Die Welt aus anderen Augen 28

Geschichten, Träume, Gedanken und Tagebucheinträge aus der Sicht von Riotea.

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Charakter: Riotea

    “Was soll das heißen? Ihr habt euch getrennt?”
    Riotea war außer sich vor Wut. Schrie Lyude lautstark an.
    “Getrennt, du hast mich schon verstanden.”
    “Ly, was soll der Blödsinn? Du liebst ihn über alles! Ich habe das Funkeln in deinen Augen gesehen. Du warst noch nie so glücklich und jetzt hast du sogar den Brautstrauß gefangen!”
    Er antwortete ihr nicht, sondern packte weiter seinen Rucksack.
    “Verdammt rede mit mir! Ich weiß doch vom Heiratsantrag! Was ist passiert?”
    Wieder schweigen. Aber immerhin hielt er inne und drehte sich wieder zu ihr um.
    “Komm schon Ly, was ist passiert? Hat er abgelehnt?”
    Erst nur ein langes seufzen, dann drehte er den Kopf weg.
    “Das Leben. Das Leben passiert und wir müssen damit umgehen. Also werden Entscheidungen getroffen und so sieht nun einmal diese Entscheidung aus.”
    Seine Stimme war leise und irgendwie verbittert. Ratlos stand Riotea einfach nur da und sah ihn an. Ohne ein weiteres Wort drehte Lyude sich wieder um und packte weiter… [Weiterlesen]
  • Charakter: Riotea

    Thimorn starrte Riotea mit einem so festen und ernsten Blick an, dass sie verwirrt war. So war er noch nie. Weder nach der Sache mit seinen Erinnerungen aus Maguuma, noch nach dem ihm der Dämon ausgetrieben wurde. Priesterin Nara Dachs hatte sich schon die ganze Zeit um die Patienten im Hospital gekümmert und war gerade bei Thimorn angekommen. Dass er sie ansprach empfand Riotea als nicht ungewöhnlich. Bis sie seine Worte hörte.
    Vermählt uns bitte. Jetzt. Hier. Ohne Brimbamborium.”
    Priesterin Dach sah ihn argwöhnisch an.
    “Warum?”
    Mit großen Augen, Fassungslos und fast panisch starrte RioteaThimorn an. Sie hatte die Worte verstanden und wusste genau was sie bedeuteten.
    “Warte... Was? Hier? Im Hospitz? M-Moment... und... und die Hochzeitsgardrobe?”
    Es war nicht, weil sie ihn nicht heiraten wollte oder kalte Füße bekommen hätte, es war das plötzliche was sie so aus der Fassung brachte.
    “Ich bin Soldat und wie meine Verlobte gerade sagte, sie soll nicht Witwe sein,[Weiterlesen]
  • Charakter: Riotea

    Hufschläge und das knarren und poltern eines großen Holzkarrens in schnellem Galopp hallten über die Wiesenlandschaft und ließen den Boden unter ihren Füßen immer mehr erbeben, je näher er kam. Gerade war sie noch im Kloster gewesen und hatte Besorgungen abgeholt, wollte zurück nach Götterfels und sie abgeben. Der Karren mit dem Doppelgespann kam mit einem rasanten Tempo von hinten auf sie zu. Riotea konnte sich nur mit einem Hechtsprung von der Straße retten und landete hinter einem kleinen überwuchertem Begrenzungszaun am Hang.
    Unter den Hufen der beiden bulligen Dolyaks schien die Straße nachzugeben, ihre Hufe gruben sich tief in die vor langer Zeit gepflasterte Straße. Das Tempo ließ den Karren wild auf dem Kopfsteinpflaster hin und her springen und haltlos seine scheinbar ungesicherte Ware verlieren. Erst als die Hufschläge in der Ferne verhallten, stand sie aus dem Gras auf und sah dem scheinbar flüchtenden Händler nach. Das bunte Zaumzeug der Tiere, sie… [Weiterlesen]
  • Charakter: Riotea

    Thimorn war bereits nach Löwenstein aufgebrochen und würde erst am späten Nachmittag zurückkehren. Riotea war gerade aus dem Stall wieder zurück ins Haus gekommen und hatte ihre Hände am noch glimmenden Ofen gewärmt. Sie hatte ihm nichts gesagt, aber die letzten Tage immer wieder darüber nachgedacht, wie sie zurück zum Plateau gelangen könnte. Es war nur eine Vermutung wie, einen Beweis hatte sie nicht.
    Wieder aufgewärmt ging sie in ihr Zimmer hoch und öffnete ihre kleine Silberschatulle. Seit Wochen hatte sie die Karten weder mitgenommen noch angerührt. Wollte nicht als Vanvalla auf die Straße gehen. Nach allem was durch Gladus passiert war und sie über Nahira und Falk gehört hatte, wollte sie doch lieber eine Pause machen.
    Jetzt aber legte sie die Karten auf ihren Schreibtisch und ihre Mütze direkt daneben. Die weiße Kleidung zu tragen fühlte sich auf einmal so seltsam an, fast fremd. Dabei war es kaum lange genug her, dass sie Staub hätte ansetzen können.
    [Weiterlesen]
  • Charakter: Riotea

