deiner Hand.


    Bin nicht mein Ich,
    nur noch die reine Seele
    ein zarter Puls ind deinen Venen,
    mein Sein und Streben lebt mit dir.
    Bin nicht mehr Leib,
    bin eine Sinnflut Liebe.
    Komm fang mich ein in deinem Herzen,
    dass ich den Halt nicht ganz verlier'.



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    Schmecke

    Schmecke einen verlockenden Kuss,
    auf meinen geschminkten Lippen.
    Fühle ein berauschenden Erguss,
    tief hinter meinen Rippen.

    Schmecke eine sanfte Manipulation,
    auf meiner tanzenden Zunge.
    Fühle mein innere Kapitulation,
    tief in meiner Lunge.

    Schmecke eine zärtliche Gier,
    auf meinem rotem Mund.
    Fühle wie ich verlier,
    tief in meinem Grund. [Weiterlesen]
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    Es war ruhig in den Fahrarunterkünften. Gelegentlich schnarchte ein Junges in seinen Fellen aus oder es raschelte, wenn einer der zukünftigen Legionssoldaten sich herumwälzte.
    Sharima genoss diese nächtliche Stille am Meisten und sie hatte das Glück, dass ihre Pritsche so in dem großen Schlafzelt stand, dass das Mondlicht durch die offenen Dachstreben die halbe Nacht direkt darauf fiel.
    Das schwarzbraune Charrjunge lag auf dem Bauch, vor ihr mal wieder ein Pergament, sowie Tinte aus den Schreibstuben, die sie hatte mitgehen lassen. Sie musste nur aufpassen, dass nichts davon auf ihre Pfoten geriet, sonst würde sie die Flecken am nächsten Morgen dem Primus erklären müssen.
    Doch Sharima passte jedes Mal gut auf. Die Schreibfeder tunkte sie immer nur ganz wenig in das dunkelblaue Nass und zog den Kiel dann kratzend über das Pergament. Sharima mochte das Schreiben. Das Zeichnen. Daher war sie den anderen Jungen dahingehend etwas mehr voraus. Aber bei Asche zählt nicht nur das Schreiben.
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    Während das alte Backsteinhaus der Komtess unheimlich düster wirkte, mit dem gedämmten Licht und den dunklen Farben, betrat der Graf hier ganz neue Gefielde. Er fand sich ganz gewiss nicht in einem Raum wieder, in dem es der Marlene die er kannte, gefallen könnte und trotzdem saß sie dort, auf einem beigen Sofa, in diesem hellblauen Raum, in ihrem hellem, langem und rosanem Kleid. Passend gewählt für ein Abendessen im Frühling.


    Eine Kristalllampe warf Licht auf das weiße Tischchen vor ihr und ließ sie, selbst mit den schwarzen Locken, unheimlich freundlich wirken. Es standen bereits zwei Gläser auf dem Tischchen. Eingeschenkt hatte bisher aber niemand und auch das Cognac Glas fehlte in Marlenes Hand. Außer dem deplatzierten schwarzen Flügel und dem Sofa gab es allerdings nur noch eine Kommode das allerlei Alkoholika beherbergte und das kleine Tischchen. Andere Möbel waren wohl noch nicht geliefert, bestellt oder platziert worden. Benedict blickte sich zurecht etwas verdutzt
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