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    Im Salon und nur hörbar, weil das Haus still und leise da lag, schlägt die große Standuhr zur zweiten Nachtstunde und Roslyn rührt sich ein wenig auf dem gepolsterten Stuhl. Die Beine überschlagen, in eine Decke gehüllt, welche unter den Armen eingekniffen wurde streicht sie die nächste Seite des Buchs auf. Unweit im Bett schlief der Quengelknabe in Form eines erwachsenen Mannes. Auf seinem Nachtkasten ein Krug mit Wasser, eine Kanne mit Tee unter einer wattierten Stoffhaube, Glas und Tasse, sowie ein braunes Fläschchen mit bitterer Medizin, die immer mit Zuckerwürfeln gesüßt verabreicht wurde, welche in einem Töpfchen auch verweilen dürfen.
    Es ist ruhig im Raum, auch wenn Benedict, Graf von Liliental sicherlich durch Krankheit schon den ein oder anderen Baum seinem Ende zufügte, weil die Nase verstopft ist und das Fieber ihn schnarchen ließ. Jetzt gerade aber schlief er ruhig, sie konnte sich auf ihr Buch konzentrieren und war durch die Aufgabe fern der Müdigkeit, auch wenn ihr… [Weiterlesen]
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    "HierTiteleinfügendenichnochnichthabeweilichdashiergeradegeschriebenhabeweilmirlangweiligwar"





    Mit einem lautem Knall stieß eine Windböe dieses nicht enden wollenden Gewitters die Bürotür hinter mir zu -das morsche Holz und die mitgenommenen Angeln ächzten nicht gerade vertrauenserweckend-, kaum hatte ich mich nach draußen begeben.
    Die nächtliche Herbskälte schlug mir unbarmherzig entgegen, ein kurzer Griff an den Kragenmantel und das Leder sollte wenigstens den Wind von meinem Nacken fernhalten.
    Wieder einmal hatte mich der Fall tief bis in die Nacht hinein beschäftigt und so durfte ich meinen Heimweg durch die Dunkelheit antreten...nicht das mir diese unangenehm wäre, ganz im Gegenteil.

    Sobald die Dunkelheit Löwenstein verschluckt, reißt sie den ganzen Dreck dieser Stadt mit sich.
    Raub. Gewalt. Mord. Sünde. Verlorene Liebe.
    Gestern habe ich von einem Kollegen gehört das eine Gruppe Piraten einen kleinen Pimpf aufknüpfte und an ihrem Schiff zur Schau stellt weil er bei ihnen… [Weiterlesen]
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    Sie schob sich durch das Unterholz, während sie ihr Ziel nicht aus den Augen verlor. Majestätisch stolzierte das schwarzgefiederte Tier durch den Wald. Bei jedem großen Schritt wippte der Kopf am langen Hals ein wenig. Die Federn glänzten. Sie wurden geschüttelt damit die wenigen Schneeflocken, die durch die Baumkronen drangen, zu Boden fielen.
    Langsam und zielsicher setzte sie einen Fuß vor den Anderen, bewegte sich grazil zwischen den Bäumen und Sträuchern hindurch. Sie berührten ihren Körper nicht einmal ansatzweise, was ihr dabei aber nicht seltsam vorkam. Kurz nur wanderte ihr Blick an ihr selbst hinab, um den Fuß neben einem Ast in den Schnee zu setzen und nicht darauf. Sie stockte.
    Wann hatte sie ihre Stiefel ausgezogen?
    Blinzelnd hob sie den Blick wieder an, um das Ziel ihrer Jagd nicht doch noch aus den Augen zu verlieren. Dabei griffelte sie nach der Rabenfigurine, die sie schon so lange auf der Jagd begleitete. Abermals ein Stocken.
    Wann hatte sie vergessen ihren Gürtel[Weiterlesen]
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    Die Herrschaft der Winde


    Curo blickte sich um. Er sah dutzende verschiedene Arten von Pflanzen, nur nicht das Fahlkraut, nach dem er suchte. Er war schon fast zwei Tage lang außerhalb der Mauer auf der Suche nach dem wertvollen Reagenz für Meister Kar. Dies war seine letzte Prüfung bevor er ein vollwertiger Heilkundiger wäre.
    Eigentlich war es jungen Tengu verboten vor Vollendung ihres 20. Lebenszyklus das Herrschaftsgebiet der Winde zu verlassen und das wussten sowohl er, als auch sein Meister, doch genau das war Teil seiner Prüfung.
    "Du wirst schon einen Weg finden", hatte Kar ihm lachend geantwortet, als er ihn auf das Verbot hingewiesen hatte. Und natürlich fand Curo einen Weg, er war schließlich nicht umsonst Meister Kars bester Schüler. Die Tore waren gut bewacht, doch ein paar Runden Feuerwasser später waren die meisten Wachen bereit, gegen eine kleine Spende, ein oder zwei Augen zu zu drücken. Curo hatte dem Tengu mit der auffälligen Narbe unter dem linken Auge genug… [Weiterlesen]
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    „Mein liebstes Kind,

    ich hoffe Lord Calberyan sorgt gut um dich und deine Geschäfte. Ich hoffe er lässt dir Luft zum atmen und wenn nicht, bin ich mir sicher, dass du ihm längst die Grenzen aufgezeigt hast.

    Die Luft außerhalb von Kryta ist herrlich. Wir sind in den Zittergipfel und ich schreibe dir aus dem Gehöft des Solberg-Clans. Falls du jemals hier sein solltest... iss nicht dein Eintopf.. tu es einfach nicht. Ich vermisse den Süßschnabel-Kaffee und die Abende mit dir, aber ich bin mir sicher, dass du alle Schwierigkeiten meistern wirst.

    Hatten Aedan und du bereits Zeit wieder anzubandeln? Ich hoffe ich habe nicht Dhuum persönlich heraufbeschworen mit der Verteilung meines alten Besitzes. Ich dachte nur, es wäre das Beste, wenn die fähigsten Menschen die ich kenne, das Kommando über diese Besitztümer erhalten würden.

    Wie dem auch sei, Marlene. Ich schreibe dir ja nicht um dich mit Sorgen zu beladen. Ich bin mir sicher, dass du mit deinem Charme, Witz und Eleganz deine neuen
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