    Wieder das Plateau. Das grüne Gras, welches der Wind wie Wellen zum Tanzen brachte und der blaue Himmel ohne Wolken. Es hatte sich nichts verändert. Dachte Riotea zunächst. Aber der Elementar war verschwunden. Lag noch immer in verstreuten Trümmern im Gras und hatte sich entgegen ihrer Hoffnung, nicht wieder zusammengefügt. Vom Setzling war auch dieses Mal keine Spur. Dieses Mal ließ sie nur den Blick über das bekannte Terrain schweifen, rührte sich nicht von der Stelle. Beobachtete einen Moment lang das Gras und lauschte dem Wind. Doch da war nichts, was die Natur anders machen würde. Kein unwirkliches Geräusch, kein scheinbares Objekt und auch kein falsches Gefühl schien dieser surreale Ort von sich zu geben.
    Ein Stückweit von ihr entfernt lag einer der brocken vom Elementar. Mit langsamen Schritten ging sie darauf zu und merkte es schon beim ersten Setzen ihrer Füße. Das warme Gras. Es fehlte. Beim Blick nach unten fiel es dann auf. Ihre Schuhe waren da und… [Weiterlesen]
  • Charakter: Riotea - Lyude

    Es war spät, längst dunkel. Riotea war in ihrem Zimmer und lag bereits im Bett, als sie Thimorns Schritte hörte. Es war Thimorn, das wusste sie genau. Kein anderer hätte noch Holz in den Ofen geworfen, bevor er so die Treppe rauf kam. Aber anders als sonst, kam er nicht an ihre Tür um zu lauschen. Sondern ging direkt in sein Zimmer.
    Sie hatte Schuldgefühle und diese brannten bereits den ganzen Abend lang. Hatten ihre Freunde darüber, dass sie die Karten zurück hatte mehr als überschattet. Sie wusste das er die Karten nicht mochte. Nicht mochte was sie damit tat. Wollte die Karten nicht Haus haben, also ließ sie die Karte woanders. Nicht im Haus und schon gar nicht auf dem Hof.
    Sie deckte den Frühstückstisch am nächsten Morgen als wäre nichts gewesen, als er herunterkam. Wusste das sie den schein das alles in Ordnung sei nicht aufrechterhalten könnte, egal wie sehr sie wollte, dass der Tag normal anfing.
    Thimorn hatte sie wortlos in den Arm genommen,… [Weiterlesen]
  • Charakter: Riotea

    Ein bekanntes Bild. Das große Plateau auf dem Berg, der grüne Teppich aus saftigem Gras und die in den Steinboden gemeißelte Rune. Der aufgeklarte Himmel und der seichte Wind, der das warme Gras wie Wellen wiegen ließ. In der Mitte Stand wieder der Steinelementar, wie ein unnatürliches Gebilde, durchzogen von Erzadern und überwuchert von dunklem Moos. Vom Setzling oder den Rosenrangen war nichts zu sehen.
    Sie selbst trug bekannte Kleider, doch wirkten die Farben falsch. Statt weißer Tücher mit einem goldenen Band, waren sie Schwarz wie die Nacht und Silber. Es fühlte sich vertraut an und war dennoch so ungewohnt, dass Riotea sich nicht wie sie selber vorkam.
    Dennoch war sie dieses Mal Vorsichtiger, war der letzte Besuch auf der Bergspitze doch schmerzhaft gewesen. Sie besah sich den Stein erst einmal, ging in völliger Ruhe einmal um die gesamte Rune herum. Hatte weder schmerzen in den Füßen, noch hinterließ sie blutige Abdrücke. Alles war still, kein Flüstern… [Weiterlesen]
  • Charakter: Riotea

    Riotea saß an ihrem Schreibtisch und sah aus dem Fenster. Es war eine klare kalte Nacht, die Sterne waren hell. Thimorn war noch bei der Nachtwache und würde erst im Morgengrauen zurückkehren. Vor ihr lag ihr schwarzes Notizbuch. Es war schon fast vollgeschrieben mit Gedanken, die Fetzen von Träumen an die sie sich erinnern konnte und allerlei wirres Zeug das ihr in den vergangenen Monaten durch den Kopf gegangen war und raus wollte.
    Mit einer eher verträumten Geste klappte sie es zu, wieder auf und sah auf den ersten Eintrag. Ungehörte Worte, von Tränen an manchen Stellen verwischt. Ein Klagelied von Abschied und einem guten Freund.
    Die Seiten darauf sind mehr Notizen zu Orten, eine Orientierungshilfe und Wegweiser. Markante Dinge entlang von Pfaden die nur wenige nutzten. Notizen zu Patrouillengängen auf der Stadtmauer und der Name eines Giftes. Gedanken zu Götterfels, Lyudes Verhalten auf der Mauer und dass es ihr nicht gefallen hat, dass er versucht hatte sie… [Weiterlesen]
  • Charakter: Riotea

    Lyude: “Warst du es nicht, die mir vor kurzem gesagt hat, ich solle sie gehen lassen?”
    Riotea: “Ja aber... Entschuldige.”
    Das sich ihre und Lyudes Meinung zum Gegenteil kehren, war Riotea in den letzten Wochen oft aufgefallen. Aber sie schwieg und lies Weiolet zu sich und ihrem Bruder kommen. Zwar wusste sie noch immer nicht wie sie sich Eve Sweeney gegenüber verhalten sollte und fand Lucius Allocer noch immer gruselig, aber riss sich zusammen und ließ beide machen.
    Mit grüner Kreide in der Hand, ging Eve in die Mitte des Raumes und fing an einen großen Schutzkreis mit nekromantischen Symbolen zu zeichnen. Die meisten schienen es mit gewohnten Augen zu betrachten. Für Riotea war es das erste Mal das sie einen vollständigen sah und das auch noch von so nah. Als Eve sich zurückzog und ihre Hände am Rand auf der Kreide platzierte, fing er an in einem eigenartigen Grün zu Leuchten. Lucius stellte Sillas Schädel in die Mitte und sah einmal in die Runde. Der… [Weiterlesen]