Schritte im Schnee (Teil 1)

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    Der Schnee knirscht geräuschvoll unter ihren Füßen. Unwillkürlich kamen dem Norn Erinnerungen an früher. Die erste Jagd mit seinem Vater. Havar wusste noch wie verzweifelt er war, dass jedes Tier ihn immer hören konnte. Es frustrierte ihn sich nicht anschleichen zu können auf einem Untergrund der immer etwas zu erzählen hatte. In Gedanken sah er das Gesicht seines Vaters vor sich. Warm die Farbe der Augen und doch lag so viel Strenge im Blick des einztigen Rudelführers. Es hatte lange gebraucht bis Havar verstand das - -sich anschleichen im Schnee- gleichbedeutend war mit - die Geräusche für sich zu nutzen-. Werde eins mit den Geräuschen der Natur und du bist unsichtbar für jedes Ohr. Neben dieser Lektion hatte Tindur seinem Zweitgeborenen noch weiteres Wissen in all den Jahren mitgegeben. Nach so vielen Wintern ohne den Legendenschreiner war jetzt die Zeit gekommen in der Havar begriff seinem Vater ähnlicher zu sein, als er das je werden wollte. Besonders seinem jüngeren Bruder gegenüber übernahm er immer wieder die Rolle des Vaters und wenn sich Eydir mal wieder einen Schnitzer erlaubte wusste Havar im ersten Moment nicht ob nun liebevolle Strenge oder härtere Worte angebracht wären. Auch fühlte er die Blicke seines Bruders der sich doch oft Weisung und Führung wünschte. "Deine Gedanken sind laut", sprach ~Singende Stille~ neben ihm. Die Kodan schwenkte leicht den Blick zu Havar hinüber und die Nüstern des Wesens blähten sich leicht. Havar fühlte sich als könne die Kodan seine Gedanken riechen und wand den Blick zuerst ab. "Erinnerst du dich an seine Worte zur Pappel?" ~Singende Stille stoppte im Gehen und hob die Nase in den Wind. Dann drehte sie leicht ab und erst jetzt bemerkte Havar den kleinen Pfad in die Berge hinauf. Er war gedanklich so weit zurück gewesen das er den Weg nach vorne übersehen hatte...

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