Artikel 2.158

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    (auf Wunsch hierhin verschoben)

    Ungebrochener Stolz

    Der alte Charr mit der abgetragenen Felduniform rückt den groben Munitionsgurt um seine Schulter etwas zurecht, als er auf die Aushänge blickt. Ein wenig fadenscheinig scheint die Kleidung an der rechten Brust - dort, wo in einem für einen Charr verhältnismäßig langen Leben zahlreiche Auszeichnungen und Orden verliehen und lange getragen wurden. Heute hängt dort nur noch einer - der wehrhafte Löwe von Löwenstein. Mit einem wehmütigen Grollen streicht der alte Asche-Agent über die Erinnerung an die gewaltige Schlacht um Löwenstein vor einigen Jahren. Legionär war er, Primus, dann Zenturio, als er die Schlacht um Löwenstein begann.

    Die jüngere Charr an seiner Seite, ohne Auszeichnungen, nur in einen schlichten, dunkelgrauen Mantel gekleidet hebt mit monotonem, ausdrucklosen Blick ein Klemmbrett. Fast mechanisch wird der Termin von dem Aushang in ihre Notizen eingetragen, während ihr Legionär sich seine eigenen Gedanken über… [Weiterlesen]


  • Löwenstein, 1327 N.E.

    Lefards Blick lag veträumt auf Merhalas Dornenkrone, als deren Inneres in der Abenddämmerung ein sanftes Orange ausstrahlte...oder waren das noch die Flammen der Stadt?
    Gutznik, dieser blinde, erdefressende Grobian, hatte einen großen Teil der Strandsiedlung mit seinem Flammenwerfer eingeäschert und gleich einen Haufen Schätze dabei vernichtet. Bei ihm stand das „Brand“ in Brandschatzen an erster Stelle. Sein Volk hatte nicht viel übrig für persönlichen Besitz oder das Leben des Einzelnen.
    Merhalas geschickte Finger knackten schließlich das Schloss der Kiste, die sie aus den Flammen der halben Schiffshütte retten konnten, in deren nicht umzäunten Hinterhof sie nun standen. Merhala ächzte. „Was bei Ventaris stinkenden...“
    Lefard mochte es, wenn Härte in Merhalas liebliche Züge trat, aber nun war da auch Enttäuschung. In der Kiste war nur Plunder. Zerbrochene Klingenteile, eine Art grobe Ankerkette, ein angesengtes Wappen, ein paar Kupfer...und ein… [Weiterlesen]
  • Für meine Frau. Frohen Valentinstag.

    Wasser rann über Jaspers Körper. In einer kraftvollen Bewegung zog er sich auf den Steg hinauf und zwang mit der Rechten Haarsträhnen und Nässe aus seinem Gesicht, indem er sie durch eine herrische Geste in Richtung Hinterkopf bannte. Ein Holzfäller aus dem nahen Lager warf ihm einen langen Blick zu, dann wandte er sich mit einem Kopfschütteln ab.
    Jasper verzog seine Lippen zu einem trägen Schmunzeln. Er konnte sich in etwa vorstellen, welche Gedanken dem Forstarbeiter in den Sinn kamen angesichts eines Aristokraten, der zu Hochzeiten des Zephyrs im Delavan-See baden ging. Die Umgebungstemperatur reichte gerade für einstellige Plusgrade aus. Die Wellen, die noch einen Moment lang Jaspers nackte Waden und Füße umfingen, ehe der Graf sie daraus befreite, lagen nach wie vor spürbar darunter. Ein paar Schwimmzüge in der dunklen Tiefe genügten, um jeden Muskel im Leib brennen zu lassen. Jasper genoss es dennoch, darin einzutauchen. Die… [Weiterlesen]
  • Alter, wie lange sollen wir denn noch hier sitzen?! Die gelben Augen wandern auf die gegenüberliegende Seite des Ganges, auf die schwere, hell,-hölzerne Türe und es tut sich nichts. Das Ticken der Uhr frisst sich in den Kopf. Begleitet wird es von dem auf der Bank, hin und herrutschenden Hintern einer weiteren Person. Und wäre dem nicht genug, ergänzt dieser Hintern, die bisher ruhestörenden Geräusche durch ein stinkendes Lüftchen. Maaaan,..lassen die Augen ab von der Türe und spähen gen Arik. Der Blick wird leidig, dann zornig, ehe ein Schnaufen folgt und Worte zum Braunhaar fliegen. Ist das jetzt dein Ernst?! Du Pisser! Hast du nicht mehr dazu zu sagen? Willst auuuchh n Sclck?! Wird professionell geantwortet, eine Flasche samt klarer Flüssigkeit zum Gegenüber gehalten und freudig gehickst. Weissssu? Wenn mein Arik ersmAl das,...dann,..dann, gibs mich zweimal! Fast schon gierig wird nach der Flasche gegriffen und angesetzt, beiläufig die Worte des Söldners verfolgt und sich… [Weiterlesen]
  • Langsam und in Erinnerungen versunken verlies die Rabin wieder die große Halle, um von der obersten steinernen Treppenstufe den Blick über das verschneite und zum Teil vereiste Nordheim schweifen zu lassen. Von dort konnte man nahezu über das gesamte Dorf blicken. Es war eine Festhalle, die gleichzeitig einem Wachturm gleich kam um alles im Auge behalten zu können. Aber niemand war in diesem Dorf auf Streit aus. Fraja wob ihre Gedanken erneut in Erinnerungen, dachte an den letzten Streit der zwischen um einem anderen Jungen des Dorfes entfachte. Sie stritten darum, welcher ihrer Pfeile eines Holztiers am nächsten war. Björn, so war der Name des Jungen, war sich ziemlich sicher, dass er den Holzeber am ehesten getötet habe, galt er als Sohn eines talentierten Jägers doch als Favorit. Fraja hingegeben war sich ziemlich sicher, dass ihr Pfeil es war, der das Tier zur Strecke gebracht hätte. Jung und Wild wie beide waren, gerieten sie einander und teilten gegenseitig Schläge… [Weiterlesen]

  • Hungrig biss er in das saftige Fleisch des Brathähnchens, welches er an einer Fressbude erworben hatte. Das Fleisch zart und gut gewürzt. Der Saft lief ihm aus den Mundwinkeln in seinen Bart.


    "Da sind Sie ja" schallte es von der Straße her.


    Arelas Blick wandte sich in die Richtung aus der das Geschrei kam. Ein etwas untersetzter Ministeriums-Angestellter kam mit einem Briefbogen auf Ihn zugerannt.


    Er verlangsamte keuchend seine Schritte als er auf Ihn zu trat. "Sie haben dies hier vergessen"


    Arelas wischte mit dem Handrücken und einem Stück seines Ärmels den Saft aus den Mundwinkeln.


    "Was ist das?" fragte er fordernd.


    "Das Dankesschreiben seiner Herrschaft. Er wollte, dass Sie dies zuzüglich Ihres Geldes bekommen sollten."


    "Und? Was soll ich damit?"


    Der Angestellte starrte Arelas entgeistert an, so als ob er ihm ins Gesicht geschlagen hätte.


    "Bitte? Es ist ein Dank in Briefform. Manch einer würde so ein Schreiben in Ehren halten und über Generationen weitertragen
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  • Sie hatte gerade die letzte Wunde behandelt, welche Astrid durch den Eisdorn erleiden musste. Qualen musste die Jungnorn, denn nicht der Angriff, sondern die Heilung war eine unerträgliche Tortur, welche selbst den stärksten Norn lahm legte. Aber der Blondschopf blieb tapfer, selbst wenn ihre Augen von Tränen gezeichnet sind und Fraja deswegen im Affekt anfauchte. Die Schamanin bewunderte ihre Tapferkeit, während der ganzen Behandlung. Drei Eiswunden musste sie versorgen, dreimal die Wunden mit einer Feuersalbe ausbrennen, damit die Verderbnis nicht auf ihr Herz überschlug. Derweil hielt Juno Wache, würde Fraja und Astrid rechtzeitig warnen wenn isch weitere Eindringlinge näherten. Aber es blieb zum Glück bei leichten Schneefall und einigen Dolyaks und Hirschen, welche am entweihten Rabenschrein vorbei kamen. Unermesslich gloderte Fraja's Wut, als sie erneut auf den vereisten Raben hinab sah, getötet durch einen wild gewordenen Sohn Svanirs. Gemeinsam konnten sie ihn zu… [Weiterlesen]
  • Fang

    Fang meine Sicht
    als sei es deine Pflicht,
    brauch kein Augenlicht.

    Fang meinen Leib
    weil er nach dir schreit
    brauch kein Zeit.

    Fang mein Verstand
    ganz charmant,
    brauch kein Diamant.

    Fang meine Seele
    weil ich dich wähle,
    brauch keine Befehle.

    Fang mich
    für dich,
    mehr will ich
    nicht. [Weiterlesen